Fußball Bezirksliga

SV Bommern stellt sich in Bezirksliga auf Niederlagen ein

Lars Kozdron ist einer der jungen Spieler vom SV Bommern, die in der Bezirksliga den Klassenerhalt schaffen wollen.

Lars Kozdron ist einer der jungen Spieler vom SV Bommern, die in der Bezirksliga den Klassenerhalt schaffen wollen.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Witten.  Der Kader vom SV Bommern steht. Die Mannschaft muss sich darauf einstellen, nicht mehr das Spiel zu machen. Und das ist noch nicht alles.

Seit Ende 2017 ist Martin Freitas Trainer des SV Bommern, übernahm die Mannschaft in der Bezirksliga-Winterpause mit 13 Punkten und elf Niederlagen. Fünf Monate später war der Abstieg nicht mehr abzuwenden. Vor dem letzten Bezirksliga-Heimspiel 2018 sagte Freitas: „Wir müssen uns junge, hungrige Burschen suchen, die wir dann weiter zu guten Fußballern entwickeln.“

Das ist das Leitmotiv auch in diesem Sommer gewesen, obwohl die Bommeraner ihren Kader größtenteils zusammen hielten – sowohl nach dem Abstieg 2018 als auch nach dem direkten Wiederaufstieg 2019.

Neun Neuzugänge für den jungen Kader

25 Spieler machten sich am vergangenen Sonntagmorgen auf die Laufrunde vor dem von Trainer Martin Freitas angesetzten Trainingstag. Darunter neun Neuzugänge, aber eben auch einige Spieler, die beim Abstieg vor zwei Jahren schon dabei waren. „Das muss man hervorheben“, sagt der Sportliche Leiter Florian Brommer, „dass die Jungs sich damals entschlossen haben, das geradezubiegen – nach dem Abstieg hatten wir nur ein oder zwei Abgänge.“ Und aus den Absteigern wurden Aufsteigern.

Damit aus den Aufsteigern nicht wieder Absteiger werden – und um nichts anderes als den Klassenerhalt geht es für den SVB – wurde der Kader jetzt in der Breite verstärkt und vor allem verjüngt. Leon Hiltrop und Ruben Schlüter rücken aus der eigenen A-Jugend auf, auch Jan Rohmann (TuS Esborn), Danny Kranz (SSV Buer) und Alexander Gens (ASSV Letmathe) stehen noch ziemlich oder ganz am Anfang ihrer Senioren-Laufbahn.

Keine Möglichkeit, Geld auszugeben

Abgegangen sind einige Spieler in die eigene Zweite, der Wechsel von Patrick Bräuer nach Herbede schmerzt. Aber grundsätzlich hat der SVB seinen Kader behalten und noch verstärkt. „Es gibt für uns keine Alternative, als auf junge Leute zu setzen“, sagt Brommer. „Wir haben nicht die Möglichkeit, Geld auszugeben, wie andere Bezirksligisten. Wir setzen, wie jetzt seit acht Jahren darauf, dass sich das Bommern-Gefühl in der Mannschaft wieder entwickelt und die Älteren es auf die Jungen übertragen.“

Ein ganz entscheidender Faktor bei der Kaderzusammenstellung sei dazu Trainer Martin Freitas gewesen. „Er gibt jungen Spielern die Chance, Bezirksliga zu spielen und sich zu entwickeln.“ Allerdings wird auch der mit der Mannschaft auf neue Herausforderungen stoßen – geht die aber offensiv an. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir etliche Spiele verlieren. Das ist nicht so einfach, wenn man eine Saison lang die meisten Partien gewonnen hat. Klar wollen wir die Aufstiegseuphorie nutzen, aber wir dürfen nicht blauäugig in die Saison gehen“, meinte Freitas im Interview zum Vorbereitungsstart.

Hartes Programm zum Auftakt

Insgesamt geht Brommer davon aus, „dass wir im Gegensatz zur A-Liga erstmal nicht die Mannschaft sind, die das Spiel macht.“ Frühe Erfolgserlebnisse werden entscheidend für den SVB – in den ersten fünf Spielen kommen allerdings gleich drei der heißesten Aufstiegskandidaten an den Goltenbusch.

Weitmar zum Auftakt, dann die SG Welper, am fünften Spieltag (8. September) dann das Derby gegen den TuS Heven, insbesondere Welper und Heven zählt Brommer angesichts der Neuverpflichtungen zu den Favoriten. „Wir haben uns in der Staffel sechs nicht unwohl gefühlt“, meint Brommer dazu, dass es dieses Derby in der Bochumer Staffel nun geben wird, nachdem Bommern beim letzten Mal in der Hagener Staffel spielte. „Aber in der Staffel 10 gibt es mehr Derbys – und vor allem das gegen Heven. Und wenn es in dieser Stadt schon nur noch zwei Bezirksligisten gibt, dann würde es dem Wittener Fußball sicher nicht gerecht, wenn es das Derby nicht geben würde.“

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