FUSSBALL

TuS Heven ist nach 6:1 wieder dick im Geschäft

Ein Mann, vier Tore: Laurenz Wassinger (li., hier mit Vorbereiter Tolga Dilek) war gegen Altenbochum überhaupt nicht zu bremsen - nur von seinem Trainer, der ihn in der Endphase auswechselte.

Ein Mann, vier Tore: Laurenz Wassinger (li., hier mit Vorbereiter Tolga Dilek) war gegen Altenbochum überhaupt nicht zu bremsen - nur von seinem Trainer, der ihn in der Endphase auswechselte.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Der TuS Heven meldet sich in der Spitzengruppe der Bezirksliga mit einem 6:1 gegen Altenbochum zurück. Laurenz Wassinger trifft vierfach.

Heven. Mit einem 6:1 (4:0) hat der TuS Heven 09 dem Tabellendritten FC Altenbochum seine Grenzen aufgezeigt. Mann des Tages war einmal mehr Laurenz Wassinger, der den Bochumern vier Tore einschenkte.

Lediglich in den ersten Minuten, als sich die Teams noch etwas abtasteten, hätte man den Eindruck gewinnen können, dass Altenbochum sich in dieser Partie etwas ausrechnete. Allerdings machte die Kastner-Elf schnell klar, dass sie an diesem Tag offensiv viel mehr zu bieten hatte. Hari Coric jagte die Kugel in der fünften Minute aus zwölf Metern knapp über das Tor, und vier Minuten später knallte ein Schuss von Marc André Michel an die Latte. Je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurden die Unstimmigkeiten in der Altenbochumer Abwehr, die man sich gegen eine Mannschaft mit Laurenz Wassinger im Sturm nicht leisten darf.

Traumtor von Tumbul - Ball rauscht in den Winkel

Vor dem 1:0 bekamen die Gäste den Ball im Aufbau nicht aus dem eigenen Strafraum, Wassinger zeigte sich nicht lang überrascht, dass der Ball ihm plötzlich vor die Füße fiel, sondern schob ihn rechts unten ein. Das 2:0 gehörte eindeutig in die Kategorie Traumtor: Demir Tumbuls Schuss flog in der 20 Minute wie an der Schnur gezogen unhaltbar in den rechten Winkel des FC-Kastens. Nur eine Minute später tankte sich Tolga Dilek von links in den Strafraum, seinen Schuss wehrte der Gästekeeper noch ab, doch Wassinger staubte problemlos ab. Damit war die Partie entschieden, denn Altenbochum gab sich auf. Der Tabellendritte tat nichts mehr für das Spiel, sondern konzentrierte sich auf Nebenschauplätzen wie ums Meckern oder war für die nickeligen Fouls zuständig.

Kurz vor der Pause hatte Hevens Ibrahim El-Lahib den Gästekeeper schon an der Strafraumgrenze umspielt, bevor dieser ihm doch noch von hinten ein Bein stellte. Tolga Dilek verwandelte sicher zum 4:0-Pausenstand. Das Spiel war gerade erst wieder fünf Minuten alt, als Haric Coric im Strafraum an der Außenlinie gefoult wurde. Diesmal scheiterte Dilek am Keeper, doch Wassinger staubte eiskalt zum 5:0 ab.

FC Altenbochum in der Schlussphase nur noch zu zehnt

Altenbochums Nico Rinklake unterstrich seine Unlust, indem er sich innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten verdiente, von denen die zweite durchaus dunkelrot hätte sein können. Heven hatte nun etwas mehr Platz zum Kombinieren - der eingewechselte Nikolai Nehlson spielte sich mit mehreren Doppelpässen mit Kevin Wrede in den Strafraum, den letzten Schuss aufs leere Tor setzte dieser aber an den Pfosten. Laurenz Wassinger krönte in der 79. Minute seinen tollen Tag mit dem 6:0 per Schlenzer von der Strafraumgrenze. Altenbochums Ehrentor zum 6:1-Endstand hatte nur noch statistischen Wert. Der TuS Heven hat sich mit diesem Erfolg wieder auf den vierten Platz geschoben, und durch Welpers Heimniederlage gegen den TuS Harpen (2:4) sind es für die Wittener nur noch fünf Punkte Rückstand auf Platz eins.

TuS Heven: Wirges; Türker, Akcan, Yaman, Wassinger (79. Woischnik), Michel (70. Wrede), Kasumi, Coric, Tumbul, El-Lahib (75. Nehlson), Dilek (82. Wojtakowski). Torfolge: 1:0 Wassinger (15.), 2:0 Tumbul (20.), 3:0 Wassinger (21.), 4:0 Dilek (41., Foulelfmeter) 5:0, 6:0 Wassinger (50., 79.), 6:1 Allamushi (82.).
Bes. Vork.: Gelb-Rot gegen Rinklake (Altenbochum, 61.)

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