JUDO

SU Annen schafft klare Verhältnisse

Starke Auftritte lieferte der Niederländer Simeon Catharina (re.) im SUA-Dress bei seinen zwei Siegen gegen den KSC Asahi Spremberg ab. Die Wittener gewannen glatt mit 11:3.

Starke Auftritte lieferte der Niederländer Simeon Catharina (re.) im SUA-Dress bei seinen zwei Siegen gegen den KSC Asahi Spremberg ab. Die Wittener gewannen glatt mit 11:3.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Den höchsten Saisonsieg feiern die Judoka der Sport-Union Annen mit dem 11:3 gegen den KSC Asahi Spremberg. Ein belgischer Youngster ragt heraus.

11:3SU Annen - KSC Spremberg

Daheim bleibt die Weste der Bundesliga-Judoka von der Sport-Union Annen blütenweiß. Auch den dritten Heimkampf gewann das Team von Stefan Oldenburg und Marcel Haupt, setzte sich deutlich gegen den KSC Asahi Spremberg durch. „Das war heute die richtige Antwort auf die deutliche Niederlage in Potsdam oder auf das unglückliche Unentschieden in Bottrop“, so Haupt nach dem 11:3 gegen die Brandenburger.

Ein wenig gehandicapt war Spremberg, das den Wittenern im Vorjahr noch ein 7:7 abgetrotzt hatte, allerdings aufgrund einiger verletzungsbedingter Ausfälle. Der Kader von Trainer Mike Göpfert war so weit geschrumpft, dass der KSC sogar das zweite 90-Kilo-Duell gegen Martin Matijass abschenken musste. „Das soll aber nicht heißen, dass sie hier mit einer schwachen Mannschaft angetreten sind. Die Jungs, die Spremberg aufgeboten hat, haben durchaus Qualität“, erklärte Stefan Oldenburg.

Punkt-Geschenk für Matijass

Jedoch hatten auch die Annener am Samstag ein starkes Aufgebot beisammen. Diesmal setzte die SUA sogar erstmals wieder auf zwei ausländische Kämpfer: Neben dem Niederländer Simeon Catharina (-100 kg) hatte man auch den kleinen Belgier Jorre Verstraeten (-60 kg) eingeladen, um in der untersten Gewichtsklasse auf Nummer sicher gehen zu können. „Er ist ein absoluter Klassemann - und das schon in so jungen Jahren“, lobte Haupt den 20-Jährigen.

Nachdem Thomas Graczyk in der 73-kg-Klasse gegen Oleg Ilts für den ersten Wittener Punkt gesorgt hatte, zeigte Mattenfloh Verstraeten, der erstmals vor dem Annener Publikum antrat, sein Können. Immer wieder attackierte er Max Zimmermann, bis er nach gut zwei Minuten am Boden zum entscheidenden Würgegriff ansetzte. „Das macht er einfach richtig gut. Der Übergang Stand-Boden ist bei Jorre herausragend“, so die SUA-Trainer.

Wenig später hieß es gar 3:0 für die Gastgeber, weil Catharina gegen Valentin Kiesche per Haltegriff überlegen vorzeitig siegte. Den einzigen Punkt in Runde eins gab aus Sicht der Sport-Union Schwergewichtler Tobias Pahnke ab, der sich dem sperrigen Polen Tomasz Domanski im Haltegriff beugen musste. Für klare Verhältnisse sorgten im Anschluss Martin Matijass (-90 kg) und Nicki Graczyk (-66 kg), die jeweils dank zweier Waza-ari-Wertungen die Nase vorn hatten. Im letzten Duell von Durchgang eins lag Andreas Altergott (-81 kg) zwar gegen den Ex-Wittener Johannes Karsch mit Waza-ari hinten, doch dann landete das SUA-Eigengewächs mit einem blitzsauberen Tani-otoshi (Talfallzug) am Mattenrand gegen den verdutzten Brandenburger den Punktgewinn zum 6:1.

Während die Gäste ob ihrer Personalsorgen kaum adäquat wechseln konnten, hatten die Annener quasi die Qual der Wahl. Einzig Martin Garic (angeschlagen) und Jonas Schreiber (Kampfverbot seitens des U 21-Bundestrainers) blieben bei den Planungen außen vor. So kam im 73-kg-Limit Maurice Püchel zu seinem Recht, der sein Duell mit Daniel Lenk spektakulär gewann. Für den vorzeitigen Mannschaftserfolg sorgte dann der Belgier Verstraeten, der nach nur 36 Sekunden mit einem Streckhebel punktete - das 8:1 für Annen. Den neunten Zähler holte Simeon Catharina mit einem satten Seoi-nage (Schulterwurf) an Bord.

Dann ging es zügig: Zunächst verlor Björn Hangebrauck erwartungsgemäß gegen den Polen Domanski, der ebenfalls einen Streckhebel durchbrachte, dann schenkte Spremberg den Wittenern besagten 90-kg-Kampf. Nicki Graczyk musste im Anschluss noch bis in den „Golden Score“, verlor unglücklich gegen Lukas Gerlach, doch Stefan Oldenburg legte mit einem herrlichen Ura-nage (Überwurf) gleich Punkt Nummer elf nach, zurrte den höchsten Saisonsieg fest. „Heute hat die Mannschaft mal gezeigt, was in ihr steckt“, so Marcel Haupt. Zum kommenden Auswärtsduell mit Titelverteidiger Hamburger JT (30. Juni) reist Annen ohne Druck.

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