JUDO

SU Annen reist als Spitzenreiter nach Brandenburg

Durchaus denkbar, dass am Samstag Aeneas Paul (li.), der selbst diese brenzlige Situation im Kampf gegen Potsdam unbeschadet überstand, zum Einsatz kommt.

Durchaus denkbar, dass am Samstag Aeneas Paul (li.), der selbst diese brenzlige Situation im Kampf gegen Potsdam unbeschadet überstand, zum Einsatz kommt.

Foto: Bastian Haumann

Witten.   Mit bislang makelloser Bilanz reisen die Judoka der SU Annen nach Spremberg. Im Schwergewicht tut sich wegen einiger Ausfälle eine Lücke auf.

Eines ist gewiss: Die Tabellenführung werden die Bundesliga-Judoka der Sport-Union Annen auch am Samstagabend noch inne haben. Denn vor dem Auswärtskampf beim KSC Asahi Spremberg (Beginn: 18 Uhr) liegen die Wittener mit drei Zählern vor dem ersten Verfolger TSV Hertha Walheim. Am liebsten jedoch würde die SUA mit weiterhin blütenreiner Weste die lange Heimreise antreten - ganz so einfach wird dieses Unterfangen aufgrund des personellen Engpasses aber nicht.

„Wir fahren schon mit ein paar Sorgenfalten nach Spremberg“, so Trainer Stefan Oldenburg. Die Annener sind aktuell ohnehin ein wenig gebeutelt durch die Ausfälle wichtiger Stammkräfte. „Unter der Woche kamen aber noch welche hinzu“, so der 30-Jährige. Dennoch habe er gemeinsam mit Trainerkollege Marcel Haupt ein schlagkräftiges Team auf die Beine gestellt, das durchaus in der Lage sein sollte, zumindest ein Remis aus Brandenburg mitzubringen.

Ferdinand Ansah rückt kurzfristig in den Kader

Besonders drückt der Schuh bei den SUA-Judoka derzeit im Schwergewicht. U 21-Ass Jonas Schreiber kämpft am Wochenende in Malaga beim Europacup, Tobias Pahnke ist nicht verfügbar. Zudem winkte nun auch Martin Garic ab, der sich einen Virus eingefangen hat und daheim in Bayern bleibt. „Damit müssen wir in den oberen Gewichtsklassen schon ein wenig taktieren“, verrät Oldenburg. Immerhin können die Wittener neben Routinier Manuel Neumann auch auf den Niederländer Ferdinand Ansah bauen, der kurzfristig einsprang für einen anderen Judoka, den die SUA eingeplant hatte.

„Wir müssen das taktisch klug anstellen, weil wir in Sachen Wechsel nun nicht mehr so viele Möglichkeiten haben“, sagt Oldenburg. Mit gut einem Dutzend Kämpfer tritt die Sport-Union die rund 600 Autobahnkilometer lange Tour an - „auch die wird der Mannschaft sicherlich in den Knochen stecken“, gibt der Coach zu bedenken. Man treffe in Spremberg zwar auf ein Team, das bislang erst 2:6-Punkte auf dem Konto habe (nur gegen Hannover gab’s einen Sieg), doch unbequem sei der Gastgeber allemal, habe u. a. einige starke polnische Kämpfer im Kader. „Im Vorjahr haben wir hoch gegen sie gewonnen, davor aber kamen wir dort nicht über ein 7:7 hinaus“, erinnert sich der Trainer.

In den unteren Gewichtsklassen (u. a. dank des noch ungeschlagenen Jens Malewany sowie Leon Philipp und Maxime Junghänel) rechne man gegenüber Spremberg mit leichten Vorteilen, auch die Ausländer sollten punkten. „Dann könnte es reichen“, so Oldenburg.

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