HANDBALL

Raus mit Applaus – HSV Herbede zeigt Moral und siegt

Kreisläufer Leon Rosiak (am Ball) und der HSV Herbede schenkten ihrem Trainer zum Abschluss einen Sieg. Am Landesliga-Abstieg änderte der allerdings dennoch nichts mehr.

Kreisläufer Leon Rosiak (am Ball) und der HSV Herbede schenkten ihrem Trainer zum Abschluss einen Sieg. Am Landesliga-Abstieg änderte der allerdings dennoch nichts mehr.

Foto: Jürgen Theobald

Olpe.   Tolle Leistung beim 34:33 in Olpe. Schwartz-Sieben steigt dennoch aus der Landesliga ab, da Warstein gegen Hohenlimburg gewinnt.

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TV Olpe -
HSV Herbede 33:34

HSV: Jansen; Busch, Vuk (2/2), S. Hein (2), Ciesiolka (5), Radtke (7), Trösken, Hirschberg (6), Hake (1), Windfuhr (1), L. Hein (5), Rosiak (5).

Die Freude nach dem 34:33 (16:13)-Auswärtssieg beim TV Olpe war bei den Handballern des HSV Herbede riesig. Da wusste man zwar noch nicht, dass der VfS 59 Warstein zwei Stunden später mit seinem Heimsieg den Herbeder Abstieg besiegeln würde, doch letztlich wäre wohl auch das egal gewesen. Denn der HSV bewies sich quasi selbst, dass er noch gewinnen kann. Gleichzeitig bereitete man Coach Uli Schwartz einen tollen Abschied.

Es war Schwartz’ letztes Spiel als Herbeder Trainer, aber sicher nicht jenes, das im Falle einer Niederlage für den Gang in die Bezirksliga ursächlich gewesen wäre. Die entscheidenden Punkte ließen die Wittener im Abstiegskampf schon vor Wochen liegen. Zudem rechnete man schon damit, dass Warstein zum Abschluss gegen Hohenlimburg gewinnen würde. So kam es dann auch. Der HSV wird sich in die Landesliga zurückkämpfen müssen. Doch dass der Kader – sollte er denn zusammenbleiben – dazu das Potential hat, bewies man in Olpe ein letztes Mal eindrucksvoll.

Denn sofort nahmen die Schwarz-Weißen das Heft in die Hand und erkämpften sich eine knappe Führung. Selbst durch Olpes Ausgleich zum 9:9 (19.) ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen und zog dem Tabellenfünften bis zur Pause wieder davon – sogar auf drei Tore (16:13, 30.). Nach dem Seitenwechsel baute die Schwartz-Sieben ihren Vorsprung gar auf fünf Treffer aus. Chris Hake traf zum umjubelten 23:19 (41.).

Danach allerdings leistete man sich eine kleine Schwächephase. „Wir hatten bestimmt acht Angriffe, die wir nicht gut ausgespielt haben“, sagte Schwartz. So kam der Gastgeber wieder heran und glich aus zum 30:30 (54.). In den Schlussminuten entwickelte sich ein wahrer Handball-Krimi. Der HSV agierte die letzten zwei in Überzahl, wollte mit einer offensiven Deckung „auf Zeitspiel gehen oder den Gegner in die Mitte drängen“ (Schwartz). Letzteres gelang. Man fing den Ball ab und schickte Thomas Radtke auf die Reise, der zwei Sekunden vor Ende zum 34:33 traf. „Ich fand die Reaktion der Mannschaft wirklich total gut“, so ein stolzer Schwartz, der den Club mit einem Sieg verlässt.

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