JUGENDHANDBALL

Herbeder Grundschule verteidigt ihren Wittener Titel

Die Stadtmeisterschaft gewannen wie im Vorjahr die Kinder von der Herbeder Grundschule (weiße Trikots).

Die Stadtmeisterschaft gewannen wie im Vorjahr die Kinder von der Herbeder Grundschule (weiße Trikots).

Foto: Biene Hagel / Funke Foto Services

Die Herbeder Grundschule gewinnt wie im Vorjahr die Stadtmeisterschaft im Handball. Tolle Stimmung in der Halle beim elften Turnier dieser Art.

Bommern. Ob es für diesen tollen Erfolg einen Tag schulfrei gibt, das müssen die erfolgreichen Kinder noch mit ihrer Schulleiterin Sabine Bender klären. Jedenfalls haben die Handball-Talente von der Herbeder Grundschule am Sonntag einmal mehr ihre Treffsicherheit bewiesen und die Stadtmeisterschaft in ihren Stadtteil geholt.

Karsten Kessler, langjähriger Verbandsliga-Handballer beim TuS Bommern, kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. „Das haben die Kinder echt toll gemacht. Es ist schön, zu sehen, was sie schon in so kurzer Zeit umsetzen können“, so Kessler, der wie im Vorjahr die Herbeder Mannschaft beim Turnier im Bommeraner Sportzentrum betreute - auch, weil sein Sohn Julian für die Herbeder am Ball ist. Fünf Spiele musste sein Team, das er zuvor schon an mehreren Projekttagen schon in ihrer Schule ein wenig vorbereitet hatte auf den Wettbewerb, am Sonntag bestreiten - allesamt entschied der Titelverteidiger für sich. Lediglich in der Auftaktpartie am Morgen gegen die Rüdinghauser Grundschule ging es beim 4:3 mal ein wenig enger zu.

Auch Kinderfest vor der Halle kommt gut an

Insgesamt 26 Spiele wurden ausgetragen - das bedeutete rund sechs Stunden Trubel in der Sporthalle. Und die war auch bei der inzwischen elften Auflage der Grundschulmeisterschaften wieder bestens besucht. „Es waren auch alle 13 Mannschaften da, niemand hat kurzfristig abgesagt“, erklärte Organisator Cedric Cunitz, der gemeinsam mit Calvin Scheinhardt die aufwändige Vorarbeit geleistet hatte. Immerhin musste da eine ganze Menge geplant werden. Nicht nur der Kontakt zu den Schulen musste gepflegt werden, auch das Programm vor der Halle galt es zu managen. „Unser Kinderfest kam wieder richtig gut an“, freute sich Cunitz. Die Kinder gönnten der aufgebauten Hüpfburg bei bestem Frühsommerwetter kaum eine Pause, der Roller-Parcours des TuS-Bommern-Partners VW Wicke kam ebenso gut an wie Eis- und Grillstand.

„Wir haben schon in der Gruppenphase eine Vielzahl spannender Spiele gesehen“, hatte Cunitz das Turniergeschehen aufmerksam verfolgt. Nicht nur Karsten Kessler war da als Betreuer einer Mannschaft eingeteilt, auch viele weitere erfahrene Handballer bzw. Handballerinnen kümmerten sich um die Wittener Zweit- und Drittklässler. Schließlich hatte ein Großteil von denen noch nicht gerade viele Erfahrungen mit dem Handball gemacht. Der Eifer und Erfolgshunger trieb jedoch alle gut 200 Kinder an, die den Wettbewerb zu einem weiteren Erfolg werden ließen.

Dorfschule schafft überraschend Sprung ins Finale

Hier und da mussten von Papa oder Mama natürlich auch Tränen der Enttäuschung getrocknet werden. Das Halbfinale nicht zu erreichen, war für manch eines der Kinder ein schwerer Schlag - und gewiss auch ein Anreiz, es im kommenden Jahr etwas besser zu machen. Hier und da aber lohnte sich schon ein genauerer Blick auf die flinken kleinen Werfer. „Da waren schon einige Talente dabei - es wäre schön, wenn die Kinder dann auch den Weg in die Vereine finden würden“, brachte es Cedric Cunitz auf den Punkt. In die Vorschlussrunde schafften es neben der Herbeder Grundschule auch die Kinder von der Brenschenschule, von der Rüdinghauser Grundschule und von der Dorfschule. Letztere schafften es durch einen 6:4-Erfolg über Rüdinghausen ein wenig überraschend sogar bis ins Finale gegen den Favoriten aus Herbede, der die Bommeraner mit 9:5 bezwang. Den Brenschenschülern blieb ein halbwegs tröstlicher Rang drei durch das 7:4 über die Rüdinghauser. Und im Finale zeigten Karsten Kesslers Herbeder Talente mit einem 8:5 über die Hevener Dorfschule, dass sie auch mit dem Erfolgsdruck eines Favoriten prima umzugehen verstanden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben