Handball

Herbedes Deckung steht sattelfest

Foto: Oliver Schinkewitz

Einen guten Saisonstart erwischte der HSV Herbede, der daheim zwei Zähler einsackte. Bommerns Reserve indes verlor unglücklich gegen Welper.

Witten. Die Wittener Teams in der Handball-Bezirksliga sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Der HSV Herbede feierte einen 22:19 (11:9)-Arbeitssieg gegen den TV Brechten II. Der TuS Bommern II musste sich indes mit 23:24 (12:11) gegen die DJK Westfalia Welper geschlagen geben.


HSV Herbede - TV Brechten II 22:19 (11:9). „Das war ein spannendes Spiel auf Augenhöhe“, sagte Herbedes Trainer Marko Weiß. Er hatte einige Ausfälle im Rückraum zu beklagen und setzte deshalb über die gesamte Spieldauer auf eine offensive 3-2-1-Deckung. „Wir wollten immer wieder die Ballgewinne haben und dann schnell umschalten“, so Weiß. Warum, das war gut zu erkennen: Aus dem aufgebauten Angriff gelang den Herbedern nicht viel.

Die Gastgeber lagen schnell mit 0:3 (6.) und 4:7 (17.) hinten, fanden allmählich aber immer besser ins Spiel. Bis zur Pause erspielte sich die Weiß-Sieben eine 11:9-Führung, die nach dem Seitenwechsel sogar auf 14:10 ausgebaut wurde (36.). Es blieb jedoch spannend und die starken Gäste kamen noch einmal zurück – 16:17 (48.) und 19:19 (54.).

Erst in den letzten fünf Minuten entschied Herbede die Partie dann endgültig für sich. „Wir haben das Spiel ganz klar über unsere Deckung gewonnen“, freute sich Weiß.

HSV: Filter, Lange; M. Windfuhr (6), Busch (1/1), Peeren (4), Schmitz (4/2), Bodtländer (2), Hake (3), Hoffmann, Trösken (1), J. Windfuhr (1), Meuren, Filla, Schauer.


TuS Bommern II - DJK Westfalia Welper 23:24 (12:11).
Gleich zu Beginn der Saison bot das EN-Derby einen regelrechten Handballkrimi. Vielleicht wäre ein Remis das gerechtere Resultat gewesen, doch die Bommeraner Reserve ärgerte sich letztlich mit Recht, dass man statt eines Punktes gänzlich ohne Zählbares da stand. Die selten gutklassige Begegnung wogte hin und her. Zunächst hatte Welper leichte Vorteile, führte mit 6:3 (11.), doch dank einer starken Defensive bogen die Gastgeber das Resultat wieder um, hatten nach gut 20 Minuten mit 9:7 die Nase vorn und führten auch zur Pause (12:11).

Angetrieben durch den siebenfachen Torschützen Marius Jung schien Bommern bereits auf einem guten Weg in Richtung Auftaktsieg, lag mit 18:15 (41.) in Front. „Diese Führung hätten wir uns nicht mehr abjagen lassen dürfen“, so TuS-Coach Jens Berger. Stattdessen wurde es richtig hektisch, Welpers Keeper André Bauer (ehemals beim TuS Bommern) steigerte sich minütlich - und auf einmal hieß es 22:19 für die Hattinger (54.). Dann aber ging es hoch her, DJK-Coach Michael Wolf kassierte eine Zeitstrafe und Bommern II glich aus zum 23:23 (57.).

Drei Sekunden vor Schluss vergab der TuS die letzte Angriffschance, Welper bekam mit dem Schlusspfiff nach einer fragwürdigen Szene noch einen Freiwurf zugesprochen - und den verwandelte Nils Pradtke mit Hilfe von Latte und Pfosten glücklich zum Gästesieg. „Eigentlich hätte ich mit einem anderen Ausgang gerechnet. Wir haben uns am Ende zweimal blöd angestellt. Wobei uns die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter auch nicht gerade geholfen haben“, so Jens Berger.

Immerhin lobte er die Spielweise gegen die offensive Gästedeckung. „Welper hat eine starke Mannschaft - die werden ganz oben mitspielen“, so seine Einschätzung.

TuS: Bentlage, Maiwald; Jungermann (4), Frank, M. Jung (7), F. Jung (5/1), Mallach (1), Speck, Schreiber (1), Grajcar (2), Prior, Körner (2), Bartels (1).

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