HANDBALL

TuS Bommern erteilt Teutonia Riemke glatte Abfuhr

Wieder einmal entwischt Ole Vesper (li.) seinem Riemker Bewacher Jan Segatz. Der TuS-Youngster erzielte sieben Treffer in seinem ersten Verbandsligaspiel für die Bommeraner.

Wieder einmal entwischt Ole Vesper (li.) seinem Riemker Bewacher Jan Segatz. Der TuS-Youngster erzielte sieben Treffer in seinem ersten Verbandsligaspiel für die Bommeraner.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Über Nacht an der Spitze: Der TuS Bommern hat Teutonia Riemke mit 38:26 nach Hause geschickt, zeigte dabei eine richtig gute Leistung.

Bommern. „Wir wollten zwei Punkte holen und einen guten Einstieg feiern - das ist uns gelungen“, stellte Ingo Stary nach dem Saisonstart seines TuS Bommern zufrieden fest. Mit Detailfragen hielt er sich gar nicht lange auf nach dem 38:26 (19:11)-Erfolg über den chancenlosen Reviernachbarn SV Teutonia Riemke. Zumindest über Nacht schnappten sich die Wittener damit gleich mal die Tabellenführung.

Es ist ja nie ganz so einfach, den eigenen Leistungsstand direkt vor dem ersten Punktspiel einzuschätzen. Die Bommeraner Handballer aber hatten zumindest schon nach den ersten 15 Minuten vor den knapp 300 Zuschauern im TuS-Sportzentrum Gewissheit, dass ihnen dieser Gegner keine großen Probleme bereiten würde. Die Stary-Sieben drückte gleich mal gehörig aufs Gaspedal und stürzte die Teutonen von einer Verlegenheit in die nächste. Vier Treffer von Rechtsaußen Nils Leicht, dazu drei Tore von Youngster Ole Vesper, der einen richtig guten Abend erwischte - schon hieß es 10:2 für die Hausherren, die glänzende Kombinationen zeigten. So, als hätten sie schon ein paar Liga-Monate hinter sich und ihren Rhythmus längst gefunden.

TuS-Trainer lobt Spielfluss, Umschaltspiel und Tempo

„Der Spielfluss war richtig gut, auch das Umschaltspiel und unser Tempo haben mir gefallen“, zog TuS-Coach Stary später ein positives Fazit. Wohl wissend, dass noch deutlich schwierigere Aufgaben auf sein Team zukommen dürften. Was er ebenso registriert haben dürfte: Die Wittener ließen auch bis zum Seitenwechsel nicht locker, kamen immer wieder durch beherztes Zupacken in der Defensive zu Ballgewinnen, die sie zu recht einfachen Torerfolgen nutzten. Drei Treffer in Serie steuerte Felix Groß bis zum 13:4 (19.) bei, beim 18:8 (29.) von Mattis Kloppenburg waren es erstmals zehn Treffer Vorsprung. Als die Seiten gewechselt wurden, hieß es 19:11 für die Bommeraner.

Zwar ließen die TuS-Handballer schon vor der Pause eine Reihe von Großchancen ungenutzt, was sich auch im zweiten Abschnitt fortsetzte - ein wenig Luft nach oben wollte Ingo Stary seinen Schützlingen aber schon noch gestatteten, schaute großmütig darüber hinweg, dass es die Grün-Weißen versäumten, einen durchaus möglichen Kantersieg zu feiern. In den zweiten 30 Minuten lief dann auch der Motor bei TuS-Spielmacher Markus Schmitz so richtig heiß. Er brachte es auf insgesamt stattliche elf Treffer (bei vier Siebenmetern, die er teilweise aufreizend lässig verwandelte).

Ingo Stary nutzte die Gelegenheit, kräftig durchzuwechseln. So kam in der Schlussphase auch Routinier Andreas Buchholz am Kreis zu reichlich Spielzeit - und zeichnete sich dreimal als Torschütze aus. Für den 30. Treffer zeichnete Lukas Burbaum verantwortlich, nach 46 Minuten hieß es da 30:18. Leicht und locker spielten die Wittener ihr Pensum herunter, genossen weiterhin die Freiräume in der Riemker Defensive. Für die 40-Tore-Marke reichte es zwar am Ende nicht mehr ganz, doch auch so unterhielt der TuS Bommern sein Publikum prächtig.

TuS Bommern - Teutonia Riemke 38:26 (19:11). TuS: Goldkuhle, Uphues; Buchholz (3), Leicht (4), Groß (2), Kloppenburg (1), Burbaum (4), Lindner (1), Wickel, Blechschmidt, Vesper (7), Faeseke (2), Tarlinski (3), Schmitz (11/4). Zuschauer: 300.

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