JUDO

Spagat zwischen Uni und Judomatte

Beim U 21-Europacup in Prag holte Sarah Mäkelburg die Bronze-Medaille in der 70-kg-Klasse.

Foto: Tanja Schneider

Beim U 21-Europacup in Prag holte Sarah Mäkelburg die Bronze-Medaille in der 70-kg-Klasse. Foto: Tanja Schneider

Prag (CZ).   Nach der Bronze-Medaille in Prag will U 21-Kämpferin Sarah Mäkelburg (SU Annen) auch beim Judo-Europacup in Berlin gut abschneiden.

Ein paar große Ziele hat Sarah Mäkelburg in dieser Saison auf alle Fälle noch. Das Judo-Ass von der Sport-Union Annen, einer der Trümpfe im Bundesligakader von Trainer Daniel Schorlemmer, richtet ihren Blick aktuell auf die Qualifikation für die U 21-Europameisterschaften Mitte September in Slowenien. Der dritte Rang, den Mäkelburg jetzt beim Europacup in Prag belegte, ist da gewiss ein schlagkräftiges Argument.

„Ja, in Tschechien lief es ganz gut für mich - ich bin froh über die Medaille“, erklärte die inzwischen 20-Jährige, die bei diesem internationalen Wettbewerb nach einem Freilos in Runde eins auf die Spanierin Montserrat Pardo Iglesias traf und diese nach 1:42 Minuten vorzeitig bezwang. Im Halbfinale traf die Wittenerin dann auf ihre DJB-Kontrahentin Alina Böhm aus Untertürkheim in Baden-Württemberg. Mäkelburg ging wieder forsch an diesen Kampf heran, legte eine Waza-ari-Wertung vor - doch dann wurde sie kalt erwischt von Böhm, die sich diese Chance nicht nehmen ließ.

Im Duell um die Bronze-Medaille hatte es Sarah Mäkelburg dann mit der Slowenin Petra Opresnik zu tun. Über weite Strecken war es ein ausgeglichener Kampf, beide brachten es auf eine Waza-ari-Wertung. Kurz vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit nutzte Mäkelburg dann aber eine günstige Gelegenheit, landete den Ippon-Erfolg und hatte damit das so wichtige Edelmetall in der 70-kg-Klasse in der Tasche.

„Dass sie in Prag einen Treppchenplatz belegt hat, ist sicherlich ein wichtiger Erfolg auf dem Weg zur EM-Fahrkarte“, so SUA-Trainer Daniel Schorlemmer. Auch wenn er dann auf eine seiner wichtigsten Kämpferinnen verzichten müsste - keine Frage, dass er Mäkelburg die Nominierung für den kontinentalen U 21-Wettbewerb vom 15. bis zum 17. September in Maribor gönnen würde. Am kommenden Sonntag (30. Juli) steht für die Studentin der Neurowissenschaft mit dem U 21-Europacup in Berlin noch ein ganz wichtiges Turnier auf dem Terminplan. „Dort möchte ich natürlich so gut wie möglich abschneiden“, erklärte die Annenerin, die aktuell den schwierigen Spagat zwischen Uni-Klausuren und einer gewissenhaften Vorbereitung für den bedeutsamen Wettkampf in der Bundeshauptstadt schaffen muss.

„Selbst die Alten sind noch nicht so alt“

Derweil hat ihre SUA-Teamkollegin Nieke Nordmeyer die Fahrkarte zur Judo-Weltmeisterschaft in Budapest (28. August bis 3. September) bereits in der Tasche. Knochenhart waren die letzten Monate der Vorbereitung - u. a. ging es nach Casteldefels in Spanien, wo neben intensiven Judo-Einheiten auch lange Rad-Trips auf dem Programm standen. „In dieser tollen Gruppe macht es aber einfach Spaß. Wir haben jetzt eine so junge Mannschaft - selbst die Alten sind noch nicht so alt“, flachst die 22-Jährige, die in der 52-kg-Klasse für Furore sorgen möchte. Bis zum 9. August trainiert Nordmeyer am Olympia-Stützpunkt in Köln.

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