HALLENFUSSBALL

Mellmausländer drehen Halbfinale mit links

Da ballt er die Siegerfaust: Jan Kastel, Trainer von TuRa Rüdinghausen, feiert den knappen Halbfinal-Erfolg über den VfB Annen. Später gab’s für die Mellmausländer auch den Titel.

Da ballt er die Siegerfaust: Jan Kastel, Trainer von TuRa Rüdinghausen, feiert den knappen Halbfinal-Erfolg über den VfB Annen. Später gab’s für die Mellmausländer auch den Titel.

Foto: Oliver Schinkewitz

Witten.   TuRa gewinnt 3:2 nach 0:2 gegen Annen dank der feinen linken Füße von Julian Mangerich und Fabian Deppe. Ruhrtal bezwingt Heven vom Punkt.

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Drama in den Halbfinals: TuRa Rüdinghausen begrub die Finalträume von Ausrichter VfB Annen in spektakulärer Manier und Titelverteidiger DJK TuS Ruhrtal zeigte gegen den TuS Heven die besseren Nerven.


VfB Annen - TuRa Rüdinghausen 3:2. Eigentlich sah lange alles nach einem Annener Sieg aus. Vincent Holthaus (3.) und Yannik Igel (4.) stießen die Tür zum Endspiel für den Ausrichter mit ihrem Doppelschlag schon weit auf. Clever, wie die Annener TuRa Rüdinghausens Taktik der Zwischenrunden-Partien kopierten, tief standen und dann schnell umschalteten. Allein effektiv war man nicht. Daniel Mudric und Vincent Holthaus vergaben binnen Sekunden einen dritten Treffer (7.).

Dass mit den Mellmausländern am zweiten Turniertag immer zu rechnen war, hatten sie schon beim 3:3 nach 0:3-Rückstand gegen den SV Bommern bewiesen. Und auch im Halbfinale drehte man spät noch einmal auf. Julian Mangerich und Fabian Deppe stellten jeweils mit ihrem starken linken Fuß binnen 20 Sekunden alles wieder auf Anfang (9.) – 2:2. Dann der endgültige K.O. für den VfB: Abermals Deppe machte ein Zuspiel in Strafraumnähe mit dem Rücken zum Tor gut fest, drehte sich um seinen Gegenspieler herum und vollendete wuchtig zum 3:2-Siegtreffer unter den Querbalken – wieder mit links. Dass der VfB die letzten Sekunden in Überzahl noch einmal alles in die Waagschale warf, änderte am Endergebnis nichts mehr.


TuS Heven - DJK TuS Ruhrtal 3:4 (9m). In einer taktisch geprägten Partie, in der beide Mannschaften zunächst darauf aus waren, kein Gegentor zu kassieren, sorgte Hevens Sven Türker für den ersten Höhepunkt. Er wurschtelte den Ball aus kurzer Distanz an drei Ruhrtaler Verteidigern vorbei ins Tor (5.).

Torraumszenen waren danach Mangelware, ehe Elvis Karisik sich ganz ballsicher zeigte und in Bedrängnis Maik Knapp bediente. Der bewies den richtigen Riecher und spitzelte das Spielgerät zum 1:1 in die Maschen (9.). Dabei blieb es bis zur Schlusssirene.

Vom Punkt zeigten dann die Ruhrtaler die besseren Nerven. Keeper Philipp Kathstede entschärfte gegen Türker und Laurenz Wassinger. Der Rest war Jubel pur.

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