DAMENHANDBALL

TuS Bommern bezahlt Auftaktsieg teuer

Auf dem Weg zum Krankenwagen begleiteten die Spielerinnen des TuS Bommern die an der Schulter verletzte Teamkollegin Lisa Espelmann.

Auf dem Weg zum Krankenwagen begleiteten die Spielerinnen des TuS Bommern die an der Schulter verletzte Teamkollegin Lisa Espelmann.

Foto: Oliver Schinkewitz

Zwei Punkte gewonnen, aber eine wichtige Spielerin für lange Zeit verloren: Der TuS Bommern bezahlt den 23:22-Sieg gegen Teutonia Riemke teuer.

Bommern. Die ersten beiden Punkte der neuen Saison sind eingetütet für die Handballerinnen des TuS Bommern. Allerdings mussten die Wittenerinnen den 23:22 (13:11)-Erfolg über Teutonia Riemke teuer bezahlen, denn Lisa Espelmann verletzte sich schon im ersten Abschnitt schwer an der Schulter.

„Ich würde diese beiden Punkte gerne eintauschen gegen eine gesunde Lisa“, meinte TuS-Trainerin Katja Niehörster nach der Partie geknickt. Nach knapp 20 Minuten passierte das Unheil: Bei dem Versuch, einen langen Pass zu spielen, kugelte sich die zierliche Ex-Riemkerin die rechte Schulter aus. Es dauerte lange, bis ein Notarzt in der Halle auftauchte und die Verletzung entsprechend versorgen konnte. „Es war dann sicherlich nicht einfach, mit dieser Situation umzugehen“, so Bommerns Trainer Rolf Albus. Doch sein Team, das zuvor mit 5:6 hinten gelegen hatte, steigerte sich nun minütlich und erarbeitete sich beim 11:8 (23.) erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung.

Miriam Wirges hilft noch einmal am Kreis aus und wirft drei Tore

Wichtig für die Bommeraner, dass Nina Hillebrecht im linken Rückraum doch spielen konnte und das Miriam Wirges noch einmal am Kreis aushalf, sich dort mit Josefine Bernstein abwechselte und vor der Pause drei blitzsaubere Treffer erzielte. Der TuS Bommern legte eine 13:11-Halbzeitführung vor, überzeugte vor allem in der Defensive und verschenkte sogar leichtfertig die Chance, sich noch deutlicher von Riemke abzusetzen.

Das gelang dann im zweiten Abschnitt, als der TuS hinten noch konsequenter zur Sache ging und es dem Gegner im Verbund mit Torfrau Yvonne Grabe zunehmend schwerer machte, zum Erfolg zu kommen. Über 16:12 (35.) zogen die Wittenerinnen auf 20:14 (45.) davon, wirkten wie der sichere Sieger.

Doch das Polster war trügerisch. Der TuS Bommern zollte dem hohen Aufwand Tribut, büßte nun Treffer um Treffer ein. Riemke bekam die zweite Luft, glich zum 21:21 (54.) aus und erzielte kurz darauf sogar die 22:21-Führung. „Da hat unsere Mannschaft dann Moral bewiesen und die Partie noch einmal gedreht - das war richtig klasse“, freute sich Rolf Albus. Rabea Striebeck glich aus, per Siebenmeter markierte Nina Hillebrecht den letzten und entscheidenden Treffer des Abends. „Wir sind aber immer noch nicht da, wo wir gerne hin wollen“, so der TuS-Coach. Am Abend war dann auch Lisa Espelmann aus dem Krankenhaus zurück, konnte noch ein wenig mitfeiern. Sie wird nun allerdings für lange Zeit aussetzen müssen.

TuS Bommern - SV Teutonia Riemke 23:22 (13:11). TuS: Biniasch, Grabe; Schmidt (3), Nievel (4/3), Menne, Hallfarth (1), Hillebrecht (3/1), Wirges (3), Wenzel (1), Bernstein (2), Berger (5), Espelmann, Striebeck (1).

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