DAMENHANDBALL

SG ETSV Ruhrtal verlässt den Abstiegsplatz

Immer wieder musste sich SG-Kreisläuferin Jessica Hackerts (am Ball) vehement zur Wehr setzen gegen die resolut und bisweilen überhart verteidigenden Ostwestfälinnen.

Immer wieder musste sich SG-Kreisläuferin Jessica Hackerts (am Ball) vehement zur Wehr setzen gegen die resolut und bisweilen überhart verteidigenden Ostwestfälinnen.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Kein Spiel für schwache Nerven: Die SG ETSV Ruhrtal besiegt daheim die HSG EURo mit 20:19 und verlässt damit die Abstiegsposition.

SG ETSV Ruhrtal -
HSG EURo 20:19

SG: Mühlhaus, Schabacker; Eckardt (1), Lewe (2), Jasinska, Böhmer (4), Löffler (3), Lohrmann (2), Herrmann, Karabatic (1), Ammon (2), Behler (2/2), Hackerts (3), Prior.

Zum ersten Mal seit Monaten haben die Oberliga-Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal dem Abstiegsplatz den Rücken gekehrt. Das hart erkämpfte 20:19 (9:10) gegen die HSG EURo bescherte dem Team von Trainer Daniel Buff nicht nur den zweiten Saisonsieg in Serie, zugleich tauschten die Wittenerinnen die Plätze mit der SG Menden Sauerland Wölfe, die nun die „rote Laterne“ trägt.

„Dieses Spiel hat auch mich richtig Kraft gekostet - ich war nass geschwitzt auf meiner Bank“, gab der Wittener Trainer nach den intensiven 60 Minuten in der Jahnsporthalle zu Protokoll und schnaufte erstmal ganz tief durch. Den ersten wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat sein Team mit diesem Erfolg getan - jetzt muss dringend noch ein weiterer Sieg gegen den Rivalen aus Menden (5. Mai) her, damit es was wird mit der Rettung.

Trainer sieht Fehler in der Defensivarbeit

Gegen die HSG EURo fanden die Wittenerinnen trotz des zurückliegenden Erfolgserlebnisses gegen Verl nur zäh in die Partie, warfen in den ersten 15 Minuten gerade mal vier Tore, vergaben u. a. durch Larissa Herrmann einen Siebenmeter. Immer wieder versuchten es die Buff-Schützlinge, durchs Zentrum und über Kreisläuferin Jessica Hackerts zum Erfolg zu kommen. Die aber wurde resolut gedeckt, bekam es teils mit drei Abwehrspielerinnen zu tun. „Ich habe nach dem Videostudium extra noch darauf hingewiesen, dass wir das Spiel breiter anlegen müssen“, so Buff, der nach dem 4:6 ein wenig lauter wurde. So wirklich absetzen konnten sich jedoch auch die Gäste nicht, bei denen Rückraumspielerin Lisa Danneberg früh verletzt ausschied. In Unterzahl warf dann Julia Lewe das 7:7 (21.), brachte so auch das Publikum mit ins Spiel.

Bis zum Seitenwechsel aber wurde es nichts mehr mit einer weiteren Führung für die Gastgeberinnen - auch, weil noch zwei Strafwürfe ausgelassen wurden. Null von drei, keine wirklich Oberliga-taugliche Quote beim Pausenstand von 9:10. Immerhin gelang der Start in Abschnitt zwei, schnell ging die SG mit 13:11 in Führung (36.). Dann aber folgte eine Schwächephase mit vier Gegentoren am Stück, das Defensivverhalten war ohnehin überschaubar bei den Wittenerinnen. „Wir haben nicht kompakt genug gestanden, den Nebenleuten nicht geholfen. Und das gegen eine Mannschaft, bei der nicht viel aus dem Rückraum kommt“, so Buff.

Behler verwandelt Strafwürfe fehlerfrei

Als sein Team mit 15:17 (48.) hinten lag, deutete nicht mehr viel auf einen Sieg. „Aber bei jeder Spielerin war zu spüren, dass alle diese zwei Punkte unbedingt wollten“, erklärte der Trainer. Ana Karabatic und Verena Löffler mit einem „Tor des Monats“ in den rechten Winkel sorgten für das 19:17 (56.), die Siebenmeter schnappte sich nun Maike Behler, die zweimal eiskalt vollstreckte - u. a. zum 20:18 (58.). Die letzten Sekunden überstand die SG mit Glück und Geschick und darf nun doch wieder auf ein weiteres Jahr in der Viertklassigkeit hoffen.

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