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SU Annen will Hürde Esslingen nehmen

Nicht nur am Rande der Matte muss SUA-Trainer Stefan Oldenburg (M.) gegen den DM-Dritten aus Esslingen alles geben, auch als aktiver Kämpfer sind seine Qualitäten am Samstag gefragt.

Foto: Tanja Schneider

Nicht nur am Rande der Matte muss SUA-Trainer Stefan Oldenburg (M.) gegen den DM-Dritten aus Esslingen alles geben, auch als aktiver Kämpfer sind seine Qualitäten am Samstag gefragt. Foto: Tanja Schneider

Witten.   Bundesligist SU Annen hat mit dem Süd-Zweiten KSV Esslingen ein dickes Brett zu bohren. Mit Martin Matijass fehlt eine wichtige Stammkraft.

Die Bronzemedaille in der Vorsaison war ein großer Erfolg, ein vollauf verdienter dazu für die Bundesliga-Judoka der Sport-Union Annen. Jetzt steht das Team um Marcel Haupt und Stefan Oldenburg wieder kurz davor, Edelmetall in der Eliteklasse abzugreifen. Letzte Hürde vor der Qualifikation fürs Endrunden-Turnier ist der Süd-Zweite KSV Esslingen, der sich zum ersten der beiden Viertelfinal-Duelle am Samstag (18 Uhr) im Dojo am Kälberweg vorstellt.

Wie machbar oder wie schwer diese Aufgabe letztlich sein wird, „das wissen wir erst, wenn wir sehen, wen Esslingen an die Waage bringt“, kann auch SUA-Coach Stefan Oldenburg vorab noch nicht genau abschätzen, mit welchem Aufgebot die Baden-Württemberger in die Ruhrstadt kommen werden. „Auf jeden Fall haben die Esslinger einige hervorragende Judoka in ihren Reihen - das wird auf jeden Fall eine knappe Kiste. Ich rechne mit einem engen Ergebnis, da werden Kleinigkeiten für die Entscheidung sorgen“, mutmaßt der 29-jährige Ur-Wittener.

Natürlich wird Oldenburg auch selbst wieder auf die Matte gehen - davon ist auszugehen. In seiner Gewichtsklasse (bis 81 kg) ist er aufgrund der Schulterverletzung von Martin Matijass, der nicht zur Verfügung steht, allemal gesetzt. Zudem ist der Belgier Matthias Casse ebenso wie Landsmann Jorre Verstraeten (-60 kg) beim Grand-Prix-Turnier in Zagreb im Einsatz, wäre somit erst im Rückkampf ein Thema.

„Im vergangenen Jahr haben wir das Viertelfinale gegen Leipzig gewonnen, davor sind wir öfter auf Ettlingen getroffen. Ist ‘ne Weile her, dass wir es mit den Esslingern zu tun hatten“, blickt Oldenburg zurück. Und auch damals habe man durchaus gut ausgesehen gegen die Württemberger, lag auf Augenhöhe mit dem KSV, der 2015 immerhin Deutscher Vizemeister war und sich ohnehin regelmäßig für das Turnier der besten vier Teams qualifiziert.

Auch die Esslinger gehen im Übrigen davon aus, dass es „ganz schön eng werden kann“, so Teamchef Carsten Finkbeiner. „Je nachdem, wie stark sich die Wittener präsentieren, können sie uns durchaus gefährlich werden. Im letzten Jahr war ich vor dem Viertelfinale ziemlich entspannt - diesmal nicht so“, ließ Finkbeiner wissen, dessen Mannschaft ohne Auswahlkämpfer Sandro Makatsaria (-90 kg) auskommen muss, der mit dem DJB-Kader zum Grand-Prix-Wettkampf nach Zagreb gereist ist.

SUA hofft auf lautstarken Anhang

Die Sport-Union, die am Samstag am Kälberweg einmal mehr auf ein volles Haus und damit auf die stimmgewaltige Rückendeckung seiner Fans hofft, kann anders als während der Bundesliga-Vorrunde, wo man diesmal hinter dem UJKC Potsdam und dem Titelverteidiger Hamburger JT den dritten Platz belegte, personell so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. In erster Linie bauen die SUA-Macher wieder auf ihre eifrigsten Punktesammler wie WM-Teilnehmer Moritz Plafky, Leon Philipp, Max Strote oder Schwergewichtler Pierre Borkowski, der es im Viertelfinal-Duell wohl mit dem mehrfachen Deutschen Meister Sven Heinle zu tun bekommt. Welchen seiner ausländischen Judoka SUA-Coach Stefan Oldenburg gegen Esslingen einsetzen wird, das wollte er vorab aus taktischen Gründen nicht an die große Glocke hängen. Sollte es am Samstag zu einem komfortablen Sieg reichen, ist die Bronzemedaille schon ganz nahe.

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