RUDERN

RC Witten sprintet auf Platz sechs

Einen glänzenden Auftakt feierte der Achter des RC Witten in der Bundesliga. Gesteuert von Lorena Moll und mit dem Ex-Mindener Oliver Krüger als Schlagmann fuhren die Ruhrstädter auf den sechsten Platz.

Foto: Alexander Pischke

Einen glänzenden Auftakt feierte der Achter des RC Witten in der Bundesliga. Gesteuert von Lorena Moll und mit dem Ex-Mindener Oliver Krüger als Schlagmann fuhren die Ruhrstädter auf den sechsten Platz. Foto: Alexander Pischke

Frankfurt/Main.  Zum Start der Ruder-Bundesliga-Saison beeindruckt Neuling RC Witten die Konkurrenz. Auch der „Emscher-Hammer“ zieht im Duell den Kürzeren.

Die dreißig schnellsten Achter Deutschlands kamen zum Saisonauftakt der Ruder-Bundesliga nach Frankfurt am Main. Vor der imposanten Skyline der Bankenmetropole war bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel alles bereitet für einen stimmungsvollen Start des Achters vom RC Witten, der sein Abenteuer erste Liga in Angriff nahm.

Die guten Bedingungen nutzte die RCW-Besatzung im Zeitfahren, als es um eine gute Ausgangsposition ging. Ein guter Start war gegen das Team aus Hannover schon die halbe Miete - bis zum Ziel baute man den Vorsprung kontinuierlich aus. Gut eine Sekunde Vorsprung gegen die ebenfalls aufgestiegenen und sehr ambitionierten Niedersachsen zeugte von einer glänzenden Frühform des RCW-Flaggschiffs. Mit einem guten sechsten Platz ging es in die weiteren Sprintrennen (über jeweils 350 Meter). Angeführt wurde das Feld von den Favoriten aus Minden und Berlin.

Mit dem guten Gefühl eines gelungenen Auftakts ging es im folgenden Achtelfinale gegen das Team aus Hameln. Dank einer konzentrierten und dynamischen Leistung wurden die Ruderer von der Weser souverän bezwungen.

Somit stand fest, dass zum einen mindestens Platz acht und damit das gesteckte Ziel sicher war, sowie dass es im Viertelfinale zum Kräftemessen mit dem starken Berliner Boot kam. Trotz einer guten Leistung des Wittener Bootes musste man sich den Hauptstädtern geschlagen geben, die somit verdient in die Rennen um den Tagessieg einzogen - für den RC Witten ging es um die Plätze fünf bis acht.

Zuvor wartete jedoch im Halbfinalrennen noch der Reviernachbar aus Wanne-Eickel, dessen edler Kader gespickt ist mit nationalen Spitzenathleten und Olympiasiegern. Von der Papierform her gingen die Wittener als klarer Außenseiter ins Rennen. Sich seiner eigenen Stärken bewusst und zur Überraschung vieler Zuschauer konnten die RCW-Cracks das Derby aber knapp für sich entscheiden. Zu verdanken war das auch der souveränen Leistung von Steuerfrau Lorena Moll. Obwohl die Wittener durch Steuerprobleme des Gegners stark bedrängt wurden, hielt die erfahrene Steuerfrau ihre Linie konsequent und peitschte ihre Mannen nach vorne.

„Nach den letzten Trainingseindrücken hat sich schon angedeutet, dass wir durchaus gut drauf sind. Dass wir jedoch so gut in die Saison starten und wir uns gegen so ein starkes Team wie den Emscher-Hammer im „Derby“ durchsetzen konnten, freut uns außerordentlich“, gab Trainer Henning Sandmann zu Protokoll.

Dresden hauchdünn vorne

Im abschließenden Rennen um Platz fünf stand den Wittenern nun die Mannschaft aus Dresden gegenüber. Das Rennen entwickelte sich zu einem spannenden und umkämpften Schlagabtausch vom ersten bis zum letzten Meter. Das Team um Kapitän Marcel van Delden warf noch einmal alles in die Waagschale. Am Ende war der Ausgang des Rennens so knapp, dass die Schiedsrichter das Zielfoto auswerten mussten, um den Sieger bestimmen zu können. Darauf war zu sehen, dass die Sachsen ihr Boot hauchdünn vor dem RC Witten über die Ziellinie brachten.

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