FUSSBALL

Kein Ende der schwarzen Serie

Macht derzeit keine glückliche Figur: Michael Kraus (li.) kommt beim SVB kaum zur Geltung.

Macht derzeit keine glückliche Figur: Michael Kraus (li.) kommt beim SVB kaum zur Geltung.

Foto: Manfred Sander

Bommern.   Die Negativserie des SV Bommern 05 wird allmählich zum Trauma. Beim 0:1 gegen den FC Wetter 10/30 lässt die Glosse-Elf selbst beste Chancen aus.

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SV Bommern 05 -
FC Wetter 10/30 0:1 (0:0)

SVB: Hesse; Herbrechter, M. Berghaus, P. Berghaus, D. Mathea, S. Mathea, Janek, Schumacher (71. Hofmann), Kraus (76. Mazurek), Jakobs (85. Motiejunas), Herrmann.
Zuschauer: 80.
Tor: 0:1 Özdemir (86.).

Die Negativserie will und will nicht enden. Achtmal sind die Bezirksliga-Fußballer des SV Bommern 05 in dieser Saison angetreten, achtmal gingen sie als Verlierer vom Feld. Der Frust nagt gewaltig an den Goltenbusch-Kickern, die beim 0:1 (0:0) gegen den FC Wetter 10/30 beileibe keine schlechte Figur gemacht haben.

Trainer André Glosse musste nach dem Schlusspfiff einige Meter machen, ging auf jeden seiner Spieler zu und spendete Trost. Teils hockten die Bommeraner weit verstreut und in sich versunken auf dem Kunstrasen, sinnierten vermutlich über die gewaltige Pechsträhne, die die Grün-Schwarzen derzeit am Wickel hat. „Es ist wie bei einer Spieluhr - immerzu das gleiche Lied“, so der SVB-Coach. „Das war eine engagierte Leistung heute, aber wir belohnen uns einfach nicht, lassen selbst die größten Chancen liegen.“

Frisch aus dem Urlaub zurück, fand Glosse eine Bommeraner Elf vor, die gegen einen spielerisch guten Gegner beherzt zur Sache ging, das peinliche 2:9 in Kalthof vergessen machen wollte. Chancen gab’s zunächst hüben wie drüben kaum, dann vergab Wetters Michalis Kakoulidis frei stehend einen Kopfball (26.), wenig später jagte Marcel Herrmann den Ball weit über den Kasten (29.). Kurz vor dem Wechsel setzte der SVB-Angreifer zum Solo an, wurde aber geblockt.

Würde der technisch so begabte Offensivspieler nicht eine so ellenlange Trefferflaute mit sich herumschleppen, vermutlich wäre er mit der 100-Prozent-Chance in der 49. Minute anders umgegangen. Doch so flog sein Kopfball über die Latte, die Zuschauer raunten, wollten es gar nicht wahrhaben. Noch viel besser war die Gelegenheit, die wenig später Holger Schumacher hatte. Doch nach schönem Herrmann-Lupfer schob er den Ball aus acht Metern dem FC-Schlussmann harmlos in die Arme (52.). „Sowas wird bestraft“, fürchteten einige SVB-Anhänger und sollten Recht behalten. In der 86. Minute verloren die Wittener leichtfertig an der rechten Seitenlinie den Ball, Wetter spielte die Kombination blitzgescheit zu Ende - in der Mitte stand Joker Gökhan Özdemir mutterseelenallein und traf zum 1:0.

„Uns ist einfach diese Leichtigkeit verloren gegangen, die wir zum Teil in der Vorbereitung hatten. Uns würde schon mal ein Punkt für die Moral reichen“, so Trainer André Glosse. Dass auch er sich und seine Arbeit hinterfragt, gab er gerne zu. „Ich werde aber auf jeden Fall weiter kämpfen, genau wie meine Mannschaft.“

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