Tischtennis

NRW-Pokal geht erstmals nach Annen

Im Finale gegen den Verbandsligisten TTF Bad Honnef ließ Annens Sophie von Buttlar im Auftakteinzel der erfahrenen Veronika Ludwig das Nachsehen.

Im Finale gegen den Verbandsligisten TTF Bad Honnef ließ Annens Sophie von Buttlar im Auftakteinzel der erfahrenen Veronika Ludwig das Nachsehen.

Foto: Jürgen Theobald

Witten.   BWA-Frauen holen beim Heimspiel in der Holzkamphalle den Titel. Blau-Weißes Trio lässt im Finale TTF Bad Honnef das Nachsehen. Im Mai geht’s um den Deutschland-Pokal.

Einen großartigen Erfolg landeten die Tischtennis-Damen der DJK Blau-Weiß Annen am Sonntag in der Holzkamp-Sporthalle. Nachdem sich die Wittenerinnen für die Endrunde des NRW-Pokalwettbewerbs qualifiziert hatten, bewarben sie sich nicht nur erfolgreich um die Ausrichtung dieses Turniers für Männer- und Frauen-Mannschaften – eine der beiden Trophäen schnappten sich die Annenerinnen schließlich selbst.

„Das müsste eine lösbare Aufgabe sein“, hatte BWA-Geschäftsführer Paulo Rabaca vor dem Halbfinalduell mit den Damen der TTF Bönen noch eher verhalten optimistisch geklungen. Doch an den Tischen ließen die Wittenerinnen, die mit Sophie von Buttlar, Barbara Pernack und Leonie Humme antraten, von Beginn an nicht den geringsten Zweifel daran, dass sie scharf auf einen Platz im Finale waren. Die drei Auftakt-Einzel gingen allesamt souverän an die jungen Wittenerinnen, die während der Saison in der NRW-Liga- bzw. der Verbandsliga am Ball sind. Alleine Barbara Pernack ärgerte sich ein wenig, dass sie in ihrer Partie gegen Malina Elfert einen Satz abgegeben hatte. Nägel mit Köpfen machte das blau-weiße Erfolgstrio schließlich schon im Doppel, wo von Buttlar und Pernack locker mit 3:0 gewannen und mit einem 4:0 die Endspiel-Teilnahme sicherten. Dort ging es gegen den Verbandsligisten TTF Bad Honnef aus dem Rheinland, der sich ähnlich glatt mit 4:1 gegen den TuS Wickrath behauptete.

Eine knifflige Aufgabe hatte im Endspiel des Pokalwettbewerbs Sophie von Buttlar zu lösen, die auf die erfahrene Materialspielerin Veronika Ludwig traf. Im ersten Satz konnte das BWA-Talent seine größeren technischen Möglichkeiten noch nicht gewinnbringend einsetzen, unterlag knapp mit 11:13. Mit zunehmender Spieldauer aber wurde von Buttlar sicherer, holte sich die folgenden beiden Sätze mit 11:9 und 11:7 und behielt auch im engen vierten Durchgang die Nerven – 11:9, das war der wichtige Sieg im Auftakteinzel. Nebenan überzeugte auch Leonie Humme, die gegen Johanna Denkhaus trotz verlorenen ersten Satzes (9:11) groß aufspielte, teilweise spektakuläre Punkte machte. Die folgenden beiden Sätze gewann sie mühelos, im vierten Durchgang musste die Verlängerung herhalten, ehe Humme mit dem 12:10 den nächsten BWA-Zähler bejubeln durfte.

Auch gegen Bad Honnef machte es Barbara Pernack, die in dieser Saison schon zweimal im Regionalliga-Team der DJK ausgeholfen hatte, wieder etwas spannender als nötig. Gegen Karolina Schulz lag sie schon mit 1:2-Sätzen hinten, ehe sie die folgenden mit 11:6 und 11:4 zu ihren Gunsten entschied. 3:0 für Annen, das war bereits die halbe Miete.

Im Doppel mussten von Buttlar/Pernack nur noch den Deckel draufmachen - und das gelang ihnen mit einem überlegenen 3:0-Erfolg. Damit hieß es 4:0 für die Gastgeberinnen, die sich somit erstmals den NRW-Pokal sicherten. „Eine überzeugende Leistung der gesamten Mannschaft – darauf kann man stolz sein“, freute sich Paulo Rabaca über diesen Triumph. Als Gewinnerinnen auf Landesebene dürfen die jungen Annener Tischtennis-Damen nun auch an der deutschen Pokalmeisterschaft teilnehmen, die am Himmelfahrts-Wochenende im Mai in Baden-Württemberg ausgetragen wird.

Bei den Männern war BW Annen nicht mit einem Team vertreten. Hier holte erwartungsgemäß die Zweitvertretung des TTC Indeland Jülich den Pokal, die das Finale mit 4:1 gegen den Annener Ligarivalen TTSG Lüdenscheid gewann. Dritter wurde der TTC Union Düsseldorf mit einem 4:1 gegen die DJK Falken Rheinkamp.

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