FUSSBALL

Radikaler Umbruch bei Wittener A-Ligist Türkischer SV

Seine erste Trainerstation nimmt Admir Tumbul (re.) beim A-Kreisligisten Türkischer SV in Angriff.

Seine erste Trainerstation nimmt Admir Tumbul (re.) beim A-Kreisligisten Türkischer SV in Angriff.

Foto: Biene Hagel / Funke Foto Services

Witten.   Ein radikaler Umbruch geht beim Türkischen SV vonstatten. Der neue Trainer Admir Tumbul lotst rund 20 Spieler zum Wittener A-Liga-Club.

Mit der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in die A-Kreisliga konnte man beim Türkischen SV durchaus zufrieden sein. Schon recht früh zeichnete sich ab, dass man ohne größere Probleme die Klasse halten würde - das vorrangige Ziel war also bald erreicht. Für die neue Spielzeit allerdings müssen sich die TSV-Fußballer nach dem Weggang von Ex-Trainer Kerem Kalan neu aufstellen - ein rigoroser Neuaufbau steht bevor.

„Eigentlich haben wir den ja schon so gut wie vollzogen“, sagt Admir Tumbul, der an der Pferdebachstraße seine erste Trainerstation in Angriff nimmt. „Der Verein hatte mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Das ist sicherlich ein interessantes Projekt“, so der 29-Jährige, der zuletzt für den TuS Stockum aktiv war, seit einer Mittelfuß-Operation im Winter nicht mehr so richtig in die Spur kam. „Eventuell muss ich noch mal unters Messer. Vorerst kann ich mich ganz auf den Job an der Seitenlinie konzentrieren.“

Derbys gegen Stockum oder Herbede sind reizvoll

Und der hat es allemal in sich für Tumbul. Denn immerhin bleiben vom bisherigen Kader des Türkischen SV, der die A-Kreisliga auf Platz elf abschloss, gerade mal drei Spieler übrig. „In die Saison gehen möchte ich aber schon mit einem Kader von 22, 23 Mann“, sagt der neue TSV-Coach selbstbewusst. Gemeinsam mit seinem künftigen Co-Trainer Stavros Pechlivanis hat sich Tumbul in den letzten Wochen intensiv darum bemüht, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. „Viele von den Jungs haben schon in Wittener Vereinen gespielt, zuletzt aber zum Teil längere Pausen gemacht, weil sie irgendwie die Lust am Fußball verloren hatten. Die wollen wir nun gemeinsam wieder wecken“, sprüht der 29-Jährige vor Ehrgeiz - zumal die A-Kreisliga in der kommenden Spielzeit noch einmal an Niveau hinzugewinnen dürfte und mit einer Vielzahl von Lokalderbys - u. a. gegen den SV Herbede, gegen Platznachbar TuS Stockum oder die DJK TuS Ruhrtal - lockt.

„Das lässt sich bislang ganz gut an. Beim Training sind seit einigen Wochen immer rund 20 Spieler“, sagt Vorstandsmitglied Aykan Özer, der auch als Co-Trainer im neuen TSV-Konstrukt fungieren wird. „Vor der letzten Saison galten wir doch als Abstiegskandidat Nummer eins. Dafür haben wir uns dort richtig gut geschlagen. Unser Ziel, die Klasse zu halten, haben wir erreicht“, so Özer. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt für die Spielzeit 2019/20 nun auch Trainer-Novize Admir Tumbul. „Man muss erstmal sehen, wo das alles so hinführt“, sagt der frühere Stockumer und Hevener. Mit Angreifer Musa Colak (TuS Stockum) oder Fitim Peci (Oberliga-Erfahrung beim TuS Heven) hat er Spieler mit gutem Potenzial an Bord. „Dazu kommen auch einige ganz Junge, die zuletzt beim FSV Witten oder bei Eintracht Dortmund gespielt haben.“ Man darf gespannt sein, wie schnell das TSZ-Puzzle zusammenwächst.

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