LAUFSPORT

Haarmann siegt im Dauerregen

Trotz des Dauerregens gingen auch die Jugendlichen motiviert auf die 3,7 km lange Strecke.

Foto: Biene Hagel

Trotz des Dauerregens gingen auch die Jugendlichen motiviert auf die 3,7 km lange Strecke. Foto: Biene Hagel

Witten.   Die elfte Auflage des Ruhrtalmarathons war reichlich verregnet. Dennoch geben rund 400 Aktive auf der Strecke ihr Bestes und liefern gute Zeiten.

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Von der Sonne verwöhnt wurde der Ruhrtalmarathon des PV-Triathlon diesmal beileibe nicht. Doch trotz des Dauerregens fanden immer noch gut 400 unentwegte Laufenthusiasten den Weg an die Lakebrücke, nahmen den Landschaftslauf unter ihre Füße.

Dabei stand die elfte Auflage dieser Veranstaltung diesmal sogar ziemlich auf der Kippe. „Als es nachts so gewittert hat, haben wir darüber nachgedacht, den Lauf abzusagen“, gestand PVT-Vorsitzender Jobst Pastor. Als es dann um 9 Uhr aber für 60 Marathoni an den Start ging, war es immerhin mal ein Weilchen trocken. „Ich bin froh, dass sich doch so viele vom Wetter nicht haben abhalten lassen“, so Pastor, dessen großes Helferteam auf dem Gelände der Friedrich-Lohmann GmbH in Herbede wieder reichlich zu tun hatte - an der Kuchentheke und am Bratwurststand, an der Anmeldung sowie an der Urkundenausgabe. „Insgesamt ist das aber weiter eine Veranstaltung, aus der man bei all den Abgaben mit plus/minus Null ‘rausgeht. Wir machen das hier nicht, um Geld dabei zu verdienen“, sieht der PVT-Chef darin vor allem einen idealistischen Wert.

Rein sportlich waren aufgrund der Bedingungen am Samstag keine spektakulären Leistungen zu erwarten. Schnellster Mann auf der Marathon-Distanz (42,195 km) war Peter Haarmann von den SF Ennepetal. Nach 3:18,28 Stunden lief der 51-Jährige durchs Ziel. „Ich war hier schon Zweiter und Dritter - da hab’ ich mich gefreut, dass mich die anderen auch mal haben gewinnen lassen“, so Haarmann augenzwinkernd. „Eigentlich ist es ja taktisch falsch, hier von Beginn an ganz vorne weg zu laufen - aber mein Begleiter auf dem Rad hat mich gut geleitet“, erklärte der Ennepetaler, der sonst weit längere Laufstrecken gewohnt ist. „Ich habe auch schon mal 100 Meilen gemacht, im Jahr laufe ich rund 5000 Kilometer.“

Die Streckenführung hatte sich einmal mehr bewährt: Die 21 km-Runde führte vom Unternehmen Lohmann in Herbede vorbei am Kemnader Stausee bis Haus Kemnade und zurück über die Lakebrücke Richtung Witten, weiter über die Nachtigallbrücke, vorbei an Schloss Steinhausen Richtung Rauendahl und im Bogen zur Burgruine Hardenstein, dann eine Steigung hoch nach Vormholz und zurück zu Start und Ziel.

Bei den Damen setzte sich die aus Witten stammende und mittlerweile in Aachen lebende Hendrike Hatzmann in 3:29,08 std. durch. Im Vorjahr war sie schon einmal beim Ruhrtalmarathon gestartet. „Ich mag die Strecke hier, sonst bin ich sogar noch mehr Höhenmeter gewohnt. Hier waren es jetzt rund 400“, so die 34-Jährige von der SG Sparkasse Aachen, die sich mit der Witterung angefreundet hatte. „Lieber zu kalt als zu warm - und der Regen macht mir nichts aus.“

Den Halbmarathon gewannen zwei Bochumer: Ina Radix (33), die an der Ruhr 2013 schon die Königsdisziplin gewonnen hatte, benötigte 1:30,35 std. - „auch wenn der Spaßfaktor bei dem Wetter eher gering war“, flachste sie. Bei den Männern setzte sich Mathias Kremer (37; BSG Springorum) in 1:23,21 std. durch. „Das ist hier ein richtig schöner Wettbewerb. Ich finde es interessant, durch den Wald statt immer auf Straßen zu laufen“, so der Bochumer.

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