Handball Bezirksliga

Relegation: HSV Herbede muss fünf Tore Rückstand aufholen

Mathis Hirschberger machte in der letzten Minute das Tor zum 27:32-Endstand aus Sicht des HSV Herbede – das macht etwas mehr Hoffnung für das Rückspiel in Witten am Sonntag.

Mathis Hirschberger machte in der letzten Minute das Tor zum 27:32-Endstand aus Sicht des HSV Herbede – das macht etwas mehr Hoffnung für das Rückspiel in Witten am Sonntag.

Foto: Manfred Sander

Neheim / Witten.  Zwischenzeitlich sah es so aus, als sei die Relegation zwischen Herbede und Neheim schon entschieden. Doch Trainer Marko Weiss hat noch Hoffnung.

32:27 stand nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel nach dem Hinspiel um den Klassenerhalt in der Handball-Bezirksliga. 32:27 hatte der TV Neheim gegen HSV Herbede gewonnen. Fünf Tore Rückstand gilt es also, im Rückspiel in Witten am Sonntag auszugleichen. Doch trotz der klaren Niederlage gab es einiges, was Herbedes Trainer Marko Weiss optimistisch stimmte.

So war es ja keinesfalls eine einseitige Partie. „Die waren nicht unschlagbar, auch heute hätten wir nicht verlieren müssen“, meinte Weiss nach den bitteren 60 Minuten, von denen eigentlich nur 15 bitter waren. Denn nach 38 Minuten stand es noch 22:22 und der HSV war voll auf Kurs, ein gutes Ergebnis mit nach Hause zu bringen.

Herbede lässt sich von der Stimmung aus der Ruhe bringen

„Dann wollten die Jungs aber zu viel. Ich hätte gerne gesehen, dass wir es ruhig zu Ende gespielt hätten, aber die Jungs waren von der Stimmung aufgedreht und haben lieber schnell gespielt.“ Zu schnell. Vorne türmten sich Ballverluste auf Fehlwürfe, dazu kam Pech bei Pfostentreffern. Innerhalb einer Viertelstunde zog Neheim auf 32:25 weg.

Udo Welschoff zeigte aber noch eine tolle Parade, Mathis Hirschberg traf in letzter Minute sogar noch zum 32:27. „Wäre es bei sieben geblieben, hätte ich wohl gesagt: Das war es. Aber fünf Tore in eigener Halle aufholen? Ich glaube dran“, zeigte sich Weiss schon Dienstagabend wieder angriffslustig.

Weiss will konditionelle Vorteile im Rückspiel besser ausspielen

Er setzt darauf, dass seine Mannschaft im Rückspiel in eigener Halle den Tempovorteil besser ausspielen kann. „Wir sind schneller und fitter“, sagt Weiss. Bei der robusten Linie der Schiedsrichter waren die körperlichen Vorteile der Neheimer am Dienstag eher ein Vorteil (Sieben Siebenmeter gegen Herbede).

„Wir können was das Tempo angeht sicher noch nachlegen“, so Weiss. „Die Niederlage war unglücklich, das ist keine Übermannschaft.“ Allerdings hat Neheim einen überragenden Spieler – Linksaußen Hannes Koch, der Dienstag 11/6 Tore erzielte. „Den müssen wir stoppen, der darf kein Anspiel kriegen“, sagt Weiss. „Dann sehe ich nicht schwarz.“

Das Rückspiel steigt am Sonntag um 11 Uhr in der Horst-Schwartz-Sporthalle.

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