JUDO

SUA ist bereit für das Revier-Derby

Nach dem 8:6-Heimsieg gegen die Bottroper im Vorjahr feierten die Judoka der SU Annen ausgelassen.

Foto: Biene Hagel

Nach dem 8:6-Heimsieg gegen die Bottroper im Vorjahr feierten die Judoka der SU Annen ausgelassen. Foto: Biene Hagel

Witten.   Das immergrüne Duell zwischen dem JC 66 Bottrop und der SU Annen geht am Samstag in die nächste Runde. Stefan Oldenburg erwartet knappen Ausgang.

Kann die Sport-Union Annen noch mal ins Rennen um den so wichtigen zweiten Platz in der Nord-Gruppe der Bundesliga eingreifen? Die Chance jedenfalls scheint durchaus realistisch, denn die Wittener Judoka sind derzeit punktgleich mit dem zweitplatzierten Club Judo in Holle. Am Sam-stag (17 Uhr, Dieter-Renz-Halle) gilt es erst einmal, im immergrünen Derby beim JC 66 Bottrop zu bestehen. Ein Erfolg in diesem Prestigeduell wäre auch psychologisch enorm wertvoll für die SUA.

Viermal haben die Annener in dieser Saison schon auf der Judomatte gestanden, dabei zwei Siege und ein Remis erreicht. „Wir sind natürlich darauf aus, den zweiten Platz nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Trainer Stefan Oldenburg. Auch wenn der Vergleich mit Titelverteidiger und Topfavorit Hamburger JT (30. Juni) noch aussteht - sollten die Wittener die durchaus lösbaren Aufgaben in Bottrop, gegen Spremberg und gegen Aachen-Walheim bewältigen, wären sie in Sachen Vizemeisterschaft in der Nord-Gruppe wieder ganz dick im Geschäft.

In den zurückliegenden Vergleichen mit dem JC 66 Bottrop hatten die Wittener meist das bessere Ende auf ihrer Seite. Erst einmal zog man da den Kürzeren - im vorigen Jahr setzte man sich daheim mit 8:6 knapp durch. „Ich gehe davon aus, dass es auch diesmal wieder eine ganz enge Kiste wird. Ähnlich wie schon gegen Bad Godesberg“, mutmaßt Oldenburg. Das Team um JC-Trainer Sven Helbing habe gegenüber dem Vorjahr weiter an Qualität gewonnen. „Ich denke, sie haben ihre Lehren aus den letzten Jahren gezogen. In der Breite sind die Bottroper jetzt viel besser aufgestellt, haben vor allem auch einige starke Ausländer in ihren Reihen.“ Vor allem der Niederländer Tornike Tsjakadoea (-60 kg) oder die italienische Riege um Giuliano Loporchio (-100 kg) gilt es zu beachten. Aber auch die deutschen Judoka wie Kalala Ngoy oder Dominik Gosens haben Qualität.

„Natürlich wollen wir dieses Derby für uns entscheiden und weiterhin den Nimbus als Nummer eins in Nordrhein-Westfalen wahren“, sagt der 29-Jährige, der am Samstag gegen Dauerrivale Bottrop auch selbst wieder auf die Matte gehen wird. Grundsätzlich aber wollen die SUA-Verantwortlichen nicht von ihrer Linie abrücken, in erster Linie auf die starken Eigengewächse zu setzen. So werden wie schon gegen Bad Godesberg wohl auch diesmal wieder Jens Malewany, Nicki Graczyk, Andreas Altergott oder auch Jonas Schreiber für die SUA die Kohlen aus dem Feuer zu holen versuchen. Für zwei Akteure aus dem Wittener Kader hat der Derby-Vergleich mit den Bottropern noch eine ganz besondere Note: Die Schwergewichtler Martin Garic und Tobias Pahnke trugen beide auch schon den Dress der „Piraten“, sind entsprechend zusätzlich motiviert.

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