FUSSBALL

SV Bommern machts unnötig spannend

Spielmacher Michael Kraus (li.) stellte seinen Torriecher unter Beweis und netzte zum 2:1 ein.

Spielmacher Michael Kraus (li.) stellte seinen Torriecher unter Beweis und netzte zum 2:1 ein.

Foto: Jürgen Theobald

Bommern.   Freitas-Elf zeigt sich beim 3:2-Erfolg gegen Weitmar 09 streckenweise viel zu transusig. Zwei-Tore-Führung fast noch verspielt.

SV Bommern 05 -
SV BW Weitmar 09 3:2 (1:1)

Torfolge: 1:0 Schröder (19.), 1:1 (44.), 2:1 Kraus (53.), 3:1 Schröder (73.), 3:2 (78.).

Nichts für schwache Nerven war der 3:2 (1:1)-Erfolg des SV Bommern gegen den SV BW Weitmer 09. Eigentlich hatten die Hausherren in der Gaslock-Arena am Goltenbusch das Spiel über weite Strecken im Griff. Doch zwischendurch lullte man sich quasi selbst ein. Das spielte den Gästen in die Karten und brachte Trainer Martin Freitas auf die Palme.

„Ich verstehe das ein einfach. Wir müssen unseren Stiefel einfach mal souverän herunterspielen“, war der Bommeraner Coach trotz Heimsiegs und drei Punkten nur mäßig zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. Dabei fing es gut an für die Grün-Schwarzen. Benjamin Schröder schob nach Vorlage von Alexander Meyer zum 1:0 ein (19.). Und so hätte es weitergehen können. Ein zweiter und sogar dritter Treffer hätte für den Gastgeber durchaus fallen können. Tat er aber nicht.

Stattdessen wurde das SVB-Spiel immer sorgloser. Fast schon lethargisch. „Das ist für mich einfach unergründlich“, meinte Freitas ziemlich ratlos. Denn einen offensichtlichen Auslöser auf dem Platz gab es für den plötzlich trantütigen Auftritt der Seinen nicht. So passierte, was zwangsläufig passieren musste. Weitmar glich aus. Im Vorwärtsgang vertendelten die Wittener den Ball, der vom Gegner postwendend auf den linken Flügel gespielt wurde. Es folgten eine präzise Flanke und das 1:1. Bochums Henri Schettler stand in der Mitte goldrichtig und ließ Bommerns Keeper Sebastian Hesse aus kurzer Distanz keine Chance (44.).

„Da sitzt du wirklich in der Halbzeit und fragst dich, was hier gerade passiert ist“, so Freitas, der für den zweiten Durchgang ein wenig umstellte und Torjäger Benjamin Schröder ein Stückchen zurückzog, um mehr Druck im Zentrum aufzubauen.

Das gelang nach wackeligen ersten zehn Minuten in Halbzeit zwei auch. Michael Kraus war nach einer Ecke mit der erneuten Führung zur Stelle (53.), ehe Schröder mit einer feinen Einzelaktion sogar auf 3:1 erhöhte (73.). Die Vorentscheidung? Mitnichten! Denn wieder schlug die Trantütigkeit zu. Statt den Vorsprung zu verwalten, spielte der SVB weiter nach vorne und fing sich nach einem Konter der Gäste das 3:2 (78.). „Ich bin fast wahnsinnig geworden“, sagte Freitas, dessen Nervenkostüm wohl nur ganz blieb, weil danach nichts mehr passierte.

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