DAMENHANDBALL

„Wir können jeden schlagen“

Herbedes Linkshänderin Anna Wieczorek (am Ball) liegt mit ihrer Mannschaft derzeit an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Am Sonntag geht’s ins Derby beim ETSV Witten II.

Foto: Jürgen Theobald

Herbedes Linkshänderin Anna Wieczorek (am Ball) liegt mit ihrer Mannschaft derzeit an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Am Sonntag geht’s ins Derby beim ETSV Witten II. Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Vor dem Bezirksliga-Derby beim ETSV Witten II sagt Anna Wieczorek (HSV Herbede), warum es bei ihrem Team derzeit so gut läuft.

Eine Saison fast wie aus dem Bilderbuch haben die Handballerinnen des HSV Herbede bislang hingelegt. Auch nach zehn absolvierten Partien ist die Mannschaft von Trainer Uli Müller weiterhin ungeschlagen, kann sich durchaus Hoffnungen auf den Titelgewinn in der Bezirksliga machen. Dass es bis dahin aber noch ein ziemlich weiter Weg ist, versichert vor dem Derby beim ETSV Witten II (Sonntag, 14 Uhr, Kreissporthalle) auch Rückraumspielerin Anna Wieczorek (22) im Gespräch mit WAZ-Sportredakteur Oliver Schinkewitz.

Alle Achtung, mit 19:1-Punkten stehen Sie mit Ihrem HSV Herbede bislang glänzend da wie noch nie. Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung?

Anna Wieczorek: Wir haben ja im vergangenen Jahr schon eine gute Rolle dort oben gespielt, aber jetzt läuft es eben richtig gut. Einer der Gründe dafür liegt sicher bei unserem neuen Trainer Uli Müller. Er hat im spielerischen Bereich einiges verändert bei uns, wir haben uns sicher weiterentwickelt.

Was war die größte Umstellung im Vergleich zu seinem Vorgänger Tim Hausherr? Worauf legt Müller besonderen Wert?

Jeder Trainer hat ja seine Vorstellungen, seine Eigenheiten. Tim war eher der ruhige Typ, Uli ist da mehr der impulsive, der auch schon mal ziemlich laut wird. Er legt viel Wert auf Krafttraining und fordert, dass jede in Training oder Spiel alles gibt. Nach dem Training ist er dann wieder der liebste Mensch, da ist dann alles vergessen.

Am Sonntag geht es zum ETSV Witten II - ist so ein Derby auch für Sie ein besonderes Spiel?

Das auf alle Fälle. Da wird noch mal eine ganz andere Stimmung herrschen. Wir kennen uns ja gegenseitig ganz gut, haben einen guten Draht zueinander. Man trifft sich auch mal in der Freizeit, spricht über die jeweiligen Spiele seiner Mannschaft. Der ETSV ist sicher nicht zu unterschätzen, aber wir wollen da natürlich gewinnen. Letztlich liegt es aber alleine an uns: Wir können jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren.

Sprechen Sie untereinander hier und da schon über die Möglichkeit, in die Landesliga aufzusteigen? Neben Ihnen hat ja nur der TV Wanne erst einen Minuspunkt.

Also noch ist das kein großes Thema. Klar spricht man mal darüber, was noch möglich ist. Aber die Saison ist noch so lang, wir haben ja noch nicht einmal das Ende der Hinrunde erreicht. Dass wir am letzten Spieltag aber jeweils gegen Wanne antreten müssen, ist natürlich schon speziell. Das Spiel vom ETSV gegen den TV Wanne haben wir uns mit der Mannschaft gemeinsam angeschaut, da hat der ETSV unnötig mit 20:26 verloren.

Mit Tina Hausherr, die bislang 98 Treffer erzielt hat, haben Sie die mit Abstand beste Torschützin in Ihrer Mannschaft. Wäre es zu kompensieren, wenn sie mal ausfiele?

Das wäre natürlich eine erhebliche Schwächung. Wir alle wissen um die Bedeutung von Tina, sie selbst ist aber ein absoluter Teamplayer, stellt sich nie in den Vordergrund. Sie selbst sagt immer: Jede Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

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