HANDBALL-KREISPOKAL

TuS Bommern schüttelt Nachbar Herbede in Runde eins ab

Bester Torschütze seines Teams: Markus Schmitz (M.) vom TuS Bommern traf gegen den HSV Herbede neunmal.

Bester Torschütze seines Teams: Markus Schmitz (M.) vom TuS Bommern traf gegen den HSV Herbede neunmal.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Der TuS Bommern steht in der zweiten Pokalrunde auf Kreisebene. Mit 28:20 gewinnt der Oberligist gegen den HSV Herbede, der anfangs gut mithält.

Rund 20 Minuten lang hat der HSV Herbede im Kreispokal den hohen Favoriten TuS Bommern ein wenig ärgern können - dann aber zeigte selbst der ersatzgeschwächte Oberligist, dass er diese Partie durchaus ernst nahm. Am Ende wurde es ein recht deutlicher 28:20 (16:10)-Erfolg für die Bommeraner, bei denen wohl nur dieses eine Mal das Interims-Trainergespann Viktor Bensmann/Andreas Buchholz die Verantwortung trug.

„Wir haben in der ersten Halbzeit etwas zu wenig Tempo gemacht, den Vorwurf kann man der Mannschaft wohl machen“, so Bensmann in seinem Fazit. Dass in der Husemann-Sporthalle, in der für die knapp 100 Zuschauer ein strenges Hygiene-Konzept galt, nicht mit Haftmittel gespielt werden durfte, erwies sich letztlich aber nicht als zu großes Problem für den Viertliga-Neuling.

Einwechselung von Thomas Faeseke bringt einen Schub für den TuS Bommern

Lediglich ein einziges Mal gestattete man den Herbedern eine Führung. Das 2:1 für den Bezirksligisten erzielte Spielmacher Matthias Schmitz. Wenig später allerdings stand sein jüngerer Bruder Markus in Reihen des TuS Bommern im Blickpunkt, warf drei Treffer in Serie zum 4:2 für den Favoriten. Dennoch hielten die Schützlinge von HSV-Coach Marko Weiß weiter dagegen, machten selbst einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand (4:7/13.) wett - das 9:9 warf Rückraumschütze Alexander Czerkawski nach knapp 21 Minuten.

Das Bommeraner Trainerduo sah sich daher zu einer Auszeit genötigt, um dem Team ein paar Hinweise mit auf den Weg zu geben. Und um Routinier Thomas Faeseke ins Spiel zu bringen. Da im TuS-Rückraum die beiden etatmäßigen Linkshänder Marcel Tarlinski und Leon Fülber angeschlagen nur als Notnagel auf der Bank Platz genommen hatten, musste der Drittliga-erfahrene Faeseke ‘ran - und hatte mit zwei Treffern und einer genialen Vorlage entscheidenden Anteil daran, dass der TuS auf 14:9 wegzog (27.).

Herbedes Trainer hadert mit Schiedsrichter-Entscheidungen

Als die Seiten gewechselt wurden, lagen bereits sechs Treffer zwischen den beiden Mannschaften. Herbede hatte zusehends Probleme, sich gegen die aufmerksame Bommeraner Defensive durchzusetzen. Makellos war allein die Siebenmeter-Bilanz von Thomas Radtke, der alle vier Würfe im Kasten unterbrachte. Der Oberligist setzte sich eine Viertelstunde vor Schluss durch ein Faeseke-Tor auf 23:15 ab, damit war die Vorentscheidung eigentlich gefallen. In der Schlussphase aber kämpfte sich der HSV Herbede zumindest noch mal auf 18:23 (49.) und 20:25 (54.) heran. „Ärgerlich, dass wir dann noch ein paar leichte Tore kassiert haben. Mit acht Treffern Differenz zu verlieren, war mir am Ende ein wenig zu hoch“, so Herbedes Trainer Marko Weiß, der zudem mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen nicht einverstanden war.

HSV: Filter, Lange; Busch (1), M. Windfuhr (1), Meuren, Czerkawski (2), Schmitz (3), Brämer, Hake, Mazurek (1), Filla (1), Bottländer (2), Radtke (6/4), Haupt (3).
TuS: Beckmann, Goldkuhle; Mallach (3), Groß (2), Burbaum (2), Lindner (3), Vesper (2), Faeseke (4), Tarlinski (n. e.), Domanski (3), Schmitz (9/3), Fülber (n. e.).

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