BILLARD

Lindemann wünscht sich das Traumfinale

Gebannter Blick auf den Spielball: Ronny Lindemann (BCC Witten) hofft in Bad Wildungen auf seinen zweiten nationalen Meistertitel im Dreiband-Billard auf dem großen Tisch.

Foto: Barbara Zabka

Gebannter Blick auf den Spielball: Ronny Lindemann (BCC Witten) hofft in Bad Wildungen auf seinen zweiten nationalen Meistertitel im Dreiband-Billard auf dem großen Tisch. Foto: Barbara Zabka

Witten.   Als Titelverteidiger reist Ronny Lindemann (BCC Witten) zur Dreiband-DM. Dort könnte er auf seinen bisherigen Angstgegner Martin Horn treffen.

Seinen bislang größten sportlichen Erfolg würde er am kommenden Wochenende zu gerne wiederholen. Ronny Lindemann, Billard-Ass des Bundesligisten BCC Witten, tritt bei der Deutschen Meisterschaft im Dreiband im hessischen Bad Wildungen ab Freitag als Titelverteidiger an. Darüber hinaus hat der Club mit Jenny Aßmann bei den Damen und auch mit Edgar Bettzieche auf dem kleinen Billard noch zwei Medaillen-Kandidaten vor den Toren Kassels im Einsatz.

„Einfach wird das auf jeden Fall nicht“, sagt Lindemann vor dem Auftakt der Meisterschaft. „So gut wie in diesem Jahr war die DM im Dreiband wohl lange nicht.“ Insgesamt 16 Akteure nehmen den Titel ins Visier, gespielt wird zunächst eine Vorrunde mit vier Vierergruppen, ab Samstag folgen dann die K.O.-Partien, die Finals sind für Sonntag angesetzt. Ob es dann zum brisanten Vergleich zwischen Ronny Lindemann (36) und dem mehrfachen Meister Martin Horn (46; BC International Berlin) kommt? „Er spielt zum ersten Mal seit vier Jahren wieder bei einer Deutschen Meisterschaft mit. Bislang habe ich noch nie gegen ihn gewonnen. Das wäre mein Wunsch fürs Finale“, so der Wittener. Lindemann vertraut jedenfalls auf die eigene Klasse.

Der Dreiband-Könner des BCC hat ein sehr gutes Jahr hinter sich, war auch international viel bei Weltcup-Turnieren im Einsatz. „Wenn ich mein Spiel spiele, kann eigentlich kommen, wer will“, reist der Titelverteidiger, der im Vorjahr im Finale Christian Rudolph bezwungen hatte, mit breiter Brust ins deutsche Billard-Mekka nach Bad Wildungen, wo seit 13 Jahren regelmäßig die Titelkämpfe in allen drei Disziplinen (Pool-Billard, Snooker und Karambol-Billard) in der schmucken „Wandelhalle“ ausgetragen werden. „Da sind dann etwa 30 Tische aufgebaut - das ist schon eindrucksvoll“, berichtet Lindemann, der erstmals auch seine Frau und seine kleine Tochter als Glücksbringer nach Hessen mitnehmen wird.

In der Vorrunde bekommt er es mit Dustin Jäschke (Bottroper BA), Carsten Raspel (Bergisch-Gladbacher BC) und Nami Van Tran (BC Stuttgart) zu tun. „Einen der ersten beiden Plätze sollte ich da schon belegen“, ist für den Wittener das Erreichen des Viertelfinales Pflicht. Dass der 36-Jährige wegen der DM-Teilnahme die parallel ausgetragene Weltmeisterschaft in Bolivien sausen lassen muss, wird er wohl am ehesten verschmerzen können, wenn er seinen zweiten Titel holt.

Einen Platz im Halbfinale nimmt auch Clubkollegin Jenny Aßmann ins Visier, die ebenfalls ab Freitag im Einsatz ist und sich im Dreiband-Turnier auf dem kleinen Billard passable Chancen ausrechnet. „Dreiband ist zwar nicht meine Lieblings-Disziplin, aber wenn ich bei einer DM antrete, möchte ich auch etwas erreichen“, sagt die 33-Jährige. Bei der Bundesmeisterschaft in der Freien Partie hatte sie im Frühjahr schon Silber geholt, jetzt will sie sich in der Königsdisziplin beweisen. „Es ist meine erste Deutsche Meisterschaft im Dreiband“, so Aßmann, die von Ronny Lindemann trainiert wird und in der Vorrunde zunächst gegen Jutta Aschenbach (Duisburg) antreten muss.

Erster Gegner von Routinier Edgar Bettzieche (65) auf dem kleinen Billard ist am Freitag Stefan Scheler (Altenweddingen). Der BCC-Senior kann das Turnier ganz entspannt angehen - das Erreichen des Viertelfinales sollte allemal drin sein.

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