DAMENHANDBALL

TuS Bommern will sich gegen Senne ein Polster erspielen

Seit einigen Jahren schon eine wichtige Stütze des TuS Bommern: Josefine Bernstein (li.).

Seit einigen Jahren schon eine wichtige Stütze des TuS Bommern: Josefine Bernstein (li.).

Foto: Barbara Zabka

Bommern.   Im ersten Relegationsspiel gegen HT SF Senne will der TuS Bommern einen Vorsprung herauswerfen. Josefine Bernstein setzt auch aufs Publikum.

Die vier zuvor gewonnen Partien in Serie reichten den Handballerinnen des TuS Bommern nicht zur endgültigen Rettung in der Verbandsliga. Nach der herben 24:36-Niederlage bei Teutonia Riemke muss die Mannschaft von Trainer Heino Rickmann nun in die Relegation. Am Sonntag (16 Uhr, SuFz Bommern) geht’s im ersten von zwei Spielen gegen die Ostwestfälinnen des HT SF Senne. Vor dem wegweisenden Duell äußerte sich TuS-Akteurin Josefine Bernstein (23) im Gespräch mit WAZ-Sportredakteur Oliver Schinkewitz zu Bommerns Aussichten und warum die Saison nicht wunschgemäß verlief.

Wie war die Stimmung in Ihrer Mannschaft am letzten Liga-Wochenende? Trotz der Niederlage in Bochum hätte es ja noch reichen können für den TuS.

Bernstein: Nach unserem zugegeben miserablen Spiel in Riemke ging es uns auch noch einigermaßen - schließlich hatten wir alle darauf gesetzt, dass Wettringen beim BVB gewinnt. Als das dann aber nicht eintrat, war das für uns schon ein ziemlicher Schlag. Da gehen dir dann alle möglichen Spiele durch den Kopf, die vielleicht hätten anders laufen können.

Nur in zwei Punktspielen chancenlos

Der TuS Bommern war als Aufsteiger in die Saison gestartet. Warum lief es in der Verbandsliga sportlich bislang so schlecht für Ihr Team?

Das lässt sich wirklich schwer sagen. Wir waren in vielen Spielen ganz dicht dran. Deutlich verloren haben wir ja eigentlich nur in Brambauer und in Kinderhaus. Sonst waren wir nie chancenlos - und am Ende haben wir uns ja noch berappelt.

Die erfolgreichen Auftritte daheim gegen Brambauer, Kinderhaus oder Wettringen dienen also gewissermaßen als Motivationsspritze?

So sollte es sein. In diesen Spielen haben wir gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können. Darauf sollten wir aufbauen und am Sonntag vor hoffentlich vollen Rängen alles geben, damit wir einen möglichst klaren Sieg vorlegen können.

„Beste Lösung, die man finden konnte“

Welche Erkenntnisse haben Sie über den Gegner aus Bielefeld gewinnen können?

Der Trainer von Borussia Dortmund III, der offenbar damit gerechnet hatte, selbst in die Relegation zu müssen, hat Senne beobachtet und uns sein Video und uns seine Aufzeichnungen zukommen lassen. Auch Wettringens Trainer konnte etwas über die Mannschaft berichten, denn im Vorjahr spielte man noch gegeneinander. Senne hat eine gute Spielmacherin, die nicht nur selbst torgefährlich ist, sondern auch ihre Nebenleute gut in Szene setzt. Auch auf die Kreisläuferin müssen wir aufpassen. Aber machbar ist diese Aufgabe für uns, wir sind da zuversichtlich.

Während der Saison hat der TuS Bommern den Trainer gewechselt - auf Michael Wieczorek folgte Heino Rickmann. Wie war der Übergang?

Ich denke, die Ergebnisse seitdem sprechen für sich. Heino Rickmann hat vier Monate gute Arbeit geleistet - das war die beste Lösung, die man finden konnte.

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