FUßBALL

FSV Witten steigt in die C-Kreisliga ab

Die 2:1-Führung bekamen Rafael Czodrowski (li.) und Mert Özsay (Mitte) mit ihrem FSV Witten nicht über die Zeit gerettet.

Die 2:1-Führung bekamen Rafael Czodrowski (li.) und Mert Özsay (Mitte) mit ihrem FSV Witten nicht über die Zeit gerettet.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Im entscheidenden Relegationsspiel der Abstiegsrunde zur C-Liga reicht den Wittenern ein 2:2 (1:1) gegen Hellas Bochum nicht zum Klassenerhalt.

Nach zwei Spielzeiten in der B-Kreisliga ist der FSV Witten wieder abgestiegen. Im entscheidenden Relegationsspiel gegen den SV Hellas Bochum reichte den Ruhrstädtern ein 2:2 (1:1) nicht, um die Klasse zu halten. Besonders bitter: Den Ausgleich erzielten die Bochumer kurz vor Ende mit einem sehenswerten Sonntagsschuss.


SV Hellas Bochum - FSV Witten 2:2 (1:1).
Die Ruhrstädter um Trainer Kaniwar Shikho machten auf der Platzanlage von Waldesrand Linden beileibe kein schlechtes Spiel. „Hellas Bochum ist eine gute Mannschaft und hätte eigentlich gar nicht in der Relegation gespielt. Wir haben richtig gut mitgehalten. Man hat gesehen, dass auch wir nicht hätten absteigen müssen“, so Shikho enttäuscht.

Insgesamt sechs Partien der regulären Saison wurden nachträglich gegen die Bochumer gewertet, weil sie nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt hatten. Aufgrund dieser Hypothek aus der Hinrunde landete man letztlich in der Abstiegsrunde.

Der FSV Witten bekam es am Pfingstmontag also durchaus mit einer B-Liga-Mannschaft von mittlerem Niveau zu tun. Früh hätte man sich nach einem feinen Konter in eine gute Ausgangslage bringen können. Ugur Yoldas wurde im Strafraum gefoult, drosch den fälligen Strafstoß im Anschluss allerdings über den Querbalken. Die Quittung gab’s auf der anderen Seite: Georgios Bakavos nahm gleich beide Torpfosten des Wittener Gehäuses zu Hilfe und netzte zur Führung für die Griechen ein (16.). Ob der Ball wirklich die Linie überquert hatte, war ganz schwer zu sehen. Schiedsrichter Holger Danielsiek, der von zwei Assistenten an der Linie unterstützt wurde, gab den Treffer.

Die Shikho-Elf zeigte sich davon nur kurz geschockt. Nicht einmal zehn Minuten später bügelte Yoldas seinen Fehlschuss vom Punkt wieder aus – 1:1 (25.). Das war gleichzeitig der Pausenstand.

Sonntagsschuss trifft ins Schwarze

Auch im zweiten Durchgang machte der FSV seine Sache gut. „Wir wussten, dass Hellas bei hohen Bällen im Strafraum Probleme bekommen könnte“, so Shikho. Und so kam es auch. Flanke aus dem Halbfeld, Kopfball Jan Garzareck am zweiten Pfosten, 1:2 (72.). Die Ruhrstädter waren zu diesem Zeitpunkt gerettet.

Und lange sah es auch nach einer großen Nichtabstiegsparty in Witten aus. Bis Bochums Christos Triantis zum Sonntagsschuss ansetzte. Nur zwei Minuten waren noch auf der Uhr, als Triantis den Ball plötzlich per Scherenschlag unhaltbar unter den Querbalken des FSV-Tores wemste (88.). Davon erholten sich die Shikho-Schützlinge auch in der Nachspielzeit nicht mehr. Trotz guter Leistung herrschte beim FSV Witten so am Ende nur blanke Ernüchterung.


FSV: Yilmaz; Czodrowski, Bulbui, Doganay (69. Schunk), Sardar , Issa (21. C. Yoldas), U. Yoldas (39. Özsay), Kaedi, Imeri, Calusic, Garzareck.

Torfolge: 1:0 (16.), 1:1 U. Yoldas (25.), 1:2 Garzareck (72.), 2:2 (88.).

Gelb-Rote Karte: Alljew Sardar (78.).

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