FUSSBALL

TuS Heven wirft drei Punkte achtlos weg

Den frühen Treffer zur Hevener 1:0-Führung erzielte Laurenz Wassinger (li.), später aber ließ der Torjäger gegen Phönix Bochum gute Möglichkeiten liegen.

Den frühen Treffer zur Hevener 1:0-Führung erzielte Laurenz Wassinger (li.), später aber ließ der Torjäger gegen Phönix Bochum gute Möglichkeiten liegen.

Foto: Jürgen Theobald

Bochum.  Ohne Punkte bleibt der der TuS Heven bei Phönix Bochum - in der Nachspielzeit laufen die Wittener blindlings in einen fatalen Konter.

SV Phönix Bochum -
TuS Heven 09 2:1 (0:1)

TuS: Wirges; Witt, Yaman, Kasumi, Türker, Tiedke (68. Turgut), Graberg, Akcan (68. Wojtakowski), Kellner, Abou-Saleh (70. Stemmermann), Wassinger.
Torfolge: 0:1 Wassinger (5.), 1:1 (78.), 2:1 (90.+1).

70 Minuten lang hatte der TuS Heven 09 die Partie beim SV Phönix Bochum sicher im Griff, hätte schon ganz deutlich führen müssen. Doch in der Schlussphase offenbarten die Wittener ihr viel zu großes Herz, schenkten den Platzherren noch einen 2:1 (0:1)-Erfolg.

„Ja, so ist Fußball“, meinte Phönix-Coach Marcus Himmerich kurz vor dem Abpfiff einer Partie, in der seine Mannschaft reich beschenkt wurde, am Ende aber für ihre Beharrlichkeit belohnt wurde. Während der TuS Heven einmal mehr eine völlig unnötige Pleite kassierte, die an mehrere Fehlschläge im Laufe dieser Saison erinnerte.

Abseitspfiff stoppt Torjäger Wassinger

Es begann optimal für die Rölleke-Elf, denn schon nach fünf Minuten lagen die Gäste nach Vorarbeit von Florian Graberg durch einen Treffer von Laurenz Wassinger mit 1:0 vorn. Heven blieb weiter druckvoll und bissig in den Zweikämpfen, spielte sich einige gute Möglichkeiten heraus. In der 26. Minute war Wassinger nur mit einem rüden Foul im Strafraum zu stoppen - den fälligen Elfmeter aber jagte Ali Abou-Saleh weit über den Kasten.

Die beste Chance der Bochumer hatte der Ex-Herbeder André Seifert, der bei seinem Solo aber in letzter Sekunde noch entscheidend gestört wurde (29.). Kurz vor dem Wechsel lag Schiedsrichter Christoph Michels mit einem Abseitspfiff völlig daneben - Wassinger wäre alleine gen Phönix-Kasten durchmarschiert (43.).

Türker trifft den Pfosten

Zu Beginn der zweiten Hälfte versäumte es Heven, den Sack endgültig zuzumachen. Zunächst übersah Wassinger nach feinem Alleingang Yannik Kellner (52.), dann traf Sven Türker aus 16 Metern nur den rechten Pfosten (55.). „Wenn du solche Chancen nicht ‘reinmachst, rächt sich das“, orakelte TuS-Trainer Christoph Rölleke. Und in der Tat kassierte Heven nach einem Freistoß in der 78. Minute aus dem Gedränge vor Keeper Kevin Wirges das überraschende 1:1. Damit nicht genug, liefen die Wittener in der Nachspielzeit in einen Konter, den André Seifert mit dem 2:1 veredelte. „Unfassbar, dass wir da nicht nach hinten absichern“, tobte Rölleke nach der zehnten Saisonpleite.

Heven trifft auf den künftigen Trainer

Am Ostermontag (15 Uhr, Haldenweg) hat der TuS Heven 09 die SG Welper zu Gast. Eine Partie nicht ohne Brisanz, denn auf der anderen Seite steht mit Trainer Thorsten Kastner nicht nur der künftige Coach der Blau-Weißen am Spielfeldrand der punktgleichen Hattinger. Zudem wechseln zur kommenden Serie auch gleich vier Spieler (Marc Michel, Nikolai Nehlson, Tolga Dilek und Hendrik Emberger) von Welper nach Heven. Für die Wittener geht es am Feiertag in erster Linie darum, sich für die Pleite bei Phönix Bochum zu rehabilitieren. Die Effektivität im Angriff bleibt nach wie vor das große Manko der Rölleke-Elf, die das Hinspiel in Hattingen mit 4:1 gewonnen hatte und auch jetzt aufgrund der angespannten personellen Lage bei den Gästen eindeutig favorisiert sein dürfte - auch wenn es die Begegnung zwischen dem Fünften und dem Sechsten der Bezirksliga-Staffel 10 ist.

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