Rudern

RCW-Nachwuchs überragt mit vier Titeln

Der RCW-Mädchendoppelvierer mit (v.l.) Stella Kok, Annabel Lehde, Emma Bräuer, Madita Weinhold und Johanna Thiele ist Landesmeister.

Foto: Manfred Sander

Der RCW-Mädchendoppelvierer mit (v.l.) Stella Kok, Annabel Lehde, Emma Bräuer, Madita Weinhold und Johanna Thiele ist Landesmeister. Foto: Manfred Sander

Witten.   Talente vom Ruder-Club sind die zweiterfolgreichste Mannschaft bei den Wettkämpfen auf der Ruhr. Pernack und Möller feiern Doppelsieg im Einer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Beim Landesentscheid der Ruderjugend NRW, den der RV Bochum und der Ruder-Club Witten gemeinsam auf der Ruhr in Witten ausgetragen haben, hat der RCW ein überragendes Ergebnis eingefahren. Mit vier Landessiegertiteln, zwei zweiten und einem dritten Platz war der Ruder-Club der insgesamt zweiterfolgreichste Verein.

Auf zwei Ruderrennstrecken – 3000-Meter-Langstrecke und 1000-Meter-Finalrennen – und bei zwei Zusatzwettbewerben mussten sich die rund 200 Teilnehmer gegeneinander durchsetzen, um in erster Linie die Qualifikation für den Bundeswettbewerb in drei Wochen in München zu schaffen. Da nur die beiden Besten einer Boots-, Gewichts- und Altersklasse zu den Deutschen Meisterschaften im Kinderrudern dürfen, erschien der Landessiegertitel NRW für viele fast zweitrangig.

Die RCW-Trainer Uwe und Kristin von Diecken sowie Mareen Möller schickten acht RCW-Boote in den Wettkampf. Manche von ihnen zeigten in der bisherigen Saison bereits ihr außergewöhnliches Leistungsvermögen und gingen als Favoriten auf den Titel in die Wettkämpfe: „Wir als Trainer sehen realistisch etwa fünf Boote und Mannschaften mit Chancen auf ein Ticket nach München“, sagte Uwe von Diecken vor dem Regattawochenende. Tatsächlich wurden sämtliche Erwartungen übertroffen.

Als klare Favoritin ging die Leichtgewichtsruderin Clara Pernack (Jg. 05) im Einer in das Wettkampfwochenende. Sie zeigte schon früh in der Saison, dass in diesem Jahr kein Weg an ihr vorbeiführen würde. Auch auf der heimischen Ruhr dominierte sie das Feld nach Belieben und sicherte sich nicht nur die Qualifikation für München, sondern auch den Titel.

Ihre Trainingskolleginnen und direkte Konkurrentinnen Mia Letkowski und Melina Möller hielten es hinter Clara Pernack bis in den Zieleinlauf der finalen 1000 Meter Strecke spannend. Beide kämpften bis zum Schluss und wurden letztlich durch eine halbe Bootslänge getrennt. Als Zweitplatzierte kam schließlich Möller ins Ziel.

In allen vier Wettkämpfen ungeschlagen blieb auch das Mädchen-Duo, bestehend aus Julia Irmler und Lisa Büttner (Jg. 05). Auch sie ließen ihren Konkurrentinnen absolut keine Chance und durften sich so bei der Siegerehrung von den zahlreichen Zuschauern feiern lassen.

Mangels Teilnehmer qualifizierte sich der Mädchen-Doppelvierer, Johanna Thiele, Madita Weinhold, Emma Bräuer, Annabel Lehde und Steuerfrau Stella Kok bereits im Vorhinein. Trotzdem lieferten sie sich mit den Mädchen-Doppelvierer vom TVK Essen einen harten Wettkampf, den die Wittenerinnnen für sich entschieden.

Ebenfalls Landesmeister wurde der Wittener Mädchen-Doppelzweier von Annika Domke und Adriana Vitsos (Jg. 04). Dies entschied sich allerdings erst nach einem spannenden Duell mit ihren Trainingspartnerinnen Marle Heldt und Ina Hayen, die am Vortag auf der Langstrecke noch die Nase vorne hatten. Immerhin: Heldt und Hayen sind als Zweite trotzdem in München dabei.

Der einzige Junge im Starterfeld, Mathis Arnhold (Jg. 05), sitzt erst seit wenigen Monaten im Ruderboot. Es war nicht hervorzusehen, dass er es mit den erfahrenen Ruderern seiner Altersklasse aufnehmen könnte. Doch Arnhold belehrte seine Trainer eines Besseren. Er schaffte nicht nur den Sprung in das hart umkämpfte A-Finale, sondern konnte sich auch dort beweisen und erzielte den beachtlichen vierten Platz im Gesamtvergleich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik