Handball

Pleite im letzten Lohrmann-Spiel

Durch die Pleite in Menden ist die SG ETSV Ruhrtal um Jennifer Böhmer (hinten) auf den vorletzten Rang abgerutscht.

Durch die Pleite in Menden ist die SG ETSV Ruhrtal um Jennifer Böhmer (hinten) auf den vorletzten Rang abgerutscht.

Foto: Martina Dinslage

Menden.   ETSV-Trainer tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bei seinem Abschied gibt Ruhrtal einen Fünf-Tore-Vorsprung aus der Hand.

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Menden Sauerland Wölfe -
SG ETSV Ruhrtal Witten 29:26

ETSV: Mühlhaus, Schabacker; Eckardt (1), Behler (8/3), Schmidt (1), Jasinska (2), Böhmer (5), Löffler (2), Herrmann (2/2), Ammon (2), Prior, Prior, Lünemann, Denda (3), Ascherfeld.

Die Oberliga-Handballerinnen von der SG ETSV Ruhrtal Witten müssen über die Winterpause gleich zwei Schocks verdauen. Im Kellerduell bei der SG Menden Sauerland Wölfe mussten sich die Wittenerinnen mit 26:29 (17:14) geschlagen geben. Die Sauerländerinnen zogen damit am ETSV vorbei. Witten ist nur noch Tabellenvorletzter.

Das letzte Spiel des Jahres war gleichzeitig die letzte Partie von Trainer Michael Lohrmann. Er tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. „Der Arzt hat mir quasi verboten, Trainer zu sein“, sagt Michael Lohrmann. „Für mich, aber auch für die Mädchen war die Niederlage in Menden eine große Enttäuschung. Sie hätten mir zum Abschied gerne einen Sieg geschenkt“, so der scheidende Übungsleiter. Und ein Sieg, der wäre sogar möglich gewesen.

Trotz aller Umstände – die Mannschaft wusste schon vor dem Spiel vom Lohrmann-Aus und lief zudem gesundheitlich auf dem Zahnfleisch – warf der ETSV im Sauerland alles in die Waagschale und erspielte sich im ersten Durchgang eine gute Ausgangsposition. Dabei lief gerade in der Defensive längst nicht alles rund.

Insbesondere aus dem linken Rückraum waren die Gastgeber kaum zu bremsen. „Bei uns hat die Harmonie zwischen Abwehr und Torhüterinnen diesmal nicht wie gewohnt funktioniert“, sagte Lohrmann. Dafür machte die starke Kathrin Lünemann gegen ihren Ex-Klub die linke Seite, sonst Achillesferse der Wittenerinnen, dicht. Und im Offensivspiel machte es sich bezahlt, dass der ETSV unter der Woche Eins-gegen-eins-Situationen trainiert hatte. „Das haben die Mädels fantastisch umgesetzt. 17 Tore sind für uns sehr gut“, meinte Lohrmann. Insbesondere Maike Behler brach immer wieder durch und traf.

So ging es mit einer 17:14-Führung in die Halbzeit, die der ETSV nach dem Seitenwechsel auf 19:14 ausbaute. „Dann war unser Spiel auf einmal wie abgeschnitten“, so Lohrmann. Der ETSV brachte sein Angriffsspiel nun nicht mehr durch, scheiterte immer wieder am Mendener Block und gestattete den Gastgebern damit einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Mit einem 8:0-Lauf drehten die Sauerländerinnen die Partie zur ihren Gunsten – 22:19 (44.). Davon erholte sich Witten in der Folge nicht mehr. Über 25:20 (48.) und 27:22 (50.) fuhr Menden den ersten Heimsieg ein.

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