Judo-Bundesliga

Sport-Union wird noch internationaler

Für Johannes Frey (grüner Judo-Anzug) geht’s von Witten weiter nach München - dort wird er künftig gemeinsam mit seinem Bruder Karl-Richard für den TSV Großhadern antreten.

Für Johannes Frey (grüner Judo-Anzug) geht’s von Witten weiter nach München - dort wird er künftig gemeinsam mit seinem Bruder Karl-Richard für den TSV Großhadern antreten.

Foto: Tanja Schneider

Witten.   Die Bronze-Medaille aus der Vorsaison muss der Maßstab für die Judoka der SU Annen in der neuen Serie sein. Einige Veränderungen gibt’s im Kader.

Ins Brandenburgische geht’s für die Judoka der Sport-Union Annen zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison. Am 29. April sind die Wittener zu Gast beim Aufsteiger KSC Asahi Spremberg, der nach einigen gescheiterten Versuchen den Sprung in die Eliteklasse geschafft hat. Mit dem Team aus der Oberlausitz erreicht die Nordgruppe der er-sten Liga auch wieder ihre Sollstärke von sechs Mannschaften. Als Dritter der vergangenen Saison gehen die Wittener Judoka als einer der Medaillenkandidaten auch in die Kampfzeit 2017.

„Wir werden versuchen, wieder eine ähnlich gute Rolle zu spielen. Die Konkurrenz ist aber auch bei uns im Norden der Bundesliga weiterhin stark“, sagt Stefan Oldenburg (28), der nach wie vor gemeinsam mit Marcel Haupt als Trainer der SUA-Männer fungieren wird. Auch als Aktiver will Oldenburg noch einmal in die Vollen gehen. „In dieser Saison auf jeden Fall noch. Wie das dann 2018 aussieht, muss man abwarten“, so der angehende Lehrer.

Größter Nachteil der Sport-Union in der bevorstehenden Kampfzeit: Die Annener haben nur zwei Heimkämpfe auf ihrer Liste stehen - am 6. Mai gegen den amtierenden Deutschen Meister Hamburger JT sowie am 17. Juni gegen Revier-Rivale JC 66 Bottrop. Dreimal müssen die Wittener reisen: nach Spremberg, nach Potsdam und nach Holle. Das Viertelfinale beginnt am 9. September, die Bundesliga-Endrunde ist für den 4. November angesetzt worden.

In Sachen Personal können sich die Anhänger der Sport-Union schon wieder auf einige neue Gesichter freuen. Allzu groß aber wird der personelle Umbruch nicht. Lediglich einen Weggang hat die SU Annen zu verzeichnen. „Johannes Frey hat uns frühzeitig mitgeteilt, dass er uns verlassen und künftig gemeinsam mit seinem Bruder Karl-Richard für den TSV Großhadern kämpfen wird“, erklärte Oldenburg. Damit tut sich bei den Wittenern wieder eine Lücke in der 100-kg-Klasse auf, wenngleich Frey in der Vorsaison lediglich an zwei Kampftagen für die SUA auf die Matte ging. „Ein geeigneter Ersatz war in Deutschland leider nicht zu bekommen. Die besten Leute stehen schon bei anderen Clubs unter Vertrag.“

Mehr Glück hatte Oldenburg in der ebenfalls vakanten 73-kg-Kategorie. Dort wird in der neuen Saison der frühere Mönchengladbacher Maurice Püchel (19) die Wittener verstärken. „Das ist ein Mann für die Zukunft. Über Maurice freue ich mich besonders, weil er großes Potenzial hat“, sagt Oldenburg. Unter anderem gewann Püchel im Vorjahr das DJB-Sichtungsturnier in Mannheim.

DM in Duisburg am 21./22. Januar

Darüber hinaus sind sich die Annener mit fünf vielversprechenden ausländischen Kämpfern einig geworden. Für die 60-kg-Klasse ist der Belgier Jorre Verstraeten (19) vorgesehen, sein Landsmann Mathias Casse, Trainingspartner von Annens Olympia-Drittem Dirk van Tichelt, besetzt die 81-kg-Kategorie. Die beiden Niederländer Matthijs van Harten (66 kg) und Sjors Riddersma (100 kg) sowie der Brite Max Stewart (90 kg) sollen ebenso dazu beitragen, dass die Wittener erneut eine erfolgreiche Saison absolvieren. Erste Bewährungsprobe für die Annener Bundesliga-Judoka wird die Deutsche Meisterschaft am 21./22. Januar in Duisburg.

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