SOFTBALL

Junge Wittenerin ist auf dem Sprung ins Nationalteam

Hat ihre Leidenschaft für den ur-amerikanischsten Sport überhaupt entdeckt: Marie von Rüden ist vermutlich das größte Softball-Talent, welches die Wittener Kaker Lakers bislang hervorgebracht haben.

Hat ihre Leidenschaft für den ur-amerikanischsten Sport überhaupt entdeckt: Marie von Rüden ist vermutlich das größte Softball-Talent, welches die Wittener Kaker Lakers bislang hervorgebracht haben.

Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Einen Sichtungslehrgang in der deutschen U 16-Auswahl absolviert Kaker-Lakers-Talent Marie von Rüden. Mit etwas Glück darf sie bald zur EM.

„Wenn ich daran denke, bekomme ich immer noch Gänsehaut“, erinnert sich Jens Schupak. Der leidenschaftliche Baseball-Spieler und Vorsitzende der Witten Kaker Lakers ist „unglaublich stolz“ auf das, was seine Nachwuchsspielerin Marie von Rüden bislang schon geschafft hat. Für dieses Oster-Wochenende wurde die 14-Jährige Schülerin zum Sichtungslehrgang der besten Nachwuchs-Softballerinnen nach Karlsruhe eingeladen. Sollte U16-Nationaltrainerin Stephanie Küppers überzeugt von den Fähigkeiten der Kaker Lakers-Spielerin sein, fährt von Rüden im Sommer mit zur Europameisterschaft im kroatischen Zagreb.

„Das wäre für mich natürlich super und bestimmt eine tolle Erfahrung. Erst einmal muss ich mich aber natürlich beim Sichtungs-Lehrgang beweisen“, weiß von Rüden. Von den 17 eingeladenen Nachwuchs-Talenten werden voraussichtlich noch drei aus dem Kader gestrichen. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass Marie zu diesen dreien gehören wird. Sie hat großes Talent“, weiß Kaker Lakers-Vorsitzender Schupak.

Ideale Voraussetzungen

„Ihre anatomischen Anlagen sind nahezu perfekt. Lange Arme, lange Beine, also ein super Hebel zur Beschleunigung des Balles. Jeder, der ein bisschen Ahnung hat, sieht sofort, dass Marie die besten Voraussetzungen hat“, so Schupak.

Klar, dass der Deutsche Baseball-und Softball-Verband schnell auf die Fähigkeiten der 14-Jährigen aufmerksam wurde. Die Leidenschaft für den in Deutschland immer noch größtenteils unbekannten Sport kommt bei von Rüden nicht von ungefähr: „Mein Vater spielt selbst seit einigen Jahren aktiv Baseball und ist auch Trainer hier im Verein. Er hat mich dann vor knapp drei Jahren mal zum Training mitgenommen, und es hat mir total Spaß gemacht“, so die Nachwuchshoffnung der Kaker Lakers.

Ihr Vater gibt hilfreiche Tipps

Auch für die anstehenden Herausforderungen ist die Unterstützung ihrer Eltern immens wichtig: „Mein Vater kann mir natürlich viele Tipps und Hinweise geben, was ich an meinem Spiel noch verbessern kann“, erklärt von Rüden, deren Hauptposition in der Defensive das „Outfield“ ist.

Die 14-Jährige kann sich jedoch nicht nur auf die Unterstützung ihrer Eltern verlassen. Auch der Zusammenhalt bei den Kaker Lakers hatte seinen Anteil am Erfolg der Schülerin. „Die Leute hier unterstützen mich in jedem Spiel. Auch, wenn ich bei den Spielen mal einen Fehler mache, bauen mich die Mannschaftskolleginnen und Zuschauer sofort auf, das hilft mir total“, zeigt sich von Rüden froh über den großen Zuspruch aus den Reihen des Vereins.

Juniorinnen-Bundesliga in Wesseling

Neben ihrer eigenen Aktivität für die Damenmannschaft der Kaker Lakers spielt von Rüden mit einem Zweitspielrecht schon bei den „Wesseling Vermins“ in der Juniorinnen-Bundesliga. Als wäre das nicht schon Aufwand genug, ist die Schülerin dazu auch noch Assistenztrainerin für die Drei- bis Sechsjährigen in ihrem Verein. „Es macht mir einfach total viel Spaß, und so lange der hohe Aufwand mit der Schule zu vereinbaren ist, mache ich das gerne“, so von Rüden.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Sichtungslehrgang ist von Rüden „schon ein bisschen aufgeregt“, wie sie selbst erklärt. „Ich werde mich aber einfach auf das konzentrieren, was ich gelernt habe und versuchen, mein Bestes zu geben. Dann hoffe ich natürlich, dass es für einen Platz im Kader gereicht hat.“

Für das Erreichen der nächsten großen Ziele braucht von Rüden nicht mal großen Ansporn von anderen. „Das ist das Schöne, den Ehrgeiz hat sie selbst“, weiß Clubchef Schupak.

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