TISCHTENNIS

„Oxana war früher mein großes Vorbild“

Neuzugang bei der DJK BW Annen: Natalia Zherebina. 

Neuzugang bei der DJK BW Annen: Natalia Zherebina. 

Foto: Davide sousa

Witten.  In der 3. Tischtennis-Bundesliga baut der Wittener Aufsteiger DJK BW Annen künftig auch auf die junge Russin Natalia Zherebina.

Für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der DJK Blau-Weiß Annen sorgte in der abgelaufenen Saison der Aufstieg des Damen-Teams in die 3. Tischtennis-Bundesliga. Erstmals ist der Club in diesem Sport auch auf Bundesebene vertreten. Um sich auf diesem Niveau halten zu können, war eine weitere personelle Verstärkung nötig. Fündig geworden sind die Annener bei der Russin Natalia Zherebina, die in der vorigen Saison Erfahrungen auf internationalem Terrain sammelte.

„Ich wurde im vergangenen Jahr nach Portugal eingeladen von einem der dort lebenden, sehr erfolgreichen Trainer“, so die 23-Jährige. Zuvor hatte sie beim ehemaligen Annener Ligarivalen 1. TTV Richtsberg gespielt - unweit ihres Wohnorts im hessischen Marburg, wo Zherebina an der Philipps-Universität Psychologie studiert. Auf der Blumeninsel Madeira ging die Rechtshänderin dann für den Erstliga-Club Ponta do Pargo auf Punktejagd - ca. 90 Kilometer von Funchal entfernt gelegen. „Das war natürlich eine Herausforderung für mich, weshalb ich schon vor Saisonbeginn ‘rübergeflogen bin zum Trainieren“, berichtet die Neu-Annenerin.

Immerhin bekommt man es in der portugiesischen Eliteklasse mit international bewährten Kräften wie der rumänischen Ex-Europameisterin Daniela Dodean oder der langjährigen deutschen Nationalspielerin Zhenqi Barthel Apolonia zu tun. „Mit meiner Leistung in Portugal war ich zufrieden. Gegen Spielerinnen, die ungefähr mein Niveau haben, habe ich gewonnen“, wie sich Zherebina erinnert.

Bei Blau-Weiß-Rivale Richtsberg gespielt

Dass die gebürtige Moskauerin mit ihrem Verein u. a. die zweite Runde im ETTU-Cup erreichte, war eine der positiven Erfahrungen auf der portugiesischen Insel. Da für Zherebina, die als Neunjährige mit dem Tischtennisspielen begann, ab dem Herbst aber in Marburg das Master-Studium beginnt, wollte sie schon wieder in Deutschland aufschlagen. „Richtsberg hat zwei Jahre lang in der Liga gegen Annen gespielt - so hatte ich damals Paulo Rabaca kennengelernt“, so die 23-Jährige über den ersten Kontakt zum BWA-Geschäftsführer, den sie dann fragte, ob ein Wechsel nach Witten zur Saison 2019/20 möglich sei. „Bei uns in der Nähe gibt es sonst keine Mannschaften, die so hoch spielen.“

Für Rabaca, der ohnehin auf der Suche nach einer Verstärkung für das untere Paarkreuz war, kam diese Anfrage wie gerufen. Schnell waren Nägel mit Köpfen gemacht, so dass in der kommenden Spielzeit Natalia Zherebina im gleichen Team stehen wird wie ihr einstiges Idol. „Oxana Fadeeva war früher mein großes Vorbild, als ich noch klein war. Persönlich kannte ich sie damals nicht. Ich habe sie bei einem Spiel vor zwei Jahren kennengelernt. Was soll ich sagen? Sie ist eine überragende Spielerin mit sehr interessantem System - und dazu noch ein sehr netter Mensch. Dass ich nun im gleichen Team sein kann, war wahrscheinlich ein Grund, warum ich nach Annen gewechselt bin“, so die junge Landsfrau der zweimaligen Europameisterin im Dress von BW Annen.

International besetztes Team

Für die Wittenerinnen wird es in der ersten Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte vorrangig darum gehen, sich möglichst in dieser Spielklasse zu etablieren. Mit Oxana Fadeeva und der Weißrussin Tatsiana Bahr verfügt das Team über zwei sehr erfahrene Hochkaräterinnen, dazu nun neben der Litauerin Ingrida Preidziute und Lisa Straube mit Neuzugang Natalia Zherebina auch jüngere, erfolgshungrige Spielerinnen, die sich auf diesen Niveau ihre Sporen aber erst noch verdienen müssen. „Mein Ziel ist, in der dritten Liga erfolgreich zu spielen. Das ist noch Neuland für mich - dafür werde ich fleißig trainieren.“

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