DAMENHANDBALL

SG ETSV Ruhrtal nach Sieg über Verl im Aufwind

Seit Monaten ist Maike Behler (am Ball) auf Eis gelegt - jetzt könnte sie ihr Comeback feiern.

Seit Monaten ist Maike Behler (am Ball) auf Eis gelegt - jetzt könnte sie ihr Comeback feiern.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Ein Sieg am Samstag gegen die HSG EURo, dann stünde die SG ETSV Ruhrtal nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Maike Behler hofft auf Comeback.

Es ist wieder Licht am Ende des Tunnels für die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal. Durch den deutlichen Heimsieg gegen den TV Verl - der zweite doppelte Punktgewinn überhaupt in dieser Saison - haben es die Wittenerinnen jetzt selbst in der Hand, in der Oberliga zu bleiben. Gelingt am Samstag (18 Uhr, Jahnsporthalle) ein weiterer Sieg gegen die Ostwestfälinnen von der HSG EURo, verabschiedet man sich vorerst vom Abstiegsplatz.

Dieses Erfolgserlebnis gegen Verl (29:18) musste auch Daniel Buff erstmal sacken lassen und ganz langsam verarbeiten. „Als absehbar war, dass wir das gewinnen, hab’ ich mich erstmal hingesetzt und tief durchgeatmet. Endlich ein Spiel zu gewinnen war ein schönes Gefühl und Balsam für die Seele“, gab der 38-Jährige gerne zu, der seit seinem Amtsantritt noch keinen Punktgewinn mit dem Oberliga-Aufsteiger hatte feiern dürfen.

Comeback von Behler steht bevor

Jetzt aber haben die Wittenerinnen Lunte gerochen - die Rettung ist nach monatelanger Tristesse im Tabellenkeller plötzlich greifbar, scheint wieder durchaus realistisch. Denn ob der Konstellation in der Oberliga Westfalen mit lediglich 13 Mannschaften (Oerlinghausen zog schon vor Saisonbeginn sein Team zurück) würde am Ende sogar der vorletzte Platz zum Klassenerhalt reichen. „Gewinnen wir die beiden nächsten Spiele, dann bleiben wir in der Liga“, ist Trainer Daniel Buff überzeugt. Denn schon im folgenden Punktspiel am 5. Mai daheim geht’s wirklich ans Eingemachte - dann nämlich kommt Kellerrivale SG Menden Sauerland Wölfe nach Witten.

Vorerst aber gilt bei den Verl-Bezwingerinnen die volle Konzentration dem Duell mit der Handball-Spielgemeinschaft Eickhorst/Unterlübbe/Rothenuffeln (kurz: HSG EURo). Das erste Aufeinandertreffen gleich zu Saisonbeginn hatten die Wittenerinnen glatt mit 23:34 verloren. „Davon habe ich mir das Video angesehen. Das war damals ein ganz schwacher Auftritt, komplett ohne Struktur im Spiel - da müssen wir uns diesmal anders verkaufen, eine viel bessere Einstellung zeigen“, sagt Daniel Buff.

Gegner HSG EURo ist aller Sorgen ledig

Vielleicht kann es für die SG ETSV Ruhrtal von Vorteil sein, dass die Gäste aus dem Ostwestfälischen (mit aktuell 15 Pluspunkten) bereits gesichert sind, sich ums Thema Abstieg keinerlei Gedanken mehr machen müssen. „Wir wollen am Samstag auf jeden Fall doppelt punkten. Die Stimmung ist nach dem Sieg gegen Verl natürlich bestens, die Trainingsleistung unter der Woche war richtig gut“, so Buff.

Eine mögliche weitere Motivationsspritze für die SG ETSV Ruhrtal könnte sein, dass Maike Behler kurz vor ihrem Comeback steht. „Sie wird sich auf jeden Fall mit warm machen und dann sehen, ob es geht“, sagt der Trainer. Zuletzt hatte schon Julia Lewe eine eindrucksvolle Rückkehr gefeiert, gegen Verl gelang ihr gleich ein Tor.

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