2. WITTEN-TRIATHLON

Kaiserwetter sorgt für das Sahnehäubchen

Flott unterwegs waren die Triathleten beim Jedermann-Rennen. Rasant ging es vorbei an Zuschauern und Möbelhaus.

Foto: Jürgen Theobald

Flott unterwegs waren die Triathleten beim Jedermann-Rennen. Rasant ging es vorbei an Zuschauern und Möbelhaus.

Witten.   Erwachsene und Schüler genießen tolle Atmosphäre bei Sonnenschein. Lehrer-Eltern-Staffellauf sorgt für Höhepunkt. Ausrichter ist voll zufrieden.

Wo sonst große Möbelstücke in optimalerweise noch größere Autos verfrachtet werden, wurde am Wochenende fleißig geplanscht, geradelt und gelaufen. Das Gelände rund um das Möbelhaus Ostermann verwandelte sich beim 2. Witten-Triathlon in eine große Sportarena. Groß und Klein, Hobbysportler und ambitionierte Athleten zogen im mobilen Schwimmbecken ihre Bahnen und spurteten unter lauten Anfeuerungsrufen der zahlreichen Zuschauer die Parkplatzreihen entlang. Die zweite Auflage der vom Triathlon TEAM TG Witten organisierten Sportveranstaltung war einmal mehr eine riesen Gaudi. Wer am Ende auf den Ergebnislisten jeweils die Nase vorn hatte, war dabei fast nebensächlich.

Es ist die besondere Atmosphäre, die den Witten-Triathlon ausmacht. Auf engstem Raum wurden wieder Schwimmen, Radfahren und Laufen ausgetragen. Das Publikum war hier wirklich mittendrin statt nur dabei, pilgerte quasi mit dem Athletenstrom, um nichts zu verpassen. Mit kräftigen „Frau Dettmar! Frau Dettmar! Frau Dettmar!“-Rufen schickten die jungen Schüler der Holzkamp-Gesamtschule ihre Sport- und Geschichtslehrerin Sabine Dettmar im Zielbereich auf die letzte Laufrunde des abschließenden Lehrer-Eltern-Staffelwettbewerbs. Die 27-Jährige Triathletin hatte vor dem Rennen noch spaßig von ihren Schützlingen gefordert: „Und jetzt immer schön die Lehrer anfeuern.“ Die taten, wie ihnen befohlen und gaben alles. Wie übrigens auch Söhne, Töchter, Ehepartner, Arbeitskollegen und Sportkameraden, die am Streckenrand bei den Rennen mitfieberten.

Auf der anderen Seite der Absperrung schwitzten derweil die angestachelten Aktiven. Denn auch wenn es nicht nur ums Gewinnen ging, der Ehrgeiz war bei Jung und Alt dann doch zu spüren. „Wir haben fleißig trainiert“, bestätigte Lehrerin Dettmar, die mit ihren Kollegen insgesamt 67 Schüler ins Rennen schickte. Dafür standen im Vorfeld Laufeinheiten und sportliche Freibadbesuche auf dem Stundenplan. An den anderen teilnehmenden Wittener Schulen dürfte das nicht unbedingt anders ausgesehen haben.

Prise Humor darf nicht fehlen

So ging es am Wochenende bestens vorbereitet an den Start. Schon ganz früh um 9 Uhr sprangen die „Jedermänner“ ins Wasser. Staffeln, Firmenstaffeln, Schnuppertriathleten, Jugendliche und Schüler folgten. Zum Schluss mussten Lehrer und Eltern ‘ran – der Höhepunkt der Veranstaltung. „Wir nehmen noch Geschenke von denjenigen an, die nur zwei Bahnen schwimmen wollen“, flachste der Starter vom TTW am Beckenrand über das Megafon. Das Angebot nahm allerdings keiner an. Alle zogen die vier Bahnen durch und übergaben an den jeweiligen Radfahrer.

Dass das alles noch bei Kaiserwetter stattfinden konnte, setzte dem Sonntag aus Sicht der Organisatoren die Krone aus. „Besser ging es nicht“, meinte Veranstalter Peter Dümpelmann, der das Ostermann-Gelände mit seinem Team bereits zwei Tage vorher wettkampftauglich hergerichtet hatte. Dazu wurden wie schon im vergangenen Jahr wieder ein großes, mobiles Schwimmbecken aufgebaut und die Rad- und Laufstrecken mühsam abgesteckt. Sogar Löcher im Asphalt wurden bunt markiert, damit es nicht zu Stürzen kommt. Die blieben am Ende auch aus. Ebenso wie andere schwere Verletzungen. Bei der warmen Witterung hatten wenige Kinder mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, wurden vom anwesenden medizinischen Fachpersonal aber schnell wieder aufgerichtet.

Dümpelmann dankt Helfern

Überhaupt gaben sich die Organisatoren wieder große Mühe. Für die Kleinsten standen zwei Hüpfburgen bereit und Hunger bzw. Durst leiden musste auch niemand. „Ich möchte mich bei allen Helfern aus den Vereinen, uns Wohlgesonnenen und den Sponsoren bedanken, ohne die ginge nix“, meinte Dümpelmann, dass man beim TTW einen „ganz stressfreien Tag“ gehabt habe. „Das war hier eine rundum gelungene Geschichte“, so der Orga-Chef. Eine Erfolgsgeschichte, die schon im nächsten Jahr weitergeschrieben werden könnte. Der Witten-Triathlon hat sich endgültig etabliert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik