RINGEN

SU Annen: Gipfeltreffen mit Neuss in der Landesliga

Könnten wieder aufeinandertreffen: Annens Sebastian Klusak (re.) und Olimjon Kholikov vom KSK Konkordia Neuss II.

Könnten wieder aufeinandertreffen: Annens Sebastian Klusak (re.) und Olimjon Kholikov vom KSK Konkordia Neuss II.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Die Landesliga-Ringer der SU Annen haben am Samstagabend die Reserve von Konkordia Neuss zu Gast - das verspricht ein furioses Duell zu werden.

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Witten. Wer macht das Rennen in den Play-offs der Ringer-Landesliga - die Sport-Union Annen oder der KSK Konkordia Neuss II? Am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Erlenschule) kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der Rivalen.

„Ich hoffe, wir erzielen ein knappes Ergebnis. Sollte Neuss wirklich Anleihe bei seiner ersten Mannschaft nehmen, ist da kaum was drin für uns“, so SUA-Trainer Thorsten Busch zum durchaus fragwürdigen Modus in der Landesliga. Denn: 36 der 38 Ringer aus dem gesamten Neusser Kader dürften auch in der „Zweiten“ eingesetzt werden - „eigentlich ein Unding, das ist Wettbewerbsverzerrung“, so Busch. Dennoch: Die SUA ist bis auf Jens Steffen (Knie) komplett, will sich gegen die Konkordia voll ‘reinhängen.

SUA-Trainer Thorsten Busch übt Kritik am Wettbewerbs-Modus

„Wenn beide Mannschaft in normaler Besetzung antreten, müssten wir sie schlagen können“, so Busch. Sein Team war zuletzt richtig gut in Form, gewann die ersten beiden Play-off-Begegnungen deutlich. Die Neusser allerdings sind „eine absolute Wundertüte“, wie der Annener Trainer weiß. In der Oberliga sind die Konkordia-Ringer ungeschlagen, gewinnen reihenweise turmhoch ihre Kämpfe. Jetzt könnten die KSK-Verantwortlichen auch die „Zweite“ immens stark machen, sofern der Club mit zwei Teams das „Final Six“ am 21. Dezember in Bonn erreichen will.

„Eigentlich“, sagt Thorsten Busch, „ist dieser ganze Modus ja schon eine einzige Farce. Man sieht es ja schon an den erschreckenden Zuschauerzahlen. Bei unserem Kampf gegen Bielefeld waren acht Leute da, in Essen gerade mal 20. So macht der Verband den Sport weiter kaputt. Die Saison künstlich so zu strecken, macht aus meiner Sicht keinerlei Sinn. Man sollte weiter eine Vorrunde machen, danach dann Viertelfinale, Halbfinale und Endkampf. Das ist für alle nachvollziehbar.“ Dass es seine Mannschaft am Samstagabend mit einer komplett anderen Neusser Reserve zu tun bekommen könnte, wurmt den SUA-Trainer enorm. „Man sollte sich einfach fragen, ob man gewisse Dinge nicht wieder ändern sollte, um den Sport attraktiver zu machen.“ Dazu zähle auch die Ausländerregelung, die momentan noch eine „Testphase“ läuft und keinerlei Beschränkungen mit sich bringt.

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