FUSSBALL

TuS Stockum kann für die A-Liga planen

Im Abstiegs-Endspiel der Fußball-Bezirksliga konnte auch Volkan Avci (links) seinen TuS Stockum nicht zum bitter nötigen Heimsieg führen.

Im Abstiegs-Endspiel der Fußball-Bezirksliga konnte auch Volkan Avci (links) seinen TuS Stockum nicht zum bitter nötigen Heimsieg führen.

Foto: Klaus Pollkläsener

Stockum.   Held-Elf lässt im Spiel gegen DJK Adler Riemke letzte Chance im Kampf um den Ligaerhalt ungenutzt. Co-Trainer Daniel Bittorf trifft zum 1:1.

TuS Stockum -
DJK Adler Riemke 1:1 (0:0)

TuS: Borgloh; Schmidt, Sari (71. Bittorf), Colak, Gruß (46. Ludwig), Bourima, El-Chakif, Avci, Demirel, Chatsiioannidis (46. Bickhoff), Hain.
Schiedsrichter: Fatih Tekir.
Zuschauer: 100.
Torfolge: 0:1 Heider (75.), 1:1 Bittorf (82.).

Das war’s wohl: Der TuS Stockum hat seine womöglich letzte Gelegenheit ausgelassen, den Ligaerhalt doch noch zu schaffen. In der Fußball-Bezirksliga kam die Mannschaft von Trainer Marco Held nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den direkten Mitkonkurrenten DJK Adler Riemke hinaus.

„Der Mannschaft kann ich nicht mal einen Vorwurf machen, die Einstellung meiner Jungs hat absolut gestimmt“, resümierte Übungsleiter Held die Partie kurz nach Abpfiff. Vor allem in der Anfangsphase der Begegnung hatte der TuS den Gast aus Bochum gut im Griff. Aus einer stabilen Abwehr heraus bemühten sich die Rot-Weißen um einen geordneten Spielaufbau. Allzu oft wurde dieser aber von den Gästen durch starkes Verteidigungsverhalten gestoppt oder scheiterte an technischen Fehlern der Hausherren.

„Daran sieht man dann auch: Es reicht vielleicht einfach nicht im Vergleich zur Kreisliga A“, so ein enttäuschter Stockumer Coach nach Ende der Partie.

Riemke lässt Riesen-Chance liegen

Gut 20 Minuten waren gespielt, als die favorisierten Gäste sich ihre erste Tormöglichkeit erspielten. Kapitän Marcel Droste lief nach einem verunglückten Rückpass der Stockumer frei auf das Gehäuse von TuS-Keeper Simon Borgloh zu, umkurvte den Schlussmann und setzte den Ball dann aus acht Metern Entfernung an den Querbalken.

Nach dieser Top-Gelegenheit für den Gast kamen die Stockumer dann besser in die Partie und verzeichneten deutlich mehr Ballbesitz. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich Justin Gruß innerhalb weniger Minuten gleich zwei Mal stark über die linke Seite durch und zog mit hohem Tempo in den Strafraum. Gestoppt werden konnte er lediglich durch den Gäste-Torwart (42.) sowie den Pfosten (45.).

TuS übernimmt die Kontrolle

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit guten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Die Hausherren übernahmen fortan das Kommando und Riemke kam nur noch über Konterchancen gefährlich vor das Stockumer Tor. Eine dieser Gelegenheiten nutzte der eingewechselte Daniel Heider dann zum 1:0 für die Gäste. Ein bitterer Rückschlag für den TuS, der den Gegner über fast die gesamte zweite Spielhälfte dominierte.

Davon ließ sich die Held-Elf jedoch nicht lange beeindrucken. Im Gegenteil: Der TuS reagierte stark auf den Gegentreffer und warf noch mal alles in die Waagschale. Mit Erfolg: In der 82. Minute traf Daniel Bittorf nach Flanke von Musa Colak zum verdienten 1:1-Ausgleich. Bittorf durfte dabei sechs Meter vor dem Gästetor frei stehend einköpfen.

Held beklagt Stürmer-Mangel

In der Folge drängte der TuS auf das Siegtor. Hier merkte man den Hausherren ihre Offensivschwäche jedoch deutlich an. Bis vor der Partie hatte der TuS in der gesamten Rückrunde nur fünf Treffer erzielt. „Das ist das große Manko. In der Defensive stehen wir ordentlich und sind auch die Mannschaft mit den fünftwenigsten Gegentoren der gesamten Liga. Nur offensiv haben wir keinen echten Stürmer, der die Bälle verwerten und in Tore ummünzen kann“, so TuS-Coach Marco Held.

Innenverteidiger Daniel Hain vergab eine weitere hochkarätige Gelegenheit für die Rot-Weißen in der 87. Spielminute frei stehend vor dem Gästekeeper. In der Schlussminute hatte dann nochmals Daniel Bittorf die Gelegenheit, den Siegtreffer für den TuS zu erzielen. Nach einer Ecke setzte er den Ball jedoch knapp am Tor vorbei.

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