RINGEN

Viviane Herda bezwingt Dauerrivalin

Alles im Griff hatte Wttens Viviane Herda (oben) in drei von vier Kämpfen beim Grand Prix in Dormagen. Lediglich gegen eine starke Schwedin musste sie sich geschlagen geben und holte Bronze.

Foto: Thomas Nitsche

Alles im Griff hatte Wttens Viviane Herda (oben) in drei von vier Kämpfen beim Grand Prix in Dormagen. Lediglich gegen eine starke Schwedin musste sie sich geschlagen geben und holte Bronze. Foto: Thomas Nitsche

Dormagen.   Mit dem dritten Platz wartete Viviane Herda beim Grand Prix der Ringerinnen in Dormagen auf. Dabei hält sie die Deutsche Meisterin in Schach.

Ein herausragendes Turnier kämpfte Viviane Herda (KSV Witten 07) beim Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland in Dormagen. In der Klasse bis 63 Kilogramm belegte Herda den dritten Platz - und das gegen starke Konkurrenz.

Kurz vor den Europameisterschaften der Juniorinnen in Dortmund wollte die 20-Jährige noch einmal unter Beweis stellen, dass eigentlich sie mit ins EM-Aufgebot gehört hätte. Doch der Bundestrainer entschied sich bereits nach der Deutschen Meisterschaft für die Brandenburgerin Eyleen Sewina.

Für Viviane Herda ging es beim „Hans-von-Zons-Turnier“ in Dormagen, an dem u. a. auch Sportlerinnen aus Kanada teilnahmen, in Runde eins gegen eine junge Schwedin, die sich als ideale Auftakt-Kontrahentin erwies. 8:0 führte die KSV-Ringerin, als sie ihre Widersacherin auf die Schultern drückte. Es folgte dann das brisante Duell um den Einzug in die Vorschlussrunde. Ausgerechnet mit ihrer Dauerrivalin Eyleen Sewina musste sich die Wittenerin auseinandersetzen, war aber glänzend vorbereitet. Herda legte gleich mal los wie die Feuerwehr, führte gegen die Deutsche Juniorenmeisterin aus Greiz schnell mit 4:0. „Dann bin ich wohl ein wenig nervös geworden“, erklärte die KSV-Athletin. Sewina nutzte die Gunst der Stunde, brachte mehrere Beinangriffe durch und ging ihrerseits in Front.

Bronzekampf gegen Rumänin sicher gewonnen

Danach allerdings war Viviane Herda wieder hochkonzentriert, wollte dieses Prestigeduell unbedingt für sich entscheiden. Nach einem Angriff der Wittenerin gab’s zunächst Unstimmigkeiten im Kampfgericht, doch nach dem TV-Beweis erhielt Herda die beiden Zähler und lag zwei Sekunden vor Schluss mit 8:7 in Front. „Das hab’ ich dann auch über die Zeit gerettet“, so die 20-Jährige.

Im Halbfinale war gegen die Schwedin Henna Johansson nichts zu holen - mit 0:6 lag Herda hinten, verlor noch auf Schultern. Im kleinen Finale um Bronze aber trumpfte sie gegen die starke Rumänin Kriszta Ince groß auf, siegte überlegen mit 6:1 und sicherte sich damit das erhoffte Edelmetall.

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