FUßBALL

Stauseekicker müssen abliefern

Werden sich mächtig ins Zeug legen müssen, um ihren Titel zu verteidigen: Gavin Hope (re.) und er SV Herbede

Werden sich mächtig ins Zeug legen müssen, um ihren Titel zu verteidigen: Gavin Hope (re.) und er SV Herbede

Foto: Jürgen Theobald (theo)

Witten.   Bezirksligist SV Herbede startet bei der Stadtmeisterschaft um den „Lueg-Cup als Titelverteidiger. Beim Industriecup überzeugte man nicht.

Eines der größten Fußballfeste der Ruhrstadt steht vor der Tür. Die Fußball-Stadtmeisterschaften um den „Lueg-Cup“ starten am Samstag (ab 14 Uhr) mit den ersten Gruppenspielen. Zum Auftakt darf gleich der amtierende Titelverteidiger vorspielen. Sonntag (ab 13 Uhr) greift dann einer der heißesten Anwärter auf Wittens Fußballthron ins Spielgeschehen ein. Ausrichter ist der VfB Annen, der sich in sportlicher Hinsicht einiges vorgenommen hat. Abseits des Platzes an der Westfalenstraße wird man auf viele Zuschauer hoffen.

Gruppe A

Im Vorjahr fiel die Resonanz beim Publikum eher mäßig aus. Nur wenige Interessierte verfolgten noch die Finalespiele, obwohl die DJK TuS Ruhrtal als Ausrichter der 2017er-Auflage sich überhaupt nichts vorzuwerfen hatte. Das Auftaktspiel in diesem Jahr hört sich immerhin schon ziemlich vielversprechend an. Der SV Herbede bekommt es mit A-Liga-Aufsteiger Portugal SV zu tun. Als Titelverteidiger und Bezirksligist ist der SVH natürlich favorisiert. Allerdings steht man unter Zugzwang, nachdem man beim Stadtwerke-Industriecup vor Wochenfrist nicht unbedingt überzeugen konnte. Im kleinen Finale setzte es dort sogar eine ganz deftige Niederlage gegen den SV Bommern.
Chancenlos sind die PSV-Schützlinge von Trainer Alex Vicente also mitnichten. Eher Außenseiter-Chancen auf einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe dürften hingegen die Sportfreunde Schnee haben, die in der B-Kreisliga spielen.

Gruppe B

So richtig spannend könnte es in der zweiten Samstags-Gruppe werden. Buchmacher würden wohl dem TuS Stockum die besten Chancen auf den Gruppensieg einräumen. Doch nach den starken Leistungen der bisherigen Sommervorbereitung hat sich auch TuRa Rüdinghausen längst in den Fokus der Wittener Fußballinteressierten gespielt. Der A-Ligist überzeugte vor allem mit dem Finaleinzug beim Industriecup am Stausee.

Auf der Rechnung haben muss man allerdings auch den Türkischen SV. Auch wenn der Trainer des A-Ligisten, Kerem Kalan, abwiegelt: „Die Stadtmeisterschaften kommen eigentlich ein bisschen zu früh für uns“, sagt er im Hinblick auf den Vorbereitungsstand.

Gruppe C

Der zweite Turniertag beginnt schließlich am Sonntag mit der Partie SV Bommern gegen VfB Annen. Der Ausrichter bekommt es direkt mit dem kniffligsten Gruppengegner zu tun, lässt aber dennoch keine Zweifel an seinen Ambitionen. „Ein Ausscheiden in der Vorrunde wäre für uns als Gastgeber grausam“, sagt Trainer Horst-Dieter Obermeier, der bis auf Tim Marmulla (Mittelfuß) personell aus dem Vollen schöpfen kann. Ganz anders, als sein Gegenüber. „Mir fehlen viele Urlauber“, sagt Bommern-Coach Martin Freitas. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, sollte der Hammerthaler SV als dritter Teilnehmer der Gruppe C keine Chance aufs Viertelfinale haben.

Gruppe D

Einer der Turnierfavoriten geht in der Gruppe D an den Start. Der TuS Heven bewies in den letzten Wochen mehrfach, dass er sich für die neue Spielzeit etwas vorgenommen hat. Die vielen Neuzugänge, die teilweise schon höherklassig am Ball waren, verleihen dem Kader viel spielerische Qualität. Entsprechend geht man favorisiert in die Gruppenphase. Vorsicht sollte man vor der DJK TuS Ruhrtal dennoch walten lassen. Die Elf von Trainer Jens Vogt besitzt eine ebenfalls pfiffige Offensive. Indes dürfte der FSV Witten angesichts dieser Gegner nach der Vorrunde wohl die Koffer packen.

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