DAMENFUSSBALL

In Witten traut man der deutschen Elf den WM-Titel zu

Talentierte Spielerin des SV Bommern 05: Marla D'Hone (Mitte) war mit den Wittenerinnen in der U17-Bezirksliga erfolgreich, wechselt im Sommer in den Seniorinnenbereich.

Talentierte Spielerin des SV Bommern 05: Marla D'Hone (Mitte) war mit den Wittenerinnen in der U17-Bezirksliga erfolgreich, wechselt im Sommer in den Seniorinnenbereich.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Witten.  Für die deutschen Fußballfrauen beginnt am Samstag in Frankreich die WM. In Witten traut man dem umgebauten Team durchaus den großen Wurf zu.

Tour de France mal anders: Am Samstagnachmittag (15 Uhr) greifen die Fußballerinnen der Deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Frankreich ein. Aufgrund der Spielorte werden da einige Reisekilometer zusammenkommen. Zum Auftakt geht’s gegen Außenseiter China. Dzsenifer Maroszan und Co. haben sich zum Ziel gesetzt, die Qualifikation für Olympia 2020 zu packen. Dafür muss ein Platz unter den besten drei Mannschaften Europas her. Wir haben einige Wittenerinnen gefragt, was sie der Elf der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zutrauen.

„Ich werde die Weltmeisterschaft auf jeden Fall verfolgen. Ich glaube, die deutsche Mannschaft kann schon eine gute Rolle spielen. Die Olympia-Quali sollte auf jeden Fall drin sein“, sagt Torjägerin Vanessa-Claire van Laar (32) vom Bezirksligisten Hammerthaler SV. „Und wenn das Team gut drauf ist, geht da definitiv auch noch mehr. Ich denke, die Nationalelf kann um den Titel mitspielen. Wer sonst noch gute Karten hat? Schwierig. Wenn es nach meinem Herzen geht, hoffe ich natürlich, dass die Niederländerinnen in Frankreich gut abschneiden. Die sind schließlich auch ganz gut. Letztlich drücke ich aber beiden Mannschaften die Daumen.“ Die Niederländerinnen spielen in Gruppe E zum Auftakt am Dienstag um 15 Uhr gegen Neuseeland und gehören zum erweiterten Favoritenkreis.

Bislang noch kein Länderspiel live im Stadion miterlebt

„Ab und zu schaue ich mir das schon an, wenn die deutschen Frauen spielen - bei der WM jetzt auf jeden Fall“, sagt Marla D’Hone, die bei den U 17-Juniorinnen des SV Bommern spielt. Am Wochenende ist die 16-Jährige mit ihrem Team bei einem internationalen Turnier im niederländischen Arnheim am Ball - gewissermaßen zum Abschluss der Saison, ehe es dann auch für D’Hone ins Damenteam des SVB hoch geht.

„Ein Vorbild habe ich bei der Nationalmannschaft nicht, live bei einem Spiel dabei war ich bislang auch noch nicht.“ Dass die auf einigen Positionen veränderte DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft aber eine gute Chance hat, ganz vorne mitzumischen, davon ist sie überzeugt: „Ich bin da ganz optimistisch und traue der Mannschaft schon zu, den Titel zu holen“, sagt die Schülerin.

„Eine Menge Potenzial im deutschen Team“

„Gespannt auf die Weltmeisterschaft mit der neuen Trainerin und einigen neuen Spielerinnen“, ist Ann-Kathrin Wigmann vom A-Kreisligisten SV Herbede, die die Partien des deutschen Nationalteams regelmäßig verfolgt. „Ich hoffe natürlich auf ein spannendes Turnier mit einem glücklichen Ende für unsere deutschen Mädels - immerhin hat das Team eine Menge Potenzial. Aber als einen der Favoriten sehe ich eher die Französinnen“, so die 24-Jährige, die dennoch am Samstag im Spiel gegen China der DFB-Auswahl um Dzsenifer Marozsan beide Daumen drückt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben