RUDERN

RC Witten rückt Top-Teams auf die Pelle

Einen herausragenden zweiten Renntag lieferten die Wittener Ruderer in der Achter-Bundesliga in Werder auf der Havel ab. Mit dem fünften Platz erlebten sie ihr bislang bestes Resultat überhaupt.

Foto: Alexander Pischke

Einen herausragenden zweiten Renntag lieferten die Wittener Ruderer in der Achter-Bundesliga in Werder auf der Havel ab. Mit dem fünften Platz erlebten sie ihr bislang bestes Resultat überhaupt. Foto: Alexander Pischke

Witten.   Ihr bestes Ergebnis bislang lieferten die Ruderer des RC Witten, die in der Achter-Bundesliga nach dem Rennen in Werder nun Fünfte sind.

Von wegen Eingewöhnungs-Schwierigkeiten: Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga sorgt das Flaggschiff des RC Witten weiterhin für Furore. In der Ruder-Bundesliga mischte der Achter aus der Ruhrstadt auch am zweiten Wettkampftag weit vorne mit. In Werder an der Havel, angesichts des 100-jährigen Bestehens des dortigen Rudervereins erstmals Austragungsort eines Bundesliga-Rennens, wurden die Wittener ausgezeichneter Fünfter. Auch in der Gesamttabelle finden sich die RCW-Cracks nun dort wieder.

Nachdem bereits zum Saisonauftakt vor vier Wochen in Frankfurt auf dem Mai für die Neulinge aus dem Ruhrgebiet ein überzeugender sechster Platz herausgesprungen war, gelang es dem Team um Trainer Henning Sandmann nun sogar, noch einen weiteren Platz nach vorne zu rücken. Dabei behaupteten sich die RCW-Recken in den Sprintrennen über die 350-Meter-Strecke gegen erlesene Konkurrenz.

Bei strahlendem Sonnenschein, wenig Wind und Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke wurde den über 1000 Zuschauern entlang der malerischen Regattastrecke spannender Rudersport geboten. Wie üblich begann auch auf der Havel der Renntag mit dem wichtigen Zeitlauf. Hier belegte das Team aus Witten wie schon in Frankfurt Platz sechs und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das folgende Achtelfinale. Mit 56,90 Sekunden landete der RCW knapp hinter dem TK-Achter aus Dresden.

Im Achtelfinale standen die Wittener dem Achter aus Bad Waldsee gegenüber, den man am Ende recht sicher mit knapp sieben Zentelsekunden hinter sich ließ. Somit ging es im Viertelfinale in das Duell mit dem Tabellendritten aus Wurzen. Nach einem explosiven Start und einer knappen Führung zur Streckenhälfte, war es am Ende dennoch das favorisierte Boot aus Sachsen, welches die Ziellinie als erstes (in 56,00 sek.) überquerte - der RCW-Achter benötigte 56,80 Sekunden. Somit stand zwar fest, dass man keine Medaillen erhalten würde, jedoch an die guten Leistungen des Auftakts anknüpfen und die Lücke nach vorne verkleinern konnte.

Dritter Renntag in Minden

Die verbleibenden Rennen, das Halbfinale gegen das Sprint-Team Mülheim und das Finale gegen den Köpenick-Achter aus Berlin entschied das Team um Steuerfrau Lorena Moll knapp für sich. Somit stand am Ende des Renntages Platz fünf zu Buche. Da das bis dahin in der Tabelle vor dem RCW gelegene Boot aus Dresden den Renntag in Werder nur auf Platz neun beendete, schoben sich die Wittener in der Tabelle an den Sachsen vorbei.

„Dass die Mannschaft jetzt noch mal einen draufgesetzt hat, ist schon bemerkenswert“, so Coach Henning Sandmann. „Die ersten vier Teams der Liga sind extrem stark und kaum zu schlagen - aber direkt danach kommen schon wir. Damit können wir in der ersten Saison in der Bundesliga wirklich sehr zufrieden sein.“ Der dritte Renntag der Ruder-Bundesliga findet am 14. Juli auf dem Wasserstraßenkreuz im ostwestfälischen Minden statt - der einzige Wettkampf in NRW im Laufe dieser Saison.

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