Fußball

Thorsten Kastner will mit TuS Heven „guten Fußball bieten“

Ist mit der bisherigen Saisonvorbereitung seines Teams äußerst zufrieden: Thorsten Kastner, neuer Trainer des TuS Heven.

Ist mit der bisherigen Saisonvorbereitung seines Teams äußerst zufrieden: Thorsten Kastner, neuer Trainer des TuS Heven.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Witten.  Thorsten Kastner, der neue Trainer des TuS Heven, weiß um die Qualität seiner Mannschaft. Von Titeln reden will der neue Coach aber noch nicht.

16:1, 5:4, 4:1, 4:1 – an den Ergebnissen der ersten Testspiele lässt sich beim Tus Heven wenig meckern. Deshalb, aber vor allem aufgrund namhafter und hochklassig erfahrener Verstärkungen wie Demir Tumbul, Hari Coric oder Nikolai Nehlson gilt der TuS einhellig als Favorit bei der Stadtmeisterschaft, die am Samstag bei der DJK TuS Ruhrtal beginnt – und für viele ist Heven auch ein Anwärter auf den Meistertitel in der Bezirksliga. Auch Thorsten Kastner, der neue Trainer des TuS, weiß um die Qualität seiner Mannschaft. Von Titeln reden will er aber noch nicht.

Herr Kastner, ihre Mannschaft hat 31 Tore in vier Testspielen geschossen, dabei einmal ein 1:4 in ein 5:4 gedreht. Haben ihre Spieler schon Anfang Juli so viel Lust aufs Fußball spielen?

Ja, und so soll es ja auch sein! Die Jungs haben das am Wochenende sehr gut gemacht, wenn man bedenkt, dass wir eigentlich nur mit 12 oder 13 Mann unterwegs waren. Vom spielerischen her sieht es schon sehr, sehr gut aus – und die Torgeilheit ist auf jeden Fall auch da. Nur gegen Weitmar wollten wir am Anfang zu schöne Tore schießen – da kommt dann lieber ein Lupfer, statt einfach einzuschieben. Deshalb haben wir 1:4 zurückgelegen.

Wollen Sie im Training also daran arbeiten, noch mehr Tore zu schießen, noch effektiver zu werden?

Nein, in der zweiten Halbzeit war es dann ja auch besser. Gegen Vöde hat man es ja auch gesehen: Da ist keiner, der nur eigensinnig ist. Jeder legt gerne quer, jeder gönnt es dem anderen und die Jungs haben gemeinsam Spaß daran. Und das ist doch das schöne. Auch gegen Weitmar 45 war es in der zweiten Halbzeit gut, wir waren effektiv und wir haben noch gewonnen.

Was schon im ersten Spiel gegen Vöde auffällig war: Mit Hari Coric und Demir Tumbul hatten die beiden Neuzugänge direkt alles im Griff. Sind die beiden unangefochten die Chefs in der Zentrale?

Hari hat sich am Wochenende jetzt leider etwas am Knöchel verletzt. Aber klar, man sieht einfach die Qualität, die die haben. Man sieht vor allem aber den Spaß am Fußball. Die Spieler fühlen sich wohl in Heven, die haben einfach Lust – und dann kommen solche Geschichten auf den Platz.

Wenn das alles schon so gut läuft: Woran legen Sie in der Vorbereitung dann den Fokus?

Für uns ist entscheidend, dass wir uns einspielen, aneinander gewöhnen. Wir wollen eine Mannschaft werden – das ist in der Bezirksliga einfach schon unfassbar viel wert.

Sie zählen auf jeden Fall jetzt schon zu den Aufstiegsfavoriten zur Landesliga. Nehmen Sie die Favoritenrolle an?

Nein. Natürlich traue ich uns zu, da mitzuspielen, ich sehe uns da. Aber die Bezirksliga ist so stark, dass sicher sechs oder sieben Mannschaften nach ganz oben gehören. Da gehören dann mehrere Faktoren dazu. Vor allem erstmal, dass alle fit aus der Vorbereitung kommen. Ich stelle mich jetzt aber sicher nicht hin und sage, das wir Erster werden. Das entwickelt sich alles nach und nach.

Was ist die größte Baustelle auf dem Weg dahin?

Ganz entscheidend ist, dass wir hinten unsere Viererkette gut hinbekommen, dass wir eine stabile Abwehr haben. Im Mittelfeld habe ich keine Bedenken, so lange sich nicht mehrere Spieler verletzen. Im Angriff sind wir auch gut aufgestellt. Wir müssen jetzt vier Wochen daran arbeiten, hinten stabiler zu werden. Aber wir haben auch am Wochenende schon wenig zugelassen, deshalb bin ich sehr optimistisch. Ich werde jetzt nicht bei jedem Gegentor in der Vorbereitung Panik bekommen.

Bei der Stadtmeisterschaft sind Sie natürlich auch erster Kandidat auf den Titel.

Für mich geht es vor allem darum, dass wir den TuS Heven sehr gut vertreten. Wenn dabei ein Titel herauskommt, ist das natürlich sehr schön. Aber die Jungs werden da hingepeitscht, um den Zuschauern guten Fußball zu bieten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben