DAMENHANDBALL

SG ETSV Ruhrtal hält gegen Titelkandidat lange gut mit

Alles versucht: Gegen den hohen Favoriten aus Recklinghausen zogen sich Julia Lewe (re.) und die SG ETSV Ruhrtal Witten ordentlich aus der Affäre.

Alles versucht: Gegen den hohen Favoriten aus Recklinghausen zogen sich Julia Lewe (re.) und die SG ETSV Ruhrtal Witten ordentlich aus der Affäre.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Zählbares gibt’s für die SG ETSV Ruhrtal gegen die PSV Recklinghausen nicht, doch die Leistung der Wittenerinnen kann sich sehen lassen.

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Auf einen Erfolg gegen den früheren Zweitligisten PSV Recklinghausen müssen die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal weiterhin warten. Auch am Sonntag musste sich die Mannschaft von Trainer Daniel Buff am Ende mit 24:30 (11:13) geschlagen geben, zog sich aber gegen einen der großen Titelfavoriten ordentlich aus der Affäre.

Vor allem eines hatte dem SG-Coach richtig gut gefallen: „Gegen die offensive Deckung der Recklinghäuserinnen haben wir das gut gemacht. Unter der Woche hatten wir das auch intensiv trainiert“, so der 38-Jährige. Dessen Schützlinge eine Halbzeit lang prima mithielten mit dem im Schnitt noch enorm jungen, hochveranlagten Team um Coach Dominik Schlechter. Dass es vor allem eine laufintensive Angelegenheit werden würde für die Gastgeberinnen, war absehbar. Doch selbst der zeitige 1:3- und 3:6-Rückstand verhagelte den Wittenerinnen nicht ihre Einsatzfreude. In der Defensive gingen die SG-Damen beherzt zu Werke, profitierten in den ersten 15 Minuten auch davon, dass die Außenspielerinnen der Gäste ihr Visier noch nicht eingestellt hatten.

Kreisläuferin Jessica Hackerts wirft acht Tore

Das besserte sich nach und nach, auf dem linken Flügel traf Leonie Schmidhuber für die PSV dreimal in Serie zum 9:5 (19.). Doch die Buff-Sieben konterte, ließ sich so schnell nicht abschütteln und kam durch Norina Migat, Julia Eckardt und Kathrin Lünemann auf 8:9 (22.) heran. Zwischenzeitlich parierte Torfrau Teresa Mühlhaus einen Strafwurf. Auch nach dem 9:12 (25.) hatte die SG die passende Antwort, verkürzte durch Julia Lewe und Jessica Hackerts auf 11:12, ehe die Recklinghäuserinnen noch ein weiteres Tor vor der Pause nachlegten.

Was augenfällig war: Die Gäste hatten bis dato einige Schwierigkeiten, Kreisläuferin Hackerts in den Griff zu bekommen. „Für mich war es ohnehin verwunderlich, warum sie so defensiv gedeckt haben gegen uns“, konnte Daniel Buff der Variante des Titelkandidaten aber durchaus Positives abgewinnen, denn so lag sein Team noch in Schlagdistanz - und Jessica Hackerts brachte es am Ende auf acht Torerfolge.

Sechs PSV-Treffer in Serie ziehen Witten den Zahn

Was den Wittenerinnen in ihrem Enthusiasmus ein wenig den Wind aus den Segeln nahm, waren die ersten Minuten des zweiten Abschnitts. Da schien die Buff-Sieben noch nicht wieder so recht bei der Sache, was die Recklinghäuserinnen ausnutzten und sich auf 17:12 (35.) absetzten. Doch die Tatsache, dass es die SG ETSV Ruhrtal in dieser Saison schon auf sechs Punktgewinne gebracht hatte, sorgte dafür, dass man noch einmal Biss zeigte, mit drei Treffern in Folge für einen letzten kleinen Hoffnungsschimmer beim Stand von 15:17 (38.) sorgte. Danach allerdings bewies vor allem der starke Rückraum der PSV-Damen seine Klasse - Lina Hovenjürgen und Lara Janz nutzten immer wieder ihre Wurfchancen - und spätestens mit dem 23:15 (48.) war die Messe aus Sicht der SG gelesen.

„Dass die PSV Recklinghausen hier gewonnen hat, geht völlig in Ordnung. Wir haben über weite Strecken ein prima Spiel gemacht und uns gut verkauft“, so Wittens Trainer Daniel Buff nach der Partie gegen seinen Ex-Verein, der erster Verfolger von ASC Dortmund und HSV Minden-Nord bleibt.

SG: Mühlhaus, Schabacker; Lewe (3), Ammon (1), Karabatic, Herrmann, Hackerts (8), Migat (4/2), Albus, Lünemann (1), Böhmer (1), Prior, Behler (4/2), Eckardt (2).

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