Ringen

KSV Witten stößt Tür zum Viertelfinale weit auf

Wittens rumänischer WM-Teilnehmer Ilie Cojocari (rotes Trikot) zeigte gegen Aachens Gevorg Sahakyan eine herausragende Leistung, gewann das hochklassige Duell mit 11:10.

Foto: Biene Hagel

Wittens rumänischer WM-Teilnehmer Ilie Cojocari (rotes Trikot) zeigte gegen Aachens Gevorg Sahakyan eine herausragende Leistung, gewann das hochklassige Duell mit 11:10. Foto: Biene Hagel

Aachen.   Der KSV Witten gewinnt beim TV Aachen-Walheim mit 16:10, steht mit einem Bein im Bundesliga-Viertelfinale. Ärger wegen Ibaev-Disqualifikation.

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Die Tür zum Viertelfinale in der Ringer-Bundesliga hat der KSV Witten 07 am Samstagabend ganz weit aufgestoßen. Zum dritten Mal in dieser Saison traf das Team von Trainer Fatih Sirin auf den TV Aachen-Walheim - und erstmals setzten sich die Ruhrstädter durch, verschafften sich mit dem 16:10-Erfolg eine optimale Ausgangsposition für den Rückkampf am kommenden Samstag (9. Dezember) in der heimischen Husemann-Sporthalle.

„Die Jungs waren durch die Bank alle hochmotiviert“, freute sich Sirin über die Gala-Vorstellung seiner Schützlinge. Hatten sich die Wittener zuvor ungewohnt schwer getan gegen den TV Aachen-Walheim, setzte diesmal der siebenmalige deutsche Mannschaftsmeister ein deutliches Zeichen und war klar überlegen. Am Ende gewann der KSV sieben der zehn Kämpfe - wobei es sogar noch einer mehr hätte sein können. Im Duell der 71-kg-Klasse (gr.-röm.) zeigte Youngster Idris Ibaev einen spektakulären Kampf gegen Robin Pelzer, war drauf und dran, den Aachener zu besiegen. Es hieß 4:4, Ibaev setzte zu einer wuchtigen Technik an, griff beherzt zur Hüfte seines Gegners und warf ihn zu Boden. In dieser Szene verletzte sich Pelzer beim Aufkommen am Knie, musste später lange behandelt werden. Zur Überraschung aller Wittener entschied Mattenleiter Wolfgang Spänle auf „Beinarbeit“, disqualifizierte den jungen Tschetschenen. „Unglaublich, einen 18-Jährigen so um den Lohn seiner Arbeit zu bringen. Das war nie und nimmer Beinarbeit“, so Sirin.

Zuvor hatten die KSV-Ringer den Gastgebern gerade mal sechs Pünktchen zugestanden, weil Imants Lagodskis das 98-kg-Duell (Freistil) gegen Zviad Metreveli mit 0:5 verlor und Andreas Eisenkrein (66 F) wie erwartet chancenlos gegen Yaschar Jamali war, technisch unterlegen eine „Vier“ abgab.

Die Wittener hatten losgelegt wie die Feuerwehr, gingen gegen den großen NRW-Rivalen gleich mal mit 9:0 in Führung. Arthur Eisenkrein gewann das 57-kg-Duell ohne Probleme, Kasim Aras hatte gegen seinen Ex-Club wenig Mühe, den Schwergewichts-Vergleich mit Martin Otto mit 5:0 zu gewinnen. Und Dawid Ersetic, der überraschend abgekocht hatte fürs 61-kg-Limit, profitierte bei seinem schnellen Schultersieg von einer Verletzung bei Stoyan Spasov, der gleich aufgab.

„Heute haben alle eine exzellente Leistung gezeigt - normalerweise hätten wir sogar noch deutlicher gewinnen können“, so Sirin. Spektakulär bezwang Mateusz Wolny (86 G) den laut KSV-Coach „mehrfach unfair“ ringenden Mario Dotsin mit 11:3, nach der unglücklichen Ibaev-Niederlage folgten dann noch die Siege von Alexander Storck (80 F), Ibro Cakovic (75 F) und Ilie Cojocari (75 G). Letzterer bot sich im finalen Kampf ein famoses Duell mit Gevorg Sahakyan. Cojocari zeigte begeisternde Würfe, führte schon mit 4:0 und 10:2, ehe es noch einmal eng wurde - das 11:10 brachte immerhin einen Zähler aufs Konto des KSV Witten, der im Rückkampf nun alle Vorteile auf seiner Seite hat.

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