SPORTKEGELN

SU Annen schafft im vierten Anlauf Sprung in die NRW-Liga

Im wahrsten Wortsinn ein „umwerfendes“ Team: Die Mannschaft der Sport-Union Annen hat sich für eine tolle Saison belohnt und den Aufstieg in die NRW-Liga durch zwei Siege gegen Ostbevern perfekt gemacht.

Im wahrsten Wortsinn ein „umwerfendes“ Team: Die Mannschaft der Sport-Union Annen hat sich für eine tolle Saison belohnt und den Aufstieg in die NRW-Liga durch zwei Siege gegen Ostbevern perfekt gemacht.

Foto: SUA

Mülheim/Ruhr.   Nach drei vergeblichen Versuchen stehen die Kegler der SU Annen als Aufsteiger in die dritte Liga fest. Die Relegation gewann man souverän.

Drei vergebliche Anläufe hatten die Sportkegler der SU Annen in der jüngeren Vergangenheit unternommen, um in die NRW-Liga aufzusteigen. Jedes Mal war man kurz vor dem Ziel gescheitert - die Relegationsspiele in Mönchengladbach, Iserlohn oder Gelsenkirchen hält man gewiss nicht in bleibender Erinnerung. Anders die Tour nach Mülheim an der Ruhr - diesmal sollte es endlich gelingen. Mit zwei glatten Siegen gegen den BSV Ostbevern, Gewinner der Regionalliga-Parallelgruppe, glückte den Unionern erstmals in der Clubgeschichte der Sprung in die NRW-Liga. Aller guten Dinge sind für Annen scheinbar vier.

„Im Vorfeld wurden sogar die Bahnen getestet und begutachtet. Sogar Lauf der Kugeln hat man sich auf einen Zettel geschrieben, ähnlich wie damals Jens Lehmann bei der Fußball-WM“, erinnerte SUA-Sprecher Gereon Meier an die ebenso penible Vorbereitung des früheren deutschen Weltklasse-Torhüters. Nur dass es diesmal nicht um argentinische Elfmeterschützen ging, sondern um Kegelbahnen in Mülheim. „Gespielt haben wir da ja vorher noch nicht“, so Annens Ingo Huszar, der zum erfolgreichen Sextett gehörte.

SUA-Anhänger sorgen für tolle Stimmung

Mit rund 30 Fans war die Sport-Union angereist - und die sorgten in der entscheidenden Phase des Vergleichs mit dem BSV Ostbevern für mächtig Stimmung. „Wir hatten Trommeln dabei, ein paar Tröten - da war mächtig was los“, so Gereon Meier. Da konnte also gar nicht mehr so viel schief gehen. Im ersten der drei Blöcke mussten Dieter Pütter und der wegen einer Oberschenkel-Zerrung leicht angeschlagene Ingo Huszar ‘ran. Zu Beginn lag Ostbevern zwar noch leicht in Front, weil die Annener ihren Rhythmus noch nicht so recht fanden, doch nach absolvierten 120 Wurf konnte sich die Bilanz schon mal sehen lassen: 803 Holz für Huszar, 791 für Pütter - gleich mal ein Polster von 113 Zählern für die Wittener. „Wir waren als leichte Favoriten in die Partie gegangen“, stellte SUA-Geschäftsführer Huszar klar. Und dieser Rolle wurden die Wittener auch nach und nach gerecht. Im Mittelblock bauten Emir Cabric (762) und Markus Schmid (757) die Führung immerhin um 18 Holz aus, das Spitzenduo Carsten Finke (826) und Thorsten Stahl (768) legten noch 71 Zähler drauf - die erste Partie ging deutlich mit 4707:4505 an die Sport-Union Annen.

Am Ende mit 379 Holz vor Widersacher Ostbevern

Hatten im ersten Vergleich nur zwei Wittener die 800-er-Marke übertroffen, steigerten sich die SUA-Kegler im „Rückspiel“ beträchtlich. Jetzt knackten gleich vier Spieler die ominöse Marke - und auch wenn Ostbevern ebenso zulegte, war spätestens nach dem zweiten Block die Vorentscheidung zugunsten des Favoriten gefallen. Emir Cabric (800) und Carsten Finke (836), dann Dieter Pütter (779) und Ingo Huszar mit herausragenden 854 Holz - der Rest der Partie war nur noch Formsache. Auch Markus Schmid (837) und Thorsten Stahl (846) kamen nun viel besser mit den Bahnen zurecht, sorgten für einen 4952:4775-Erfolg im zweiten Vergleich. Das bedeutete insgesamt ein Plus von stattlichen 379 Holz. Die Unioner durften ausgelassen ihren erstmaligen NRW-Liga-Aufstieg feiern.

„Der Fluch der letzten Jahre ist verflogen“, brachte es Gereon Meier auf den Punkt. „Wir waren am Spieltag alle in Topform“, attestierte auch Ingo Huszar seinem Team einen Gala-Auftritt. „Ich hab’ zwar bis heute noch Muskelkater“, so der 40-Jährige - die Freude über den sportlichen Triumph lässt ihn diesen aber wohl locker verkraften.

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