Judo

Schreiber erkämpft sich Silber

Gemeinsam mit Trainer Daniel Schorlemmer freut sich Annens Jonas Schreiber (li.) über Silber.

Foto: SU Annen

Gemeinsam mit Trainer Daniel Schorlemmer freut sich Annens Jonas Schreiber (li.) über Silber. Foto: SU Annen

Frankfurt/Oder.   Talent der SU Annen wird erst im Finale gestoppt. Lukas Romahn verpasst Einzug in den Kampf um Bronze.

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Diese Quote konnte sich sehen lassen. Bei den Deutschen U 21-Meisterschaften der Judoka war die Sport-Union Annen immerhin mit vier Kämpfern vertreten. Einer davon landete am Ende auf dem Podest: Top-Talent Jonas Schreiber brachte im Schwergewicht die Silber-Medaille mit nach Hause und erfüllte damit die in ihn gesteckten Erwartungen.

Gerade erst den Jugendjahrgängen entwachsen, zeigte der Fröndenberger keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Ohnehin war der groß gewachsene 17-Jährige schon vorab zum Favoritenkreis gezählt worden, galt als Hauptrivale für Erik Abramov (UJKC Potsdam). Anders als der Brandenburger musste Schreiber in Runde eins auf die Matte. Der SUA-Judoka hatte damit keine Probleme, gewann seinen Auftaktkampf gegen Felix Fischer aus Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) vorzeitig mit Ippon nach 3:05 Minuten.

In den folgenden drei Duellen hatte es Schreiber da schon wesentlich eiliger. Im Achtelfinale hielt er sich nicht lange mit Peter Beck (Neutrauling) auf, fertigte ihn schon nach 28 Sekunden ab. Auch das Viertelfinale gegen Marcel Röhr (JC Leipzig) war nach 52 Sekunden vorüber. „Das war schon beeindruckend, wie souverän Jonas durch das Turnier marschiert ist. Auch technisch war das richtig stark“, lobte U21-Trainer Daniel Schorlemmer. Der sah dann auch im Halbfinale eine Blitzvorstellung seines Schützlings: Gerade mal 37 Sekunden lang stand Schreiber gegen Steve-René Steinmüller (JSV Bernau) auf der Matte.

So kam es zum erwarteten Schwergewichts-Finale zwischen den beiden Favoriten. Potsdams Erik Abramov hatte seine Kämpfe auch durchweg mit Ippon relativ zügig beendet. Das längste Gefecht stand ihm nun noch bevor. „Der Kampf war lange sehr ausgeglichen“, berichtete Schorlemmer. Über dreieinhalb Minuten lang schenkten sich die Rivalen nichts, dann versuchte Jonas Schreiber eine Fußtechnik, wurde aber von Abramov gekontert – Ippon für den Brandenburger. „Das war ziemlich unglücklich. In dieser Situation war Abramov taktisch einfach ein wenig cleverer“, sagte Schorlemmer. Machte aber nichts: Mit der Silber-Medaille in der Klasse über 100 Kilogramm konnte Jonas Schreiber sehr zufrieden sein.

Ein weiteres Edelmetall sprang für die Annener nicht heraus. „Leider haben unsere übrigen drei Qualifikanten allesamt gleich ihren ersten Kampf verloren“, so der Juniorencoach. Für Moritz Vieregge (-73 kg) war das Duell mit dem Bremer Konstantin Gusev ebenso gleich das letzte wie für Clubkollegin Maria Romahn (-52 kg), die es mit Anneliese Trappe aus Teisendorf in Bayern zu tun hatte.

Ihr Bruder Lukas Romahn (-66 kg) scheiterte zwar auch zum Auftakt der Hauptrunde, durfte aber zumindest noch den Weg über die Trostrunde gehen. Nach zwei Siegen kämpfte er um den Einzug ins Bronze-Match gegen Janno Brodnig (TSV Großhadern). Nach 3:49 Minuten entschied der Münchner das Gefecht für sich, so dass Romahn am Ende Siebter wurde.

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