Fußball

FSV-Kicker geben aufeinander acht

Die jungen Kicker der

Die jungen Kicker der

Witten.   In der Wittener Inklusionsmannschaft spielen Regeln eine wichtige Rolle. Im Zentrum steht aber der Spaß am Spiel mit dem Ball.

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Einen Trainingsplan, den arbeitet auch Hanna Worrmann für jede Einheit aus. Im Gegensatz zu ihren Trainerkollegen in der Jugendfußballabteilung des FSV Witten 07/32 muss Worrmann aber häufiger umdenken. Sie trainiert die Inklusionsmannschaft der „Junglöwen“, und da müssen die Aufgaben vor allem eines sein: angepasst an die individuellen Fähigkeiten der Kinder. Im Zentrum steht aber immer der Ball.

Fußball und Inklusion – das passt, dachte sich Hanna Worrmann. Die 23-Jährige kommt aus dem Münsterland, spielte und trainierte selbst lange Zeit bei der DJK BW Greven. Den Trainerschein hat sie längst in der Tasche. Als das Medizinstudium Worrmann nach Witten zog, legte sie ihre Fußballkarriere zunächst auf Eis. Doch schon bald kribbelte es wieder. „Aber ich wollte weg vom Leistungsdruck und in eine ganz andere Richtung gehen.“

Mit der Idee, eine Inklusionsmannschaft zu gründen, stieß sie beim FSV Witten auf offene Ohren. Die Studentin machte Werbung an einigen Schulen in der Stadt – und im Juni vergangenen Jahres nahm die Mannschaft das Training auf. Seitdem wird immer donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr in der Jahnhalle trainiert. „Fußball hat einfache Regeln und ist ein Teamsport, der Kinder begeistert“, erklärt Worrmann, warum die Sportart sich glänzend für Inklusion eignet.

Das sieht man auch beim Training. Elf Kinder umfasst die Gruppe aktuell, willkommen ist jeder zwischen acht und zwölf Jahren. Im Trainingsablauf sind keine großen Unterschiede zu anderen Mannschaften festzustellen. „Wir machen hier ganz normale Übungen. Die Kinder sollen auch bei uns das Fußballspielen lernen“, sagt Worrmann. „Aber ich muss etwas flexibler sein, weil die KInder immer für Überraschungen gut sind.“

Die jungen Kicker benötigen einfache Übungsformen, die keine langen Erklärungen voraussetzen. Weniger reden, mehr spielen. Der Bewegungsdrang der Kinder ist groß, umso wichtiger ist es, dass sich alle an Regeln halten. Die soziale Komponente spielt eine wichtige Rolle im Worrmann-Team. „Die oberste Regel ist, dass wir aufeinander achten“, sagt die Trainerin. „Der Teamgeist wird bei uns viel mehr gefördert.“ Im Moment ist das jüngste Teammitglied fünf Jahre alt, das älteste ist zehn. „Da passen die Großen auf die Kleinen auf“, so Worrmann.

Im Rahmen der Inklusions-Turnierserie des FLVW hatten die jungen Wittener jüngst ihren ersten Auftritt. Beim Turnier in Münster genossen sie die entspannte Atmosphäre – und zeigten, was sie schon gelernt haben.

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