HALLENSPORT

Mobile Sitzbänke sorgen für Ärger

Die Handballerinnen des ETSV Witten (hier mit Ana Karabatic, am Ball) und ihre Sportkameraden vom Wittener TV mussten in dieser Saison schon öfter vor leeren Rängen spielen, weil die Tribüne nicht ausgefahren werden konnte.

Foto: Manfred Sander

Die Handballerinnen des ETSV Witten (hier mit Ana Karabatic, am Ball) und ihre Sportkameraden vom Wittener TV mussten in dieser Saison schon öfter vor leeren Rängen spielen, weil die Tribüne nicht ausgefahren werden konnte. Foto: Manfred Sander

Witten.   ETSV und WTV: Tribüne der Kreissporthalle wohl öfter nicht ausgefahren. Keine Schlüssel-Probleme in der Husemannhalle und bei anderen Vereinen.

So sehr Michael Lohrmann die Telefondrähte auch glühen ließ, das Hausmeister-Team der Kreissporthalle bekam der Trainer des ETSV Witten am Vorabend des entscheidenden Spiels seiner Handballerinnen um den Oberliga-Aufstieg nicht an die Strippe. Die Sitzplatztribüne drohte nicht ausgefahren werden zu können. Am Ende konnte sich der Verein selbst behelfen. Doch das Problem trat nicht zum ersten Mal auf. Woanders in der Ruhrstadt läuft dagegen alles reibungslos.

Der Clubvorstand des ETSV schaffte mit einem alten, glücklicherweise passenden Schlüssel selbst Abhilfe und verhinderte so kurz vor knapp leere, weil nicht vorhandene Ränge. Rund 350 Zuschauer konnten so doch noch mitfeiern. Denn die Schützlinge von Michael Lohrmann stiegen auf. Ohne die ausgefahrene Tribüne wäre die Atmosphäre wohl nicht halb so stimmungsvoll gewesen.

Die Tribünenproblematik betrifft nicht nur den ETSV Witten. Auch die Handballer des Wittener TV wissen davon zu berichten. „Das ist jetzt schon zwei, drei Mal vorgekommen“, sagt Vereinsvorsitzender Ronald Wedig. Ihn störe vor allem, dass sich die Hausmeister oft über „Kleinigkeiten“ beschweren, es dann aber nicht schafften würden, die Ränge auszufahren. Für die Sitzbänke ist das von einer Zeitarbeitsfirma gestellte Hausmeister-Team verantwortlich. Nur das hat eigentlich den benötigten Schlüssel. „Vielleicht wäre es sinnvoll, eine Begehung mit den Vereinen zu machen und ihnen dann auch einen Tribünenschlüssel auszuhändigen“, schlägt Wedig vor.

Auch die nur einen Steinwurf von der Kreissporthalle entfernte Fritz-Husemann-Sporthalle verfügt über ausfahrbare Ränge. Für Ärger sorgten die bislang aber noch nicht. „Dort gibt’s dieses Problem nicht“, weiß der Vorsitzende des WTV. „Wenn mal etwas schiefläuft, dann wird mit den Hallenwarten gesprochen und dann läuft alles auch wieder. Ganz ohne Tamtam“, so Wedig weiter. Da die Husemannhalle der Stadt Witten gehört, ist dort auch städtisches Personal angestellt. „Da ist immer jemand da“, sagt Tanja Lücking vom Stadtsportverband.

Zugang ist problemlos möglich

Die Schließverantwortung der anderen Sporthallen im Stadtgebiet liegt bei den nutzenden Vereinen. „Bei uns gibt’s da absolut keine Probleme“, sagt Tim Richter von der SG Witten Baskets. Die Basketballer teilen sich mit vielen Clubs die Viehmarkthalle. Allerdings geht’s da auch nur um den Zugang zur Halle, nicht um die Einrichtung mobiler Sitzmöglichkeiten.

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