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Ligasystem in NRW wird abgeändert

Maxim Skrypka (oben) und die SU Annen ringen demnächst in der Landesliga - doch auch dort soll noch nicht Schluss sein für die großen Ambitionen der Wittener.

Foto: Barbara Zabka

Maxim Skrypka (oben) und die SU Annen ringen demnächst in der Landesliga - doch auch dort soll noch nicht Schluss sein für die großen Ambitionen der Wittener. Foto: Barbara Zabka

Duisburg/Witten.   Die Ringervereine in NRW bekommen ab der Saison 2018 ein neues Ligasystem. Die bisherige Klasse des KSV Witten II fällt weg.

Eine wegweisende Entscheidung für das Mannschaftsringen in Nordrhein-Westfalen wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes am Montagabend abgesegnet. Das Ligasystem wird konsequent überarbeitet, sieht ab der Saison auf NRW-Ebene nur noch drei verschiedene Klassen vor.

„Wir haben für den Ringkampfsport und für die Vereine ein gutes Ergebnis erzielt“, sagte Carsten Schäfer, Geschäftsführer des Landesverbandes. „Rund 90 Prozent der Clubs stehen hinter diesem Entschluss - allen kann man es ja ohnehin nicht recht machen.“ So wird es ab der kommenden Saison jeweils zwei Oberliga-, Landesliga- und Bezirksliga-Staffeln geben - von der Verbandsliga aber hat man sich komplett verabschiedet.

Letztlich kam man nach einer gut fünfstündigen Diskussion in der Sportschule Wedau überein, dass das bisherige System schlichtweg nicht mehr zeitgemäß bzw. praktikabel war. Der Konzept-Vorschlag des Verbands-Präsidiums war den Vereinen schon vorab mitgeteilt worden. „Wie dann im Einzelnen der genaue Modus sein wird, dass soll sich dann nach der Mitgliederversammlung am 28. April zeigen“, so Schäfer.

Ausländerregelung wird ausgesetzt

Zunächst sollte es darum gehen, den Bedenken der Clubs bezüglich der bisherigen Struktur Rechnung zu tragen. In jeder Staffel sollen sechs Mannschaften antreten, die Einteilung erfolgt nach regionalen Gesichtspunkten. „Möglich, dass es dann eine normale Runde mit Hin- und Rückkämpfen sowie eine Meister- oder Abstiegsrunde geben wird“, skizzierte Schäfer ein denkbares Szenario für die Serie 2018. In Witten betrifft dies die Zweitvertretung des Bundesliga-Clubs KSV, die - vorbehaltlich eventueller Rückzüge anderer Clubs - ebenso in die neue Landesliga eingruppiert werden dürfte wie Bezirksliga-Meister Sport-Union Annen, für den die zurückliegende Saison in der untersten Klasse nicht mehr als Trainingscharakter hatte.

„Den Vereinen war vor allem wichtig, dass es weniger Kampftage geben sollte. Maximal sollten es 14 bis 16 sein“, sagte Schäfer. Die bisherigen Mannschaftsstärken in den einzelnen Ligen bleiben gleich. Was sich hingegen ändern wird, ist die Ausländerregel: Durfte man bisher zwei Nicht-EU-Ausländer und einen EU-Ausländer im Team haben, so fallen künftig jegliche Beschränkungen weg. Die Vereine regten aber an, das künftig Jahr für Jahr neu zu beurteilen.

KSV-Vorsitzender Thomas Altstadt findet diese Regelung gut: „Wo funktioniert die Integration denn besser als über den Sport?“ Auch Thorsten Busch, Trainer der SU Annen, ist nach der Versammlung in Duisburg zuversichtlich. „Die Konstellation ist gut für den Sport und die Aktiven. So bekommen wir auch eine leistungsstärkere Liga.“

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