JUDO

SU Annen hat zwei Zähler fest eingeplant

Reicht es schon wieder für einen ersten Einsatz nach langer Verletzungspause? Annens Marcel Haupt (re.) könnte gegen den 1. Godesberger JC wieder fit sein.

Reicht es schon wieder für einen ersten Einsatz nach langer Verletzungspause? Annens Marcel Haupt (re.) könnte gegen den 1. Godesberger JC wieder fit sein.

Foto: Biene Hagel

Witten.   Die Judoka der SU Annen haben zuletzt in Potsdam eine deftige Niederlage einstecken müssen. Gegen Aufsteiger Godesberg soll nun ein Sieg her.

Einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage haben die Judoka der Sport-Union Annen in der laufenden Bundesliga-Saison bislang erkämpft. Damit liegen die Wittener einigermaßen im Soll, wenngleich die deutliche Niederlage in Potsdam die Richtung bereits vorgegeben haben dürfte - in Sachen Endrunden-Qualifikation müsste die SUA jetzt schon eine gewaltige Serie hinlegen. Einen Sieg am Samstag (18 Uhr, Sportzentrum Kälberweg) gegen Aufsteiger 1. Godesberger JC hat man ohnehin fest eingeplant bei den Ruhrstädtern.

Betrachtet man das nackte Zahlenwerk beim Neuling aus dem Rheinland, so dürfte die Favoritenrolle am Samstag im SUA-Dojo klar verteilt sein. Die Godesberger warten nach den Niederlagen gegen Spremberg (3:11), in Hamburg (1:13) und gegen Aachen-Walheim (5:9) weiter auf den ersten Punktgewinn. Den ausgerechnet in Witten an die Bonner zu verteilen, so großzügig wollen die Gastgeber dann doch nicht sein. Denn mit 3:3-Punkten kann die Truppe um das Trainergespann Stefan Oldenburg/Marcel Haupt auf Rang fünf in der Nordstaffel längst nicht zufrieden sein.

„Für uns ist das am Samstag ein ganz wichtiger Kampf, den wir natürlich für uns entscheiden wollen“, gibt Stefan Oldenburg die Richtung vor. Ähnlich wie schon gegen Bayer Leverkusen (9:5) sollen auch diesmal die Zähler an der Ruhr bleiben. Und auch in den weiteren Duellen mit Spremberg, dem JC Bottrop und Aachen-Walheim haben sich die Annener Erfolgserlebnisse vorgenommen, um in der Tabelle zumindest in Wurfweite zu den Rivalen aus Potsdam aufzurücken.

Was die Wittener am Samstag gegen den Bundesliga-Aufsteiger aus der einstigen deutschen Hauptstadt erwartet? „Vermutlich so eine Art Wundertüte“, grübelt auch Stefan Oldenburg beim Blick auf die personelle Besetzung der Gäste. „Das ist wirklich ein schwer einzuschätzender Gegner. Da sind einige richtig gute Leute dabei - ein Selbstläufer wird das sicherlich nicht. Allerdings“, so der 29-Jähige, der nach seiner Pause in Potsdam auch wieder selbst auf die Matte gehen wird, „sollten wir schon selbstbewusst genug auftreten und sagen, dass wir in eigener Halle punkten sollten.“

Starke rumänische Fraktion

Das von Florin Petrehele (40) gecoachte Godesberger Team baut u. a. auf eine starke rumänische Fraktion. „Vor allem in den oberen Gewichtsklassen sind da schon gute Leute dabei“, weiß Oldenburg. Darüber hinaus hat Annens Coach durchaus auch Respekt vor Nationalkader-Kämpfer Falk Petersilka (-90 kg) sowie vor Alexander Gabler (-73 kg) und Lars Krautscheid (-81 kg). Auch der U 21-Judoka Till-Moritz Riehl, dessen Schwester Maike schon für die SU Annen in der ersten Liga auf die Matte ging, hat schon bei hochrangigen Turnieren auf sich aufmerksam gemacht.

Die Wittener werden zwar nicht ihre allererste Garnitur auf die Matte schicken können, weil u. a. einige Cracks noch mit Nachwirkungen von Verletzungen zu kämpfen haben, doch der SUA-Trainer ist davon überzeugt, dass auch die nachrückende jüngere Garde das Zeug dazu hat, in der ersten Liga zu bestehen. „Das müssen die Jungs jetzt zeigen, darauf haben wir vor der Saison ja bereits hingewiesen. Wir wollen konsequent diese Linie weiter verfolgen“, sagt Oldenburg. Unter anderem baut er am Samstag auf U 21-Auswahljudoka Jonas Schreiber, der unlängst im Schwergewicht beim Europacup in Lettland glänzte. Er soll erstmals vor Wittener Publikum zum Einsatz kommen.

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