TRIATHLON

Sabine Lischka bremst vor Ironman-WM ihre Erwartungen

Traumhafte Bedingungen: Sabine Lischka hat einen Teil der Strecke mit dem Rennrad schon getestet.

Traumhafte Bedingungen: Sabine Lischka hat einen Teil der Strecke mit dem Rennrad schon getestet.

Foto: Jan-TIMO Lischka

Kailua Kona (USA).  Wittener Gesamtschullehrerin startet am Samstag bei der Ironman-WM auf Hawaii. Eine Erkältung warf sie zuletzt in der Vorbereitung zurück.

In den letzten Tagen immer zwischen 25 und 30 Grad - diese Temperaturen kommen Sabine Lischka sehr gelegen. Die lästige Erkältung, die die Triathletin zuletzt quälte, macht sich dadurch langsam aus dem Staub. Am Samstag wird die Lehrerin von der Holzkamp-Gesamtschule ihrem Körper nämlich 100 Prozent Leistung abverlangen - die Ironman-WM auf Hawaii ist der Saisonhöhepunkt der Bochumerin.

„Das ist hier die Langdistanz-Weltmeisterschaft, das Größte in der Triathlon-Welt. Vorher war das nie mein Ziel - aber 2017 habe ich mir selbst gesagt, ich komme wieder und werde es mal ernst machen“, sagt die 29-Jährige, die sich lange und intensiv auf dieses Rennen vorbereitet hat. Qualifizieren wollte sie sich zuerst bei der EM in Frankfurt, „aber die habe ich wegen eines Magen-Darm-Infekts verpasst“, so Lischka. Also musste eine Alternative her - und die fand sich schnell mit dem Ironman in Kopenhagen.

„Hier vor Ort auf Hawaii wird es immer besser“

„Bis zum 25. September lief meine Vorbereitung dann sehr gut“, sagt die leidenschaftliche Triathletin. Doch dann muss sie sich bei einem ziemlich verregneten schulischen Austausch in den Niederlanden eine starke Erkältung zugezogen haben. „Meine Saison ist lang, und das Immunsystem kann nicht mehr alles aufhalten“, erklärt Lischka. Ganz weg ist der Infekt auch beim Abflug nach Honolulu nicht gewesen - „aber hier vor Ort auf Hawaii wird es immer besser“, lässt sie wissen.

Einen Teil der fordernden Radstrecke auf der Vulkaninsel ist sie abgefahren, war ein wenig laufen und natürlich auch schwimmen im Pazifik. Ihr Trainer Florian Hanakam, der am Samstag ebenso bei der WM an den Start gehen wird, hatte immer ein waches Auge darauf, dass die 29-Jährige sich nicht übernimmt und mit ihren Kräften haushaltet. Schließlich hat sich Sabine Lischka einiges vorgenommen für die Ironman-Weltmeisterschaft. „Ich wollte unter die Top Ten - und wenn es die ersten Fünf in meiner Altersklasse gewesen wären, wäre es ein Traum, bei der WM zur Siegerehrung gehen zu dürfen“, so die sportliche Lehrerin. Nun aber müsse sie ihre Erwartungen ein wenig zurückschrauben. „Ich hoffe, ich komme gut durch und bekomme keinen Rückschlag. Es ist für mich einfach schwierig, positiv zu denken, wenn das mein höchstes Ziel dieser Saison ist.“

Wettkampf am Samstag wohl bei über 30 Grad

Ankommen nach 10:15 Stunden, das wäre ganz nach dem Geschmack von Sabine Lischka. Aber das sei immer auch abhängig vom oftmals auf Hawaii so tückischen Wind und von der Hitze. Wobei die für den Wettkampftag angekündigten 31 Grad durchaus noch erträglich sein dürften. „Ich werde mein Bestes geben. Ich habe hart dafür gearbeitet - und ohne die Unterstützung meiner Schule und meiner Kollegen wäre dies hier nicht möglich“, schickt die Lehrerin der Holzkamp-Gesamtschule einen nett verpackten Gruß in die Heimat.

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